X99A XPower Gaming Titanium : MSI verpackt auch Broadwell-E und Haswell-E in Titan

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X99A XPower Gaming Titanium: MSI verpackt auch Broadwell-E und Haswell-E in Titan
Bild: MSI

Die vor wenigen Tagen durchgesickerten Informationen zum erwarteten Broadwell-E-Mainboard mit X99-Chipsatz für die Titanium-Serie, sind von MSI nun mit weitreichenden Spezifikationen und Bildern offiziell bestätigt worden. Darüber hinaus erscheint das bereits länger angebotene Z170A MPower Gaming Titanium in einer Neuauflage.

Optisches Feintuning für die neue Generation

Mit der anstehenden neuen Generation der Titanium-Serie im Metallic-Look hat MSI auch die Optik der Mainboards überarbeitet. Im Vergleich zur ersten Generation, die lediglich mit Z170-Chipsatz für die Skylake-Generation veröffentlicht wurde, sind die Kühlkörper für Spannungswandler und Chipsatz sowie die Blende für die Anschlüsse des I/O-Panels anders gestaltet worden.

Acht DIMM-Slots mit DDR4-Boost-Abschirmung

Das mit dem X99-Chipsatz bestückte X99A XPower Gaming Titanium tritt mit einer üppigen Ausstattung in der gehobenen Ausstattungs- und Preisklasse an. Im EATX-Formfaktor konzipiert, sind rund um den für weitreichende Übertaktungsvorhaben ausgerichteten OC-Sockel LGA2011-3 mit 2.036-Pins acht Speicherbänke verlötet, die im Quad-Channel-Modus DDR4-DIMMs bis zu einer Geschwindigkeit von 3.466 MHz offiziell unterstützen. Eine Kompatibilität zu 16-GB-Modulen, die im Vollausbau eine Kapazität von maximal 128-GByte-RAM darstellt, wird garantiert. Darüber hinaus soll über die zusätzliche DDR4-Boost-Abschirmung der RAM-Slots ein besonders stabiler Betrieb auch beim Übertakten gewährleistet sein. In vier PCIe-3.0-x16-Steckplätzen, die in der Titanium-Familie bekanntermaßen gegen mechanische Einflüsse verstärkt ausgeführt sind, lassen sich Multi-GPU-Gespanne als SLI- oder CrossFire-Aufbau mit bis zu vier Grafikkarten realisieren. Ein PCIe-x1-Steckplatz ist ebenfalls vorhanden.

Mit U.2-Steckplatz und USB 3.1 über Typ-C-Buchse

Für moderne Speichermedien bietet das X99A XPower Gaming Titanium je eine M.2-Aufnahme und U.2-Buchsen mit bis zu 32 Gbit/s für PCIe-SSDs. Das NVMe-Protokoll wird unterstützt.

MSI X99A XPower Gaming Titanium
MSI X99A XPower Gaming Titanium (Bild: MSI)

Darüber hinaus wird neben zehn klassischen SATA-Anschlüssen auch ein SATA-Express-Port geboten. USB 3.1 der zweiten Generation mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s ist über je eine Typ-C- und Typ-A-Buchse am I/O-Panel realisiert. Ein interner Typ-C-Anschluss für die Gehäusefront befindet sich auf Höhe des ATX-Hauptanschlusses – ein Feature das MSI beim X99A Gaming Pro Carbon erstmals eingeführt hatte. Zudem arbeiten auch die daneben liegenden Pin-Header laut MSI mit USB 3.1 Gen2.

Für Netzwerke steht neben einem klassischen Gigabit-Netzwerkanschluss, der über einen NIC von Intel realisiert ist (Intel i218-V) auch ein vorinstalliertes WLAN-Modul mit ac-Funktionalität (Intel 8260) bereit. Bei der Audiolösung wird auch beim X99A XPower Gaming Titanium auf den aus der Titanium-Familie bekannten 8-Kanal-Sound mit Nahimic Audio Enhancer Technology zurückgegriffen.

Einfaches Overclocking mit OC-Dashboard und BIOS-Flashback+

Neben der von diversen anderen OC-Mainboards bekannten Dual-BIOS-Umsetzung will MSI beim X99A XPower Gaming Titanium mit „OC-Dashboard“ und „BIOS-Flashback+“ zwei Funktionen bieten, durch die ein komfortableres Erlebnis beim Übertakten erreicht werden soll. Erstgenanntes Feature erlaubt die Kontrolle und Einstellung aller wichtigen OC-Werte wie Multiplikator- und Takteinstellungen; Letztgenanntes ermöglicht ein schnelles Wechseln der OC-Profile (auch ohne installierte CPU) beispielsweise beim Umbau des Setups.

Z170A MPower Gaming Titanium mit überarbeitetem PCB

Das Z170A MPower Gaming Titanium basiert als Refresh-Modell technisch grundlegend auf dem Vorgänger Z170A XPower Gaming Titanium Edition, wurde aber hinsichtlich der Gestaltung des PCBs und der Ausstattung angepasst.

MSI Z170A MPower Gaming Titanium
MSI Z170A MPower Gaming Titanium (Bild: MSI)

So fällt die Anordnung des OC-Tasters und der Debug-LED anders aus. Einer der PCIe-x16-Slots wurde wie auch die SATA-Express-Anschlüsse gestrichen. Stattdessen können nun über die U.2-Schnittstelle schnellere PCIe-SSDs mit NVMe-Unterstützung angeschlossen werden. Ein HDMI-Port fiel der Produktpflege ebenfalls zum Opfer. Darüber hinaus wurde laut den veröffentlichten Spezifikationen der DisplayPort gegen einen DVI-Ausgang getauscht. Des Weiteren wird nun auch beim Gaming-Ableger der Titanium-Serie mit Z170-Chipsatz USB 3.1 über den Typ-C-Stecker mit bis zu 10 Gbit/s geboten, der in der Vorgänger-Generation noch fehlte. Ein USB-3.1-Anschluss der zweiten Generation (10 Gbit/s) mit Typ-A-Buchse ist nun ebenfalls am I/O-Panel vorzufinden. In den neben dem LGA1151-Sockel angeordneten vier DDR4-DIMM-Slots wird in der Neuauflage des Skylake-Unterbaus zusätzlich nun Arbeitsspeicher bis zu einer Taktung von 3.866 MHz unterstützt.

Preise und Termine

MSI plant das X99A XPower Gaming Titanium ab Juli zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 429 Euro in den Handel zu bringen. Zeitgleich wird auch der Marktstart des Z170A MPower Gaming Titanium anvisiert, das zur Einführung ein offizielles Preisschild von 249 Euro trägt. Das MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition wird aktuell ab 283 Euro noch im Handel angeboten.