Personal : Intels Chefs der PC-, IoT- und Mobile-Sparte gehen

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Personal: Intels Chefs der PC-, IoT- und Mobile-Sparte gehen

Riesige Personal-Überraschung bei Intel: Sowohl der Chef der Client-Sparte Kirk Skaugen als auch Doug Davis, Verantwortlicher für das IoT-Geschäft, und Aicha Evans, in der Mobile-Sparte an der Spitze, werden den Konzern verlassen.

Aicha Evans, erst seit rund einem Jahr nach dem Abgang von Hermann Eul an der Spitze von Intels stetig im schweren Fahrwasser agierenden Mobile-Geschäft rund um Smartphones und Tablets, hat den Konzern laut Bloomberg auf eigenen Wunsch bereits zum Monatsanfang verlassen. Evans war seit 2006 bei Intel in diversen Positionen in der Mobile-Sparte beschäftigt.

Die Köpfe von zwei der größten Sparten gehen

Kirk Skaugen, seit 1992 bei Intel und in den letzten Jahren verantwortlich für die bis dato wichtigste Sparte von Intel, die PC Client Group, wird den Konzern ebenfalls verlassen. Intels CEO Brian Krzanich erklärte, dass Skaugen das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlasse. Skaugen war in Führungspositionen in diversen Bereichen bei Intel tätig, von der Data Center and Connected Systems Group über der PC Client Group bis hin zur Client Computing Group (CCG). Bereits zum Ende der Woche wird sein Posten an Navin Shenoy übertragen.

Seit 1984 bei Intel wird zum Ende des Jahres auch die Karriere von Doug Davis enden. Als Chef der Sparte rund um das Internet of Things blickt dieser auf eine 32-jährige Laufbahn zurück, die laut Intels offizieller Mitteilung mit dem Ruhestand endet.

Da „persönliche Ziele“ und „Ruhestand“ die Standard-Formulierungen in der Wirtschaft bei Personal-Geschichten sind, schießen die Spekulationen über die wirklichen Gründe ins Kraut. Der erst im November 2015 zu Intel gewechselte Venkata Renduchintala von Qualcomm, jetzt Präsident der Client and Internet of Things (IoT) Businesses and Systems Architecture Group wurde in eine Position direkt über Skaugen und Davis eingesetzt, die in der Hierarchie damit eine Stufe nach unten gerutscht sind. Beide Sparten kämpfen jedoch mit Problemen, während die Gewinne in der Client Group wegbrechen, kommt der IoT-Zug nicht richtig in Fahrt.