Siri-Lautsprecher : Apple entwickelt Google-Home-Rivalen und Siri-SDK

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Siri-Lautsprecher: Apple entwickelt Google-Home-Rivalen und Siri-SDK
Bild: Sean MacEntee (CC BY 2.0)

Apple plant ein Konkurrenzprodukt für sprachgesteuerte Lautsprecher wie Amazon Echo und Google Home, so ein Bericht. Das Gerät soll per Sprachassistent Siri steuerbar sein und HomeKit unterstützen. Zudem sei zur Entwicklermesse WWDC ein Siri-SDK geplant, mit dem sich Drittanbieter-Dienste in Siri integrieren lassen.

Funktionen von Apples Siri-Lautsprecher

Apples Siri-Lautsprecher soll als Funktionen, ähnlich wie die Konkurrenz, unter anderem das Abspielen von Musik, Vorlesen von Nachrichten und allerlei sprachgesteuerte Alltagsaufgaben erhalten. Das integrierte Mikrofon wartet jederzeit auf Sprachbefehle des Nutzers, der etwa nach dem Wetter fragen, To-dos erstellen und Termine in den Kalender eintragen kann. Die Siri-Box erinnert den Nutzer dann per Sprachausgabe, wenn Termine oder Aufgaben anstehen. Außer der Siri-Unterstützung soll Apples sprachgesteuerter Wohnzimmer-Lautsprecher auch eine Schnittstelle für HomeKit, den hauseigenen Heimautomatisierungsdienst, bereithalten und so HomeKit-kompatible Geräte steuern können. Es ist noch nicht sicher, ob Apple den Lautsprecher bereits zur WWDC präsentiert oder die Entwicklung noch mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Siri-SDK für Entwickler auf der WWDC

Dass Apples Sprachassistent Siri auf der in wenigen Wochen stattfindenden WWDC höchstwahrscheinlich eine zentrale Rolle spielen wird, deutete sich in den letzten Monaten bereits an. Laut Bericht geht es dort aber nicht nur um die Siri-Portierung auf Macs, sondern auch um die Möglichkeit für Drittanbieter, eigene Apps und Dienste via SDK (Software Development Kit) mit Apples Sprachassistent zusammenarbeiten zu lassen.

Zwar unterstützt Siri schon jetzt einige Drittanbieter-Lösungen wie OpenTable und Yelp. Allerdings sind es nur einige wenige von Apple handverlesene Dienste, die bislang Zugang zum Sprachassistenten bekommen. Eine Siri-Programmierschnittstelle würde dagegen allen Drittanbieter-Entwicklern die Chance geben, ihre Apps und Dienste mit Siri-Sprachbefehlen auszustatten. iPhone-Anwender etwa könnten so bestimmte Funktionen einer iOS-App direkt via Sprachbefehl auslösen, ohne die jeweilige Anwendung zuvor starten zu müssen.

Ob das Siri-SDK für alle Plattformen erscheint, die Apples Sprachassistent unterstützen, ist nicht bekannt. Siri läuft aktuell auf iOS-Geräten, der Apple Watch und dem Apple TV 4. Apple wird das Siri-Angebot auf der WWDC höchstwahrscheinlich auf das für Herbst erwartete OS X 10.12 (Codename „Fuji“) ausweiten.