3/7 Toshiba OCZ RD400 im Test : Mit schneller NVMe-SSD zum neuen Image

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Iometer

Bei drei ausstehenden Befehlen (Queue Depth 3) werden die Herstellerangaben nicht erreicht. Von den 2.600 MB/s beim sequenziellen Lesen ist die RD400 mit rund 1.750 MB/s weit entfernt. Doch ist dies nicht ungewöhnlich, lagen doch auch die Intel SSD 750 und die Zotac Sonix in dieser Disziplin weit hinter den Herstellerangaben. Auch Samsungs NVMe-SSDs kommen nicht an die Werte im Datenblatt heran.

Die Ursache liegt darin, dass erst bei einer gewissen Anzahl ausstehender Befehle die maximale Leistung abgerufen wird, wie im zweiten Diagramm zu sehen ist. Normalanwender erreichen aber selten eine höhere Befehlswarteschlange, weshalb für Client-SSDs eine hohe Leistung bereits bei einer Queue Depth unter 4 wünschenswert wäre. Hier bieten Samsungs 950 Pro und SM951 noch die beste Leistung mit rund 2.000 MB/s.

Erst ab einer Queue Depth von vier nähert sich die Leserate der Toshiba OCZ RD400 der Marke von 2.000 MB/s. Bei QD8 und QD16 sind es bereits knapp 2.500 MB/s bis schließlich bei 32 ausstehenden Befehlen 2.675 MB/s erreicht werden und die Herstellerangabe sogar überboten wird. Die Schreibrate zeigt sich hingegen weitgehend unabhängig von der Befehlstiefe und liegt stets im Bereich von 1.200 MB/s. Die versprochenen 1.600 MB/s werden vom M.2-Modul aufgrund zu hoher Temperaturen nicht erreicht. Mit dem Adapter steigt die Schreibrate aber auf über 1.400 MB/s – ein neuer Spitzenwert im Testfeld.

AS SSD

Im AS SSD Benchmark zeigt sich ein anderes Bild und die RD400 liefert mit 2.000 MB/s eine höhere sequenzielle Leserate ab. Die Schreibrate liegt mit nur 931 MB/s aber weit unter den Erwartungen. Bei den Messungen traten Schwankungen auf: Im Bestfall wurden schreibend 970 MB/s gemessen, im schlechtesten Fall waren es nur 880 MB/s. Mit dem Adapter wurden hingegen stets mehr als 1.000 MB/s ermittelt.

Beim zufälligen 4K-Transfer bewegt sich die RD400 lesend im Mittelfeld der PCIe-SSDs, schreibend wird bei 64 Threads der dritthöchste Durchsatz erzielt.

PCMark 8

Mit rund 580 MB/s liefert die Toshiba OCZ RD400 eine hohe Durchsatzrate und muss sich nur den NVMe-SSDs von Samsung geschlagen geben. Der Rückstand zum Spitzenreiter in Form der Samsung 950 Pro 512 GB beträgt 16 Prozent. Dafür liegt die RD400 16 Prozent vor der Intel SSD 750 und 28 Prozent vor der Zotac Sonix. Die schnellste SATA-SSD schaffte gerade einmal knapp 320 MB/s.

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