3/5 Xiaomi Redmi 3 im Test : 5-Zoll-Smartphone mit Marathon-Akku für 150 Euro

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Flott unterwegs

Der verbaute Snapdragon 616 verfügt über acht Cortex-A53-Kerne, die wiederum in zwei Cluster mit jeweils vier Kernen unterteilt sind. Das stärkere Cluster taktet maximal bis zu 1,5 und das schwächere bis zu 1,2 GHz. Als Grafikeinheit steht eine Adreno 405 zur Verfügung. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher stehen für Multitasking bereit.

Im Alltagseinsatz läuft das Smartphone flüssig, MIUI zeigt sich reaktionsfreudig und flink. Ruckler sind nicht auszumachen. Apps starten schnell, eine längere Wartezeit fällt aber im direkten Vergleich mit potenteren Smartphones auf. Für Alltagsanwendungen wie Messenger, Surfen und kleinere Spiele ist die Leistung trotzdem mehr als ausreichend und die Bedienung flüssig.

In synthetischen Messungen zeigt sich der Snapdragon 616 erwartungsgemäß im Mittelfeld, die besten Ergebnisse werden unter Einbezug aller acht Kerne erzielt, wie sich das etwa beim CF-Bench oder den Multi-Core-Leistungen im Geekbench zeigt. Die Grafikeinheit sorgt ebenso wenig für Überraschungen und positioniert sich im unteren Mittelfeld. Insgesamt liegt das günstige Smartphone je nach Messung auf dem Niveau vom 230 Euro teuren Honor 5X, dem HTC One A9 oder dem großen Bruder Redmi Note 3.

MIUI v7 ist bunt und kann viel

Als Betriebssystem kommt auch bei diesem Xiaomi MIUI zum Einsatz. Die verwendete Version 7 des Redmi 3 basiert auf dem mittlerweile betagten Android 5.1.1 Lollipop – beim Note 3 bildet noch 5.0.1 die Basis. Das System erhält laut Xiaomi wöchentliche Updates, im Testzeitraum handelte es sich dabei um Bugfixes und Optimierungen.

Chinesische Software ohne Play Store

Wie bereits beim Redmi Note 3 fehlen in der chinesischen Original-Firmware auch beim kleinen Bruder sämtliche Google-Play-Services und die deutsche Sprache. Diese müssen nachträglich installiert werden. Internationale Firmwares von Xiaomi bringen die Play Services mit, einige Händler bieten das Smartphone direkt damit an. Andernfalls müssen Käufer erst selber ein alternatives ROM einspielen.

In puncto Optik und beim Umfang unterscheidet sich MIUI an vielen Stellen von Googles purem Android. Das Erscheinungsbild ist sehr farbenfroh und auf einen App-Drawer wird verzichtet. Alle Apps verteilen sich auf den Homescreens und darauf platzierten Ordnern. Benachrichtigungen und Schnellzugriffe finden sich auf zwei getrennten Seiten. Durch umfangreiche Möglichkeiten zur Personalisierung lässt sich das Smartphone in vielerlei Hinsicht den eigenen Bedürfnissen anpassen. Dabei verfügen einige Menüs über weitere Unterpunkte, so dass die Anzahl an Kategorien und Möglichkeiten teils etwas verwirren kann. Anpassen lassen sich unter anderem die Farbe der LED bei Benachrichtigungen, ein Gast- und ein Einhandmodus sowie die Optik durch verschiedene Themes.

Die Anzahl installierter Apps ist übersichtlich, neben eigenen Diensten liefert der Hersteller unter anderem einen Sprachassistenten sowie eine App für die Nutzung als Fernbedienung. Über eine Rechteverwaltung können Apps Rechte erteilt und entzogen werden, wodurch der Umgang mit Daten besser verwaltet werden kann. Dies bringt Android erst unter 6.0 Marshmallow mit.

MIUI ist auch auf dem Redmi 3 ein potentes und umfangreich ausgestattetes Betriebssystem, das dem Nutzer viel Freiraum zur eigenen Anpassung lässt.

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