3/5 Gigabyte Brix mit Skylake im Test : Sehr guter Technik steht das BIOS im Weg

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Testergebnisse

Bei der Leistungsmessung greift ComputerBase für den neuen Gigabyte Brix auf den angestammten Parcours zurück, so dass sich der kleine PC in Relation zu den bisher getesteten Vertretern setzen lässt. Bei der Betrachtung der Ergebnisse muss jedoch beachtet werden, dass die Preisspanne der einzelnen PCs von 100 bis über 800 Euro reicht.

Das getestete Gigabyte Brix ist in Orange dargestellt, sein Vorgänger in Hellorange. Andere Kleinst-PCs mit Prozessor von Intel sind blau, Modelle mit Prozessor von AMD grün.

Benchmarks in Full HD

Die reine Prozessorleistung legt wie erwartet etwas zu. Gegenüber dem Core i5-5200U, der 100 bis 200 MHz geringere Taktraten hatte, sind die Zuwächse mitunter aber bereits beachtlich, weil Skylake auch neue Instruktionen beherrscht. Bei der Grafikleistung gibt es einen noch größeren Satz. Gegenüber dem Asus VivoMini legt der Brix aber ebenfalls zu, da er mit einer leicht gesteigerten Frequenzen arbeitet. Hier hat Gigabyte am BIOS Optimierungen vorgenommen, die innerhalb der von Intel abgesegneten Spezifikationen liegen, und via configTDP den Basistakt von 2,3 auf 2,4 GHz angehoben.

Intel Core i5-6200U im Brix nie unter 2.400 MHz
Intel Core i5-6200U im Brix nie unter 2.400 MHz

Die Leistung in Spielen wird von Jahr zu Jahr besser. Je nach Spiel und Anforderung ist selbst die integrierte Intel-Grafik für Full HD mit hohen Details nutzbar. Spätestens aber bei der Verringerung der Details und dem Verzicht auf qualitätssteigernde Mittel kann im Jahre 2016 auch mit der Intel-Grafiklösung abseits der AAA-Titel problemlos gespielt werden.

Videos in 4K, HEVC (H.265) und Streaming

Die Wiedergabe von Full- oder Ultra-HD-Videos von der zum Test verbauten SSD ist für alle Mini-PCs heutzutage keine Hürde mehr. Die Leistungsaufnahme liegt bei Full-HD-Videos bei rund 13 Watt, bei 4K-Videos sind es mit 14 Watt minimal mehr.

HEVC/H.265 in der 4K-Wiedergabe

Die Wiedergabe von in HEVC/H.265 codierten Ultra-HD-Videos ist selbst für teure Prozessoren noch eine Herausforderung. Für den Test wird der Media Player Classic Home Cinema in Version 1.7.8 genutzt, das Videomaterial stammt aus dem HEVC-Showcase von DivX – in der 4K-Variante von Sintel.

Die Skylake-Architektur ist die erste, die offiziell nahezu alle Multimedia-Features einschließlich HEVC unterstützt. Es gibt aber immer noch Ausnahmen wie HEVC 10bit, welches teilweise nur über Software unterstützt wird. Mit dem Refresh Kaby Lake später in diesem Jahr sollen weitere Features Einzug halten.

Skylake macht es möglich: HEVC ruckelfrei genießen

Auch der Gigabyte Brix schlägt sich nach dem Asus VivoMini UN65 in dieser Disziplin wacker und lässt die kleineren Broadwell-Vorgänger mit deutlichem Abstand hinter sich. Erst der schnellste und teure Core i7 mit Iris-Grafik bot die Leistung, die heute ein kleiner Core-i5-Prozessor mit Standard-Grafikeinheit bietet. In der Regel liegt die CPU-Last bei unter 30 Prozent, lediglich die Spitzenlast geht auf bis zu 40 Prozent, auf der anderen Seite fällt sie auch mal bis auf 20 Prozent ab. Die Leistungsaufnahme des gesamten PCs liegt im Durchschnitt bei 24 Watt.

Streaming mit Watchever

Der Streaming-Test über den deutschen Anbieter Watchever erfolgt in Form von zwei Serienfolgen, eine ältere in SD-Qualität und im 4:3-Format (Scrubs) und eine neue HD-Serie in 16:9 (Clone Wars).

Die Wiedergabe klappt auch hier problemlos, die Leistungsaufnahme liegt bei der Wiedergabe von SD- und HD-Material bei 15 respektive 17 Watt. Sowohl die CPU-Last als auch die Leistungsaufnahme liegt damit durchweg im grünen Bereich.

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