2/2 Alienware : Aurora für VR, Windows 10 für die Steam Machine

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Kompakter Aurora trägt zwei 300-Watt-GPUs

Mitte Juli soll der Marktstart für das Redesign des Alienware-Aurora-Desktops erfolgen. Mit Ausstattungsvarianten, welche zwei High-End-Grafikkarten, bis zu 64 GB DDR4-2.400-Arbeitsspeicher und einen Intel Core i7-6700K mit Wasserkühlung umfassen, sei der kompakt gestaltete Desktop speziell für 4K-, 12K- und VR-Anwendungen entworfen worden. „Wir sind die einzigen, die sowohl mit HTC als auch Oculus bezüglich VR zusammenarbeiten“, erklärt Hendrik Berkhof. „VR wird sich in unseren Augen mehr und mehr etablieren, mit dem einfach aufzurüstenden Aurora als unser kompaktestes Dual-GPU-Gehäuse tragen wir dem Rechnung“.

Im Schnitt wiegt der neue Aurora 14 Kilogramm und mit Abmessungen von 472 × 361 × 212 Millimetern fällt das Gehäuse mit AlienFX-Beleuchtung (3 Zonen) erstaunlich kompakt aus. Durch ein vertikal positioniertes Netzteil und ein Mikro-ATX-Mainboard erreicht Alienware eine sehr enge Anordnung im Innenraum. Bei der Vorführung von VR-Anwendungen wie Egde of Nowhere mit der Oculus Rift agierte der Aurora-Desktop trotz SLI-Grafik erstaunlich leise.

Bewusst abgeschrägt für besseren Luftstrom außerhalb des Gehäuses
Bewusst abgeschrägt für besseren Luftstrom außerhalb des Gehäuses
Zwei 300W-Karten finden Platz im Aurora
Zwei 300W-Karten finden Platz im Aurora
Das Netzteil wird für Umbauten ausgefahren
Das Netzteil wird für Umbauten ausgefahren

Das Basis-Modell startet für 899 Euro mit einem Intel Core i3-6100, einer GeForce GTX 950 und einem 460-Watt-Netzteil, für stärkere Grafikkarten (R9 370, GTX 960 – 980 Ti, GTX 1070, 1080) und CPUs (i5-6400, i5-6600K, i7-6700, i7-6700K) ist optional ein 850-Watt-Netzteil erhältlich. Gegen Aufpreis verbaut Alienware eine eigens entworfene Wasserkühlung mit einem 140er-Radiator im oberen Gehäuseteil. Die Chassis-Decke zeigt ein Gefälle, wodurch der abgeleitete, erwärmte Luftstrom sich nicht zwischen Gehäuse und Schreibtisch sammelt, sondern schneller absinken soll. Im Innern können vier DIMM-Slots mit 8 bis 64 GB DDR4-2.133-RAM bestückt werden, auch übertakteter DDR4-2.400-RAM (HyperX Fury) mit 8 oder 16 GB Kapazität steht zur Auswahl.

Mit einem M.2-Slot (max. 1 TB SSD), je zwei 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Einbauschächten (bis 2 TB) können insgesamt fünf Laufwerke verbaut werden, als optionale optische Laufwerke dienen ein DVD-Brenner oder ein Blu-ray-Laufwerk. Nicht nur der Massenspeicher kann ohne Schrauben gewechselt werden, auch die Grafikkarten benötigen kein Werkzeug bei einem Austausch.

Broadwell-E für das Area-51-Raumschiff

Ebenfalls Mitte Juli wird es ein Refresh für den stärksten Alienware-Desktop Area-51 geben. Alienware will die vier Broadwell-E-CPUs bis hin zum Intel Core i7-6950X anbieten und auch für den Arbeitsspeicher den Schritt hin zu DDR4-2.400 gehen (bis zu 64 GB). Die Prozessoren werden von Alienware übertaktet und bereits in der Basis-Konfiguration mit Wasser gekühlt.

Das Pressematerial bezüglich des Area-51 führt bei den GPU-Optionen bisher nur Maxwell-Grafikkarten an, möglich sind maximal drei Titan X im SLI. Ob auch Pascal-GPUs zur Verfügung stehen werden und wenn nicht, warum, hat ComputerBase nachgefragt.

Ersteindruck: Solide Designs mit Perspektive

Alienwares Produkt-Portfolio musste sich keinen Benchmarks stellen, der ausgestellte Aurora-PC mit zwei GeForce-Grafikkarten hatte aber erwartungsgemäß keine Probleme mit dem Oculus-Headset und verspricht hohe Leistung trotz seiner kompakten Abmessungen. Das Gehäuse ist sehr offen gestaltet, so dass auch langsam drehende und damit leise Lüfter eine ausreichende Kühlung erreichen sollten – einen Staubfilter gibt es jedoch nicht. Das Innenleben ist leicht erreichbar, auch Ungeübte sollten einen Grafikkarten-Wechsel meistern.

Das Hardware-Upgrade und die Option für Windows 10 sollen der Alienware Alpha R2 zum Einsatz im Wohnzimmer verhelfen, für sich genommen geht dieser Teil der Strategie sicher auf. Der zweite Part, die langfristige Perspektive mit Möglichkeiten zum Aufrüsten dank Desktop-GPU im Grafikverstärker konnte noch nicht vorgeführt werden. Ein BIOS-Update will Dell nachliefern, die Lautstärke des externen Grafikverstärkers bleibt als Kritikpunkt ebenso wie der proprietäre Anschluss, der keine Notebooks oder PCs anderer Hersteller erlaubt.

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