3/4 Streacom F12C im Test : Flexibles HTPC-Gehäuse mit enttäuschendem Auftritt

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Erfahrungen

Komponenten wie die Hauptplatine samt CPU-Kühler, Netzteil und auch Erweiterungskarten sind im Streacom F12C schnell verbaut. Deutlich aufwändiger ist hingegen die Montage von Festplatten oder zusätzlichen Gehäuselüftern an den Seitenwänden. Hierzu müssen sie zunächst mit länglichen Brackets versehen und anschließend durch Metallclips am Rahmen des Gehäuses festgeklemmt werden.

Das hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Wer nicht mit Bedacht vorgeht, kann sich bei dieser Prozedur schnell an den Händen verletzen. Im Test hat es sich als sinnvoll erwiesen, den HTPC für diesen Montageschritt auf die Seite zu legen, an der die Brackets befestigt werden. So kann man die dafür benötigte Kraft einfacher aufbringen.

Sind diese Hürden überwunden, gilt es die Kabel zu verlegen. Das Streacom F12C macht herbei keine Vorgaben und bietet keine Kabelklemmen oder sonstiges im Lieferumfang, die definitiv mehr Ordnung im Gehäuse schaffen können.

Der HTPC von Streacom nimmt CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 135 mm auf, sofern keine zusätzlichen Gehäuselüfter an den Streben im Deckel angebracht werden. Grafikkarten dürfen nicht länger als 310 mm ausfallen. Auch die Länge des Netzteils hängt stark davon ab, ob daneben noch Gehäuselüfter montiert werden soll oder nicht. Soll hier beispielsweise ein 140-mm-Lüfter die Kühlung unterstützen, so darf die Stromversorgung das Maß von 160 mm exklusive Kabel nicht überschreiten.

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden. Da das Streacom F12C ohne Gehäuselüfter ausgeliefert wird, wurde der HTPC für den Test mit zwei Noctua NF-P12 PWM ausgestattet.

Temperatur

Kombiniert mit einer Nvidia GTX 650 Ti Boost und ihren Radiallüfter erreicht der Prozessor eine Temperatur von 51 °C bei voller Umdrehungszahl der beiden im Gehäuse eingebauten Ventilatoren sowie Prozessor- und Grafikkartenlüfter. Diese Temperatur steigt um 10 °C an, wenn die Geschwindigkeit der Lüfter auf 5 Volt gedrosselt wird. Mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC und den beiden Axiallüftern steigt die CPU-Temperatur in den identischen Szenarien um ein paar Grad Celsius an. So misst der Prozessor dieses Mal 56 °C beziehungsweise 73 °C in den entsprechenden Tests.

Dieses Verhalten lässt sich auch bei der Grafikkartentemperatur beobachten. Während die Nvidia GTX 650 Ti im 12 Volt Szenario 60 °C und bei anliegenden 5 Volt 71 °C erreicht, liegen die Messungen der Asus GTX 760 DirectCU II OC bei 65 °C und 78 °C.

Das gleiche Muster setzt sich bei der maximalen Mainboard- und Festplattentemperatur fort und bedeutet, das im Streacom F12C Grafikkarten mit Radiallüfter wegen der besseren Wärmeableitung Pixelbeschleunigern mit Axiallüftern vorzuziehen sind.

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