4/5 MediaPad M2 10.0 im Test : Huaweis Medien-Tablet mit Rumble-Pak-Lautsprechern

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Kamera mit hoher Auflösung

Die Hauptkamera beim M2 verfügt über eine für Tablets unüblich hohe Auflösung von 13 Megapixeln und einen LED-Blitz. Videochats sind mit der Frontkamera in bis zu fünf Megapixeln möglich.

Generell liefert die Kamera gute und scharfe Bilder bis zu einer Auflösung von 4.160 × 3.120 Bildpunkten, welche jedoch ein erkennbares Bildrauschen aufweisen, sobald die Lichtverhältnisse den optimalen Bereich verlassen. Gemessen an der Qualität mancher Smartphone-Kamera fällt das M2 damit etwas zurück, für ein Tablet liefert es jedoch erstaunlich gute Bilder. Gleiches gilt für die Video-Funktion, welche Aufnahmen in bis zu 1.080p ermöglicht.

Die Kamera-Software bietet zudem viele von Smartphones bekannte Tools, wie unter anderem die Möglichkeit, aufgenommene Bilder mit diversen Filtern zu belegen. Eine Objektverfolgung soll dafür sorgen, dass auch sich bewegende Motive scharf aufgenommen werden, und eine Lächel-Funktion macht ein Bild, sobald ein Lächeln erkannt wird.

Eine Möglichkeit weitere Möglichkeit der hohen Auflösung ist in der Aufnahme von Dokumenten zur Archivierung oder Bearbeitung durch eine OCR-Software zu finden.

Huawei MediaPad M2 10.0 im Test – Kamera

Gute Zwei-Wege-Lautsprecher

Für eine bessere Audiowiedergabe hat Huawei das MediaPad M2 10.0 mit einem Klangsystem von Harman/Kardon ausgestattet. Dessen Besonderheit besteht aus den oben angebrachten Hochtönern und unten verbauten Basslautsprechern. Diese sind allerdings fest auf den Landscapemodus mit nach untem gerichteten Home-Button ausgelegt, eine automatische Ausrichtung je nach Verwendungsart wie beim iPad Pro findet nicht statt.

Vier Lautsprecher sollen für einen guten Klang sorgen
Vier Lautsprecher sollen für einen guten Klang sorgen

Auch wenn der tatsächliche Klang doch vom Werbeversprechen hörbar abweicht, ist ein Unterschied zu anderen Tablets ohne eine solche Anordnung der Lautsprecher deutlich wahrzunehmen. Der Klang ist satter und besitzt ein größeres Volumen, ein richtiger Tieftonbass fehlt dennoch. Ein Nachteil des Systems: Die tiefen Töne der unteren Lautsprecher sorgen für Vibrationen auf dem Tablet. Bei Rennspielen kann dies die Immersion erhöhen und erinnert an Nintendos Rumble Pak aus N64-Zeiten. Sofern der Nutzer bei Filmen das Tablet in der Hand halten muss, kann dies jedoch schnell als störend empfunden werden.

Dies einmal außer Acht gelassen liefert das MediaPad dank des guten Displays auch bei Filmen im wahrsten Sinne des Wortes ein gutes Bild ab. Die Prozessorleistung reicht aus, um im Standard H.264 kodierte Filme in allen gängigen Profilen und Levels bis hin zu FHD ruckelfrei abspielen zu können.

Erfreuliche Akkulaufzeiten

Durch den lediglich 6.600 mAh fassenden Akku vermag das MediaPad im Bereich der Akkulaufzeit keine Wunder zu vollbringen. Dazu kommt, dass der Nutzer aufgrund der älteren Android-Version auf die stromsparende Doze-Funktion von Android 6.0 verzichten muss. Normalerweise zieht das spürbare Unterschiede im Standby-Verbrauch nach sich. Anscheinend hat es Huawei aber verstanden, das System so auf die Hardware abzustimmen, dass im Standby zumindest im Auslieferungszustand auch ohne Verbrauchsoptimierung kaum Akkuleistung benötigt wird: Ein Abends mit 86 Prozent Restenergie zur Seite gelegtes MediaPad wies am nächsten Morgen den gleichen Füllstand auf. Auch die restliche Leistung liegt in einem guten Bereich: Bei der Videowiedergabe hielt das Tablet über 7,5 Stunden durch, in der Nutzungssimulation fiel die Betriebszeit mit fast acht Stunden noch einmal höher aus. Bei einem täglichen Mix aus Surfen, Lesen, Spielen und ein paar Videos schauen kommt der Nutzer mit dem MediaPad M2 10.0 somit ohne Probleme durch den Tag.

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