3/6 Inno3D iChill GTX 1080 X3 im Test : Schneller, leiser und günstiger als die Founders Edition

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Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten seit Mai 2016 testet, welche Taktraten anliegen und welche Treiber installiert sind, lässt sich in dem neuen Benchmark-und-Methodik-Artikel nachlesen. Für diesen Test kommt eine verkürzte Version des Testparcours' zum Einsatz.

275 MHz mehr unter Last

Auch die GeForce GTX 1080 iChill X3 von Inno3D erreicht im Alltag spielend deutlich höhere Taktraten als die GeForce GTX 1080 Founders Edition. Nach 20 Minuten Last im geschlossenen Gehäuse sind es im Schnitt 1.942 MHz. Das sind 20 MHz weniger als die Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition erreicht, aber immer noch 275 MHz über dem Ergebnis der Founders Edition.

Bei 1.962 MHz ist ohne OC Schluss

Auffällig ist, dass die Variante von Inno3D in drei der fünf Spiele nach 20 Minuten nicht über die 1.962 MHz hinaus kommt, obwohl die offiziell bekannten Grenzen bei Temperatur und Leistungsaufnahme, wie sie per Software ausgelesen werden können, nicht erreicht worden sind. Die Asus Strix OC Edition hing hingegen in allen fünf Spielen im Power-Target.

Die tatsächlichen Taktraten im Fractal Design Define R5
Spiel (3.840 × 2.160) Takt nach 20 Minuten Takt nach 20 Minuten
(maximales PT/TT)
Anno 2205 1.873 MHz [PT] 1.911 MHz [PT]
Rainbow Six: Siege 1.962 MHz 1.962 MHz
Rise of the Tomb Raider 1.962 MHz 1.962 MHz
The Division 1.962 MHz 1.962 MHz
The Witcher 3 1.949 MHz [PT] 1.962 MHz
Durchschnittlicher Takt 1.942 MHz 1.952 MHz
Zum Vergleich
Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition 1.962 MHz 1.997 MHz
[PT] = Power-Target limitiert, [TT] = Temperature-Target limitiert

Noch offensichtlicher ist diese unsichtbare Hürde, werden Temperatur- und Power-Target angehoben. 13 Prozent (Asus 20 Prozent) mehr Leistungsaufnahme lässt Inno3D zu, was aufgrund der höheren Ausgangsbasis (230 zu 198 Watt bei 100 Prozent) in 260 Watt (Asus 238 Watt) resultiert.

Derart freigeschaltet, steigen die Taktraten in den bisher vom Power-Target limitierten Spielen weiter an. In The Witcher 3 werden jetzt ebenfalls 1.962 MHz erreicht, in Anno 2205 sind es 1.911 MHz bei erneut greifendem Power-Target. Die zuvor bereits bei 1.962 MHz operierenden Spiele verbleiben bei diesem Takt. Der durchschnittlich erzielte Zugewinn fällt mit 10 MHz damit extrem gering aus, bei Asus waren es immerhin 35 MHz. Das ist in Bezug auf die erzielte Geschwindigkeit irrelevant, wirft aber erneut die Frage auf, welche Mechanismen den GP104 an noch höheren Taktraten hindern.

Pascal tickt anders als Maxwell

Hinter vorgehaltener Hand heißt es, bei Pascal kämen mehr Einflussgrößen als die Leistungsaufnahme und die Temperatur zum Zuge, wenn es um die maximal erlaubten Taktraten geht. Die Ergebnisse beider bisher getesteten Partnerkarten deuten zweifelsohne darauf hin. Der Takt fällt bei beiden Karten, ohne dass das Power-Target erreicht ist, bereits bei unter 50 °C GPU-Takt.

Benchmarks in Ultra HD

Die im Vergleich zur Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition ohne Eingriff nur geringfügig niedrigeren GPU-Taktraten unter Dauerlast lassen die Inno3D iChill GeForce GTX 1080 X3 im Zusammenspiel mit dem leicht übertakteten Speicher in allen fünf getesteten Spielen reproduzierbar geringfügig schneller rechnen – mit im Schnitt einem Prozent Vorsprung sollte dieser Unterschied allerdings nicht kaufentscheidend sein.

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Performancerating – 3.840 × 2.160
Angaben in Prozent
    • Inno3D GeForce GTX 1080 iChill X3
      100,0
    • Asus GeForce GTX 1080 Strix OC
      98,8
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Max (8GB)
      93,2
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      86,5
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      81,1
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      68,6
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      66,6
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      64,4
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      61,6
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      58,7
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      57,4
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      56,2
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      56,0
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      53,5

In den einzelnen Spielen liegt der Vorsprung zwischen 0,5 und 1,5 Prozent – Schwankungen unterliegen der Messungenauigkeit, die Reihenfolge bleibt aber immer gleich.

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