VRScore : VR-Benchmark mit DirectX 12 und Fototransistoren

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VRScore: VR-Benchmark mit DirectX 12 und Fototransistoren
Bild: BaseMark

Ist der eigene Rechner schnell genug für VR? Diese Frage soll in Zukunft auch der neue Benchmark VRScore vor dem Kauf einer VR-Brille beantworten. Hinter dem Projekt stehen die Unternehmen Basemark und Crytek. Die verwendete 5. Version der Cryengine nutzt auf kompatiblen PCs mit Windows 10 bereits DirectX 12.

VRScore soll neben der Leistungsfähigkeit für VR-Spiele auch die Anwendungsgebiete VR-Video (virtueller Kinosaal oder 360°-Videos) und die Audiofähigkeiten testen.

Accessoire ermittelt Verzögerung

Neben der Software haben Basemark und Crytek mit dem VRScore Trek auch ein Messinstrument zur Ermittlung der Verzögerung zwischen der Bildausgabe auf Basis von Fototransistoren vorgestellt. Auch doppelte oder ausgelassene Frames sollen sich so ermitteln lassen. Dafür übermittelt das Accessoire von je Linse der VR-Brille erfasste Impulse über den Mikrofoneingang an den PC beziehungsweise den Benchmark.

Szene aus dem VRScore-Benchmark
Szene aus dem VRScore-Benchmark
Szene aus dem VRScore-Benchmark
Szene aus dem VRScore-Benchmark (Bild: BaseMark)

Mit Ankündigung zur GDC steht der neue Benchmark vorerst allerdings nur Unternehmen als Early-Access-Titel zur Verfügung, die Version für Endkunden wird erst zwei Monate nach Auslieferung von Oculus Rift und HTC Vive im Juni 2016 bereitstehen.

Von Futuremark existiert seit Ende Dezember 2015 eine Vorschau auf den konkurrierenden VRMark, der bisher allerdings kein Ergebnis liefert. Einen endgültigen Veröffentlichungstermin gibt es für diesen Benchmark noch nicht.

VR-Benchmarks nicht blind vertrauen

ComputerBase hat bereits seit zweieinhalb Wochen eine HTC Vive Pre in der Redaktion und am vergangenen Montag erste handfeste Leistungsmessungen zu den Leistungsanforderungen in echten VR-Spielen veröffentlicht. Zwei Erkenntnisse waren dabei wesentlich: Die Hardwareanforderungen der VR-Spiele variieren stark und es kommt auf Spiel und Spieler an, ob das Spielgefühl darunter leidet, wenn der eigene Rechner kurzfristig nicht die erforderlichen 90 Bilder pro Sekunde liefern kann. Damit haben es generische Benchmarks bei VR noch schwerer als klassische Programme in der Vergangenheit, aussagekräftige Ergebnisse zu liefern.

VRScore Trek mit Fototransistoren
VRScore Trek mit Fototransistoren (Bild: BaseMark)