5/5 Gigabyte Brix mit Skylake im Test : Sehr guter Technik steht das BIOS im Weg

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Fazit und Empfehlung

Während der Gigabyte Brix GB-BSi5A-6200 unter Windows dank neuem Skylake-Prozessor und hohen Taktraten eine souveräne und sehr leistungsstarke Vorstellung abliefert, hat das Modell bei der Betriebssystem-Alternative OpenELEC mit Problemen zu kämpfen. Die extrem eingeschränkten Möglichkeiten im BIOS gepaart mit der Oberfläche aus längst vergangenen Tagen machen es nicht nur für Laien unmöglich, daran aktuell etwas zu ändern.

Technisch auf der Höhe der Zeit

An der technischen Ausstattung des Brix GB-BSi5A-6200 gibt es hingegen nichts zu kritisieren. USB 3.1 über den neuen Stecker vom Typ C funktioniert einwandfrei, die weiteren Anschlüsse entsprechen dem aktuell gängigen Standard. Bei Gigabyte fehlt in diesem Modell jedoch ein Kartenleser und auch die Infrarot-Schnittstelle – den Kartenleser bieten andere Modelle der Serie, Infrarot hingegen nicht. Wer ihn will, muss zu ASRock, Intel oder Zotac greifen.

Gigabyte Brix GB-BSi5A-6200 zerlegt
Gigabyte Brix GB-BSi5A-6200 zerlegt

Die Leistung des Mini-PCs überzeugt auf ganzer Linie, der Core i5-6200U von Intel arbeitet im Brix immer mit 2,4 bis 2,8 GHz über alle vier Threads, sodass an der Stelle keine Problem auftreten. Auch die Grafikeinheit macht eine gute Figur, die erweiterte Hardwareunterstützung kommt dank der neuen Architektur vielen Anwendungen zugute.

Für einen Preis von aktuell 390 Euro aufwärts siedelt sich der Gigabyte Brix GB-BSi5A-6200 im preislichen Mittelfeld an. Dafür ist die Ausstattung mit echtem USB 3.1 (Gen2) mit 10 Gbit/s bisher noch sehr selten anzutreffen – die 15 Euro Aufpreis gegenüber der Standard-Variante ohne USB 3.1 und noch mit DDR3-Speicher sind es in jedem Fall wert.

Update 28.04.2016 11:47 Uhr  Forum »

Gigabyte hat die Ursache für das beschriebene Problem mit OpenELEC gefunden: Wird im BIOS in den erweiterten CPU-Einstellung die Unterstützung für die P-States deaktiviert, gelingen sowohl die Installation als auch das Booten des alternativen Betriebssystems. Dafür steigt der Verbrauch im Leerlauf auf 13 Watt an. Ein zukünftiges Update soll das Problem ohne diesen Umweg beheben.

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