Plextor M7V SSD : TLC-Premiere im April verfügbar, Test folgt

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Plextor M7V SSD: TLC-Premiere im April verfügbar, Test folgt

Mit der SSD-Serie M7V bringt Plextor die neue Einstiegsklasse auf den Markt. Der Einsatz von TLC-NAND ist für den Hersteller eine Premiere. Dabei wird mit einer für diesen Speichertyp großen Zahl möglicher Schreibzyklen geworben. ComputerBase wird die SSD demnächst einem Test unterziehen.

Leistungswerte nach oben korrigiert

Die Plextor M7V war schon auf mehreren Messen zu Gast, zuletzt hatte Plextor auf Facebook weitere Details verraten. Mit der heutigen Presseaussendung ist die Vorstellung nun gänzlich offiziell. Die bisher publizierten Leistungsdaten wurden dabei überwiegend nach oben korrigiert. Sequenzielle Datentransfers sollen nun mit bis zu 560 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend erfolgen, zuvor war von 540 und 470 MB/s als Maximum die Rede. Auch die IOPS bei wahlfreien Zugriffen wurden im Datenblatt angepasst. Die bekannten technischen Daten sind der Tabelle am Ende der Meldung zu entnehmen.

Turbo-Cache benötigt wenig Speicherplatz

Wie bei den meisten SSDs mit TLC-NAND-Flash verwendet auch Plextor einen Zwischenspeicher zur Beschleunigung. Der Hersteller nennt die Technik PlexNitro, verrät aber noch keine Details. Bei anderen Herstellern wird ein Teil des Reservespeichers im schnelleren SLC-Modus betrieben, um die SSD mit potentiell langsamen TLC-Flash zu beschleunigen. Ein ähnliches Vorgehen ist bei PlexNitro denkbar, zumal Konzernmutter Lite-On einen solchen SLC-Cache bereits für die SSD-Serie CV2 angekündigt hat, die als Vorlage für die M7V anzusehen ist. Plextor rühmt sich damit, dass die eigene Lösung die nutzbare Speicherkapazität nicht verringert. Während andere Hersteller ihre TLC-Modelle beispielsweise mit 120 GByte anbieten, liefert die M7V die vollen 128 GByte.

Plextor M7V SSD
Plextor M7V SSD (Bild: Plextor)

Exklusive Firmware und LDPC sollen Haltbarkeit steigern

Ein weiterer Punkt, in dem sich Plextor von der Konkurrenz absetzen will, sind die Angaben zur Haltbarkeit. Plextor nennt „bis zu 2.000 P/E-Zyklen“, während bisher für TLC-Flash Werte von 1.000 oder weniger üblich waren. Unterstrichen wird dies mit vergleichsweise hohen Haltbarkeitsgarantien von 80 bis 320 TByte Total Bytes Written (TBW). Dabei sollen die spezielle Firmware für den 88SS1074-Controller von Marvell sowie die LDPC-Fehlerkorrektur helfen. Der NAND-Flash stammt von Toshiba und gehört zur aktuellen 15-nm-Generation mit zweidimensionaler Struktur.

Preise unbekannt, Test in Kürze auf ComputerBase

Die Plextor M7V soll als 2,5-Zoll- und M.2-Variante mit Kapazitäten von 128, 256 oder 512 GByte noch im April erhältlich sein. Preisempfehlung sprach Plextor auch auf Nachfrage nicht aus. Aufgrund der Ausstattung und dem Versprechen einer Einstiegs-SSD mit „bestem Preis-/Leistungsverhältnis“ sind Preise von weniger als 30 Cent pro Gigabyte wahrscheinlich.

Die SSD ist gerade in der Redaktion eingetroffen, sodass demnächst ein Test der Plextor M7V auf ComputerBase erscheinen wird.

Plextor M7V (2,5") Plextor M7V (M.2)
Controller: Marvell 88SS1074, 4 NAND-Channel Marvell 88SS1074
DRAM-Cache:
256 MB DDR3
Variante
512 MB DDR3
Variante
768 MB DDR3
256 MB DDR3
Variante
512 MB DDR3
Variante
1.024 MB DDR3
Speicherkapazität: 128 / 256 / 512 GB
Speicherchips: Toshiba 15 nm Toggle DDR 2.0 TLC NAND, 128 Gbit
Formfaktor: 2,5 Zoll (7 mm) M.2 (80 mm)
Interface: SATA 6 Gb/s
seq. Lesen: 560 MB/s
seq. Schreiben:
500 MB/s
Variante
530 MB/s
4K Random Read:
97.000 IOPS
Variante
98.000 IOPS
4K Random Write:
51.000 IOPS
Variante
84.000 IOPS
Leistungsaufnahme Aktivität (typ.): ?
Leistungsaufnahme Aktivität (max.): ?
Leistungsaufnahme Leerlauf: ?
Leistungsaufnahme DevSleep: kein DevSleep ?
Leistungsaufnahme L1.2: kein L1.2
Funktionen: AHCI, NCQ, TRIM, SMART, Garbage Collection
Verschlüsselung:
Total Bytes Written (TBW):
80,00 Terabyte
Variante
160,00 Terabyte
Variante
320,00 Terabyte
Garantie: 3 Jahre
Preis: ab 55 € / ab 81 € / ab 155 €
Preis je GB: € 0,42 / € 0,31 / € 0,30