Adata-SSDs : SF3514, Maxiotek-Controller und 3D-NAND überall

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Adata-SSDs: SF3514, Maxiotek-Controller und 3D-NAND überall

Allmählich stellen die Drittanbieter ihre SSDs auf 3D-NAND um. Adata zeigt auf der Computex gleich mehrere Serien mit 3D-NAND. Die SX8000NP bedient mit PCIe 3.0 x4 und NVMe die obere Leistungsklasse. Die SU800 ist mit SATA-Anschluss und bis zu 2 TByte 3D-TLC-NAND für den Mainstream-Bereich gedacht. Zudem zeigt sich der SF3514.

SX8000NP mit 3D-MLC-NAND und NVMe

Die Adata SX8000NP liegt als M.2-Modul sowie als 2,5-Zoll-Version mit U.2-Anschluss vor und verwendet 3D-MLC-NAND mit zwei Bit pro Zelle. Maximal sollen 2 TByte Speicherplatz geboten werden, auch im M.2-Format. Von welchem Hersteller der Flash-Speicher stammt, bleibt zunächst unter Aufklebern verborgen. Ein Typenschild nennt darüber hinaus eine AES-Verschlüsselung auf Hardware-Ebene mit bis zu 256 Bit.

Mit dem SM2260 von Silicon Motion wird der gleiche Controller wie bei der Ballistix TX3 von Micron eingesetzt, LDPC-Fehlerkorrektur inklusive. Screenshots des CrystalDiskMark bescheinigen der M.2-Version mit 500 GByte knapp 2.400 MB/s beim Lesen, aber deutlich geringere 500 MB/s beim Schreiben. Das U.2-Modell mit 1 TByte bringt es auf eine höhere Schreibrate von 800 MB/s, aber nur etwas mehr als 1.900 MB/s beim Lesen.

Adata SU800 mit 3D-TLC-NAND und SATA

Bei der SU800 kombiniert Adata den SM2258-Controller mit 3D-TLC-NAND (3 Bit) im 2,5-Zoll-Gehäuse. Die SATA-SSDs liefern typische Transferraten von 560 MB/s beim Lesen und 510 MB/s beim Schreiben. Bei der Schreibrate hilft ein SLC-Cache dem TLC-Speicher auf die Sprünge. LDPC unterstützt der Controller ebenfalls. Die maximale Speicherkapazität beträgt 2 TByte. In diesem Fall sind die Speicherchips einer Vorführplatine beschriftet: Es handelt sich um Microns 3D-TLC-NAND mit 384 Gigabit pro Die.

Ein alter Bekannter

Ein alter Bekannter aus dem Vorjahr ist die Enterprise-SSD Adata SR1020, die nun als SR1020SP im Format 2,5 Zoll/U.2 mit bis zu 2 TByte und als SR1020NP in M.2-Bauweise mit bis zu 1 TByte angekündigt wird. Beide sind mit Marvells Eldora-Controller (88SS1093) bestückt und sollen über PCIe 3.0 x4 hohe Transferraten von bis zu 2.900 MB/s beim Lesen und 1.300 MB/s beim Schreiben erreichen. Die Typenschilder sprechen sowohl von 3D-NAND als auch von planarem MLC-NAND.

Adata SR1020SP (U.2) und Adata SR1020NP (M.2)
Adata SR1020SP (U.2) und Adata SR1020NP (M.2)
Adata SR1020 im CrystalDiskMark
Adata SR1020 im CrystalDiskMark (Bild: The SSD Review)

Als Hinweis auf die Leistung gibt es ebenfalls Screenshots zu sehen: Im Vergleich zur SX8000NP mit SM2260 schneidet die SR1020 mit Marvell-Chip in beiden Varianten deutlich besser ab. Beim sequenziellen Lesen herrscht mit 2.400 MB/s zwar nahezu Gleichstand, doch beim zufälligen 4K-Lesen werden über 40 MB/s statt rund 25 MB/s erreicht. Auch die Schreibraten fallen durchweg höher aus. Allerdings lassen sich die Resultate aufgrund unterschiedlicher Testbedingungen nicht direkt miteinander vergleichen.

SandForce SF3514 lässt sich blicken

Die Existenz der neuen Generation der SandForce-Controller wird auf Messen immer wieder mit der Ausstellung von Prototypen belegt. Die einst eigenständige Controller-Schmiede wechselte mehrmals den Besitzer und gehört seit 2014 zu Seagate. Mit der SSD-Serie SR1030 kündigt Adata nun Enterprise-SSDs mit SF3514-Controller an, der mit SATA arbeitet. Kombiniert wird der Chip mit synchronem 3D- oder planarem MLC-NAND.

Adata SR1030 mit Seagate SF3514
Adata SR1030 mit Seagate SF3514 (Bild: The SSD Review)

DRAM-lose SU700 mit Maxiotek-Controller

Mit dem Maxiotek MK8115 verbaut Adata auf der SU700 einen Controller-Exoten. Laut The SSD Review handelt es sich dabei um einen JMicron-Chip unter anderem Namen. Mit SATA-Anschluss, 3D-TLC-NAND von Micron und ohne DRAM-Cache gehört die SU700 zur Einstiegsklasse und als HDD-Ersatz mit voraussichtlich niedrigem Preis.

Adata SU700 mit Maxiotek/JMicron-Controller
Adata SU700 mit Maxiotek/JMicron-Controller (Bild: The SSD Review)