Nintendo-Quartalszahlen : Stabile Wii-U-Verkäufe und ernüchternder Umsatz

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Nintendo-Quartalszahlen: Stabile Wii-U-Verkäufe und ernüchternder Umsatz
Bild: JD Hancock (CC BY 2.0)

Nintendo konnte die Verkaufszahl der hauseigenen Konsole Wii U im Weihnachtsquartal verglichen zum Vorjahr zwar annähernd stabil halten; 1,87 Millionen verkaufte Exemplare bedeuten aber nach wie vor einen deutlichen Rückstand zur PlayStation 4 oder Xbox One. Auch der Quartalsumsatz und -gewinn sind ernüchternd.

1,87 Millionen verkaufte Wii U stellen einen leichten Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Weihnachtsquartal 2014 dar. Insgesamt konnte Nintendo seit der Einführung der Wii U Ende 2012 damit rund 12,6 Millionen Einheiten der Konsole verkaufen. Die Konkurrenten Sony und Microsoft schafften mit ihren aktuellen Konsolen, die knapp ein Jahr nach der Wii U erschienen, im Vergleich deutlich höhere Absatzzahlen. Die PlayStation 4 bringt es auf etwa 36 Millionen verkaufte Exemplare, davon allein 8,4 Millionen im letzten Quartal. Die Xbox One erreicht geschätzte 19 Millionen Exemplare.

Anders als die Wii U verzeichnete Nintendos mobile Konsole 3DS im letzten Quartal einen deutlichen Verkaufseinbruch. 3,6 Millionen verkaufte Geräte im Weihnachtsquartal 2015 bedeuten über 1,4 Millionen weniger Geräte als im gleichen Vorjahreszeitraum. Um im Mobilmarkt wieder Fuß zu fassen, ist Nintendo mit Entwickler DeNA eine Kooperation eingegangen und hat bereits im Mai 2015 einige Spiele für Smartphones und Tablets angekündigt. Nintendos im Oktober 2015 vorgestellte Smartphone-App Miitomo ist allerdings weniger ein klassisches Videospiel, sondern mehr Soziales Netzwerk. Miitomo soll im März erscheinen.

Nintendos Quartalsumsatz lag bei 221,5 Milliarden Yen (etwa 1,7 Milliarden Euro) und fiel im Jahresvergleich um 18 Prozent niedriger aus. Der Gewinn sank um über ein Drittel auf 29 Milliarden Yen (knapp 220 Millionen Euro).

Nintendo bestätigte bereits die Arbeit am Wii-U-Nachfolger mit der Bezeichnung „NX“. Bisher sickerten allerdings noch kaum Details diesbezüglich durch, außer dass Nintendo schon Software Development Kits an Entwickler verteilt habe und auf ein optisches Laufwerk verzichten soll.