2/4 Sharkoon MK80 RGB im Test : Programmierbare Taster und RGB-LEDs für 130 Euro

, 49 Kommentare

Äußerlichkeiten

Das grundsätzliche Design der MK80 kann rundum überzeugen, die Gestaltung von Gehäuse und Handballenauflage darf als durchdacht und konsequent bezeichnet werden: Der raue, mattierte Kunststoff der Oberschale ist unempfindlich gegenüber Verschmutzungen und durch den Verzicht auf Fugen oder Vertiefungen einfach zu reinigen. Eine Einschätzung, die in gleichem Maße für die Handballenauflage gilt. Lediglich den über mehrere Tage hinweg wahrnehmbaren chemischen Geruch teilt sich die MK80 mit den günstigen „Skiller“-Tastaturen.

In die Kategorie durchdachter Details fällt zudem der I/O-Hub, der gut erreichbar am oberen Rand des Chassis untergebracht wurde. Die Position einzelner Ports hat Sharkoon überdies am Gehäuse markiert, was die Nutzung im alltäglichen Gebrauch, beispielsweise für den Anschluss von Wechseldatenträgern, in der Summe deutlich erleichtert. Die Handballenauflage wird bei der MK80 an nur einer einzigen Stelle eingehängt. Das System ist effektiv und verhindert die versehentliche Trennung vom Chassis auch beim Umsetzen der gesamten Tastatur. Durch die Fixierung an nur einem Punkt hat die Auflage ein wenig Spiel und kann sich ein Stück verwinden – beides sind jedoch lediglich visuelle „Auffälligkeiten“, die im Betrieb untergehen.

Das Gehäuse ist gut, die Ausleuchtung durchschnittlich

Die Tastenkappen werden, wie bei beleuchteten Tastaturen üblich, vollständig aus transluzentem ABS-Kunststoff gefertigt und mit einer schwarzen, potenziell langlebigen Oberflächenbeschichtung versehen, aus der die Beschriftung im Anschluss ausgeschnitten wird (Laser-cut-Verfahren). Weil die Beleuchtung von mechanischen Schaltern von der Position der LED abhängt, mit der jede Taste einzeln angestrahlt wird, kann die Ausleuchtung der Tastenkappe nicht gleichmäßig erfolgen.

Weil sich die Diode bei Tastern von Kailh oberhalb des Schlittens befindet, kann folglich nur der obere Bereich der Tastenkappe optimal ausgeleuchtet werden. Rechnung trägt Sharkoon diesem Umstand nur bedingt, vor allem die Beschriftungen der Sekundärfunktionen lassen einen deutlichen Helligkeitsverlauf erkennen. In Anbetracht der Entwicklungen des letzten Jahres gerät das Ergebnis daher nur durchschnittlich. Getrübt wird der Eindruck außerdem von den überaus hellen Status-LEDs, deren Leuchtstärke nicht mit den übrigen Dioden reguliert wird, was besonders bei abgedunkelter Beleuchtung in lichtschwachen Umgebungen stört. Die Abschirmung der Statusfelder ist überdies unzureichend und zeigt einen farblichen Einschlag in Abhängigkeit der Farbe des Sharkoon-Logos, das sich oberhalb des Nummernblocks befindet

Auf der nächsten Seite: Alltagserfahrungen