5/6 Samsung 850 Evo V2 im Test : 48-Layer-V-NAND macht die Empfehlung noch eindeutiger

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Detailbetrachtungen

Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Samsung 850 Evo V2 500 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 516,1 516,4 515,71 0 %
Sequenzielles Schreiben 498,89 500,47 498,43 0 %
4K Lesen 45,66 45,1 45,19 -1 %
4K Schreiben 113,99 111,19 111,16 -2 %
4K 64Thrd Lesen 374,32 375,14 374,65 0 %
4K 64Thrd Schreiben 315,61 284,89 287,41 -9 %
Werte in MB/s
AS SSD – Samsung 850 Evo V2 250 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 515,81 515,22 513,4 0 %
Sequenzielles Schreiben 497,51 499,05 484,96 -3 %
4K Lesen 44,28 44,76 44,77 +1 %
4K Schreiben 113,14 109,94 110,49 -2 %
4K 64Thrd Lesen 374,43 371,79 372,25 -1 %
4K 64Thrd Schreiben 288,56 264,58 262,49 -9 %
Werte in MB/s

Wie auch schon bei der ersten Generation sind den Messungen zufolge selbst nach extremer Last und bei hohem Füllstand keine spürbaren Leistungseinbußen zu befürchten.

Leistungsbeständigkeit

Stellvertretend für die neue Generation musste sich das 500-GB-Modell im langwierigen Consistency Test des PCMark 8 behaupten. Nach rund 17 Stunden stand das Resultat fest: In sämtlichen Phasen mit hoher Belastung liefert die neue Generation eine höhere Transferrate. In den abschließenden Erholungsphasen, die mit niedriger Last eher eine Normalnutzung repräsentieren, schnitt jedoch der Vorgänger besser ab. Dennoch ist das Resultat für ein SATA-Modell der Mittelklasse sehr gut.

Kurzzeitig für die SATA-Klasse sehr hohe, danach deutlich niedrigere, aber konstante IOPS liefert auch die neue 850 Evo. Hier fehlen Vergleichswerte zu älteren Modellen gleicher Kapazität. Die Speicherkapazität spielt bei diesem Test eine wichtige Rolle, denn je mehr Speicher und Reservespeicher (Spare Area) zur Verfügung steht, desto besser lassen sich die zahlreichen Schreibzugriffe verwalten. Modelle mit größerer Spare Area – zum Beispiel ein Modell mit 480 GByte statt 512 GByte – sind potentiell im Vorteil. Eine weitere Erhöhung des Reservespeichers, oft als Over-Provisioning bezeichnet, kann das IOPS-Niveau der SSD anheben.

Im normalen Alltagseinsatz spielt dieses Szenario keine Rolle, da eine solche Befehlslast nur bei anspruchsvollen Anwendungen im Bereich Server und Virtualisierung auftreten kann.

Ratings

Die Zusammenfassung der Testergebnisse zeigt, dass die neue Generation der Samsung 850 Evo im Schnitt die gleiche Leistung wie der Vorgänger liefert. Nur in wenigen Tests sind die SSDs mit neuem Speicher schneller. Schon die erste Generation gehörte zu den schnellsten SATA-SSDs im Testfeld, was somit auch für die Neuauflage gilt.

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