4/5 Xiaomi Redmi 3 im Test : 5-Zoll-Smartphone mit Marathon-Akku für 150 Euro

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Fotos mit guter Dynamik

Xiaomi rüstet das Redmi 3 mit einer rückwärtigen 13-Megapixel-Kamera aus, die Videos mit 1.080p aufzeichnet. Für genügend Lichtstärke sorgt die f/2.0-Blende. Neben dem Pixelrekorder ist ein LED-Blitz eingelassen.

Xiaomi Redmi 3 im Test
Xiaomi Redmi 3 im Test

Bei Tageslicht zeigt die Kamera eine gute Bildschärfe, die sich über das gesamte Foto gleichmäßig erstreckt. Farbtöne hält das Xiaomi Redmi 3 unter klarem Himmel sehr neutral, positiv ist außerdem der Dynamikumfang der Fotos.

Denn bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten gelingt es dem chinesischen Smartphone, auch mit größeren Lichtdifferenzen gut zurechtzukommen, was daran zu erkennen ist, dass weder der Himmel überstrahlt noch die dunklen Bereiche im Bild zu dunkel wirken. Selbst bei Gegenlicht (Bild 9 in der Bilderstrecke) gelingen dem Redmi 3 noch ansehnliche Fotos.

Der größte Feind des Xiaomi Redmi 3 ist Lichtmangel, denn bei höheren Empfindlichkeiten fängt der kleine Fotosensor sehr stark zu rauschen an. Sogar bei Kunstlicht ist die Stärke des Rauschens schon so hoch, dass viele Details untergehen.

Xiaomi Redmi 3 im Test – Kamera

Je weniger Licht dem Sensor zur Verfügung steht, desto mehr verstärkt sich dieser Effekt natürlich. Anhand der Nachtaufnahmen ist dies sehr deutlich zu erkennen. Der Dynamikumfang ist trotz der hohen ISO-Werte zwar immer noch ausgesprochen hoch, an Bildschärfe und Details mangelt es dem Smartphone aber sichtbar.

Interessanter Weise bewirkt das Hinzuschalten des LED-Blitzes fast schon wahre Wunder. Denn obwohl die Sensorempfindlichkeit und auch die Belichtungszeit zwischen den meisten Nachtaufnahmen mit oder ohne LED-Blitz identisch sind, unterscheiden sich die Ergebnisse in ihrer Bildschärfe deutlich zugunsten der Fotos, die mit dem Miniblitz an der Rückseite entstanden sind. Die Bilder 22 (Blitz deaktiviert) und 23 (Blitz aktiviert) zeigen dieses Verhalten sehr eindrucksvoll.

Kamera-App
Kamera-App

Wie alle Fotos des Xiaomi Redmi 3 zeigen, lassen sich mit dem Smartphone besonders tagsüber gute und ansehnliche Ergebnisse erzielen. Bei wenig Licht schwächelt die Kamera aus technischer Sicht jedoch genauso wie die der meisten anderen Smartphones. Trotzdem sind brauchbare Nachtfotos möglich.

Kein LTE-Band 20 aber Dual-SIM

Die Anschlussausstattung fällt erwartungsgemäß aus: A-GPS, WLAN nach n-Standard, Bluetooth 4.1, ein Infrarotsender und LTE; NFC fehlt. Aufgrund des Hybridschachtes kann das Smartphone, wenn auf eine Speichererweiterung verzichtet wird, auch mit zwei SIM-Karten betrieben werden. Der Nutzer hat die Wahl, neben der immer benötigten Micro-SIM eine Nano-SIM oder eine microSD-Karte einzustecken.

Wie für Smartphones für den chinesischen Markt üblich, fehlt allerdings auch beim Xiaomi Redmi 3 das in Deutschland stark genutzte LTE-Band 20. Wie ComputerBase bereits im Test zum ZUK Z1 aufgezeigt hat, wird das Band 20 für die 800-MHz-Frequenz genutzt, mit der aufgrund der hohen Reichweite vor allem ländliche Bereiche erschlossen werden.

Eingeschränktes LTE

Gerade die Provider O2 und Vodafone nutzen fast nur das Band 20, das 2.600-Megahertz-Spektrum ist nur schwach ausgebaut. Die Deutsche Telekom setzt anstelle von 2.600 auf die 1.800-MHz-Frequenz, so dass allenfalls Kunden im Telekom-Netz den Wegfall von Band 20 kompensieren können.

Im Testbetrieb im Netz von O2 im Ruhrgebiet und in Düsseldorf war das Redmi 3 ein solider Begleiter ohne außergewöhnliche Aussetzer. Abseits bekannter Problemquellen wie schnellen Zugfahrten oder U-Bahn-Schächten kam es zu keinen Verbindungsabbrüchen.

4.100 mAh für lange Laufzeiten

Der Akku des Redmi 3 misst große 4.100 mAh. In Kombination mit der vergleichsweise stromsparenden Auflösung lässt dies auf gute Laufzeiten hoffen – was sich auch in der Praxis bestätigt. Xiaomis kleines Modell schafft es bei der Nutzung von Messengern, dem Browsen, einer halben Stunde Telefonie und dem Abgleich mehrerer E-Mail-Konten problemlos über den Tag, und je nach Intensivität auch über zwei oder etwas mehr. Während des Testzeitraums waren WLAN und mobile Daten durchgehend eingeschaltet. Gerade beim Verzicht auf aufwendige 3D-Spiele, die das Redmi 3 an die Leistungsgrenzen treiben, lassen sich hohe Laufzeiten realisieren.

Die guten Alltagswerte übertragen sich auch auf die Messungen, so dass das Redmi 3 im PCMark mit einer Laufzeit von fast zwölf Stunden die Spitzenposition einnimmt. Im Videodauertest setzt sich das Redmi 3 mit über 13 Stunden auf den dritten Platz im Testfeld.

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