Linux : Fedora 24 Beta erscheint mit Gnome 3.20

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Linux: Fedora 24 Beta erscheint mit Gnome 3.20
Bild: Javier Gabriel (CC BY 2.0)

Mit von Fedora gewohnter Verspätung erschien jetzt die Beta-Version zu Fedora 24. Die stabile Version soll am 14. Juni erscheinen. Fedora veröffentlicht, wie auch Debian, erst dann, wenn die Entwickler mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Fedora als Community-Distribution von Red Hat veröffentlicht seit einigen Ausgaben drei Varianten seiner Distribution, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Für den Desktop und somit für die meisten Anwender ist die Workstation-Edition gedacht. Daneben werden separate Editionen für Server und Cloud angeboten. Zudem werden von der Workstation-Edition mehrere Spins mit abweichenden Desktopumgebungen veröffentlicht.

Für Fedora 24 gab es wichtige Aktualisierungen am Kern der Distribution, die allen Editionen zugrunde liegt. So wurde die GNU-C-Bibliothek auf glibc 2.23 angehoben, während für die noch recht neue Version 6 der GNU Compiler Collection GCC sämtliche Pakete der Distribution neu gebaut wurden. Bei Fedora 23 wurden lediglich die wichtigen Kernpakete neu erstellt.

GTK-Apps mit Darstellungsproblemen

Traditionell wird bei Fedora Gnome als Standard-Desktop verwendet. So wird die Beta zu Fedora 24 mit der neuesten Version 3.20 des Gnome-Desktops ausgeliefert. Hier ist derzeit noch mit Problemen bei der Darstellung bestimmter Applikationen wie Firefox zu rechnen, die das CSS-Theming von GTK+ 3.20 nutzen. Näheres dazu kann bei Reddit nachgelesen werden. Das Problem ist eine derzeit noch instabile Theming-API von GTK+ 3.20.

Wayland ist bei Fedora 24 wieder als alternative Sitzung vertreten. Die Entwickler hoffen, dass sich die jetzige Version im Feedback der Anwender als gleichwertig mit X11 herausstellt. Dann könnte Fedora 25 mit Wayland als Standard ausgeliefert werden.

Server und Cloud

Bei der Server-Edition von Fedora 24 wurde der Installer verschlankt und nicht zwingend benötigte Pakete aus der Paketliste entfernt. Als Neuerung befindet sich mit FreeIPA 4.3 die aktuelle Version des Identifikationsmanagement-Werkzeugs Free Identity Policy Audit in der Server-Edition, das in Domain Controller Role zur Anwendung kommt.

Die Cloud-Variante wartet mit OpenShift Origin als Neuerung auf. Hier sind Docker und Kubernetes so zusammengefasst, das Entwickler einen schnellen Einstieg in das Erstellen von Applikationen in Containern und deren Orchestrierung erhalten.

Als Spins stehen derzeit KDE Plasma, LXDE, Mate-Compiz und Cinnamon zur Verfügung; Xfce und Sugar on a Stick (SoaS) sollen zur Veröffentlichung der finalen Version von Fedora 24 bereitstehen, die für den 14. Juni angesetzt ist. Die Downloads der Beta-Version stehen auf den Downloadseiten des Projekts bereit.