Supermicro : High-End-Skylake-Board mit 32 PCIe-Lanes für 340 Euro

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Supermicro: High-End-Skylake-Board mit 32 PCIe-Lanes für 340 Euro

Supermicros grün gestaltetes High-End-Mainboard C7Z170-OCE für Intels Skylake-Plattform hat nach der Vorstellung zur CES 2016 hierzulande seine erste Preislistung erfahren. Aus 299,99 US-Dollar werden knapp 340 Euro, die für das Z170-Mainboard mit PLX-Zusatzchip für insgesamt 32 PCIe-Lanes für Grafikkarten fällig werden.

Der bereits seit über fünf Jahren auf dem Markt verfügbare Chip PLX8747 kommt auch im Jahre 2016 weiter zum Einsatz. Dieser sorgt für eine deutlich gesteigerte Anzahl an PCI-Express-Lanes für Grafikkarten, insgesamt werden so 32 nach aktuellem Gen-3.0-Standard bereitgestellt. Damit kann die Platine nicht nur zwei Grafikkarten mit vollen 16 Lanes ansprechen, alternativ auch drei mit jeweils acht Lanes. Zwei Probleme bringt der Zusatzchip jedoch mit: Mit rund 60 US-Dollar ist er extrem kostspielig, die TDP von rund 8 Watt ebenfalls nicht klein.

Blockdiagramm Supermicro C7Z170-OCE
Blockdiagramm Supermicro C7Z170-OCE (Bild: Supermicro)

Neben dem PLX-Chip bietet der Plattform Controller Hub (PCH) Z170-Chipsatz und daran angeknüpft noch einige weitere zusätzlich verbaute Chips einen großen Entfaltungsspielraum. Dazu gehören zwei Mal Gigabit-LAN über Intel-Chips, aber auch USB 3.1 via ASMedia inklusive einem Anschluss nach Typ-C-Standard. Beim Massenspeicher belässt es Supermicro nahe der Referenz, M.2 wird mit vier PCIe-3.0-Lanes des Chipsatzes gespeist, dazu gibt es sechs klassische SATA-Schnittstellen.

Zur CES 2016 erklärte Supermicro, dass natürlich auch die Z170-Mainboards aus eigenem Hause via BCLK übertaktet werden können. Den Stein ins Rollen bezüglich dieser altbekannten aber für Jahre deaktivierten Übertaktungsmethode brachte bekanntlich auch ein Mainboard von Supermicro, welches auf einem H170-Chip basierte. Die Limitierungen bestehen aber nach wie vor: Die integrierte Grafik sowie die Stromsparmodi funktionieren beim BCLK-Overclocking nach wie vor nicht.

Supermicro bestätigt gegenüber ComputerBase heute noch einmal den Preis, hält die 340 Euro aus dem Preisvergleich jedoch für eine frühe, zu teuer angesetzte Listung. Die Platinen sollen demnach erst in rund zwei Wochen verfügbar werden und sich trotz schlechten US-Dollar-Euro-Kurs nah an der US-UVP von 299,99 US-Dollar orientieren. Damit rangiert das C7Z170-OCE preislich auf dem Niveau der High-End-Lösungen der angestammten Mainboardhersteller, keiner bietet für angepeilte 300 Euro aber so viele PCIe-Lanes für Grafikkarten, der nächste Mitbewerber ist das Asus Z170 WS ab 370 Euro.