2/5 Phanteks Eclipse P400S im Test : Schallschlucker mit Award für unter 80 Euro

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Schlichtes funktionales Äußeres

Eines hat das Eclipse P400S mit allen anderen PC-Gehäusen von Phanteks gemein: Es ist auf den ersten Blick sehr schlicht gestaltet, fasziniert beim genaueren Hinschauen aber mit weiteren kleinen, unscheinbaren Details. Beim P400S ist damit ein hinter der Front verstecktes LED-Band gemeint, welches den Midi-Tower indirekt illuminiert und so einen farblichen Akzent setzt.

Ansonsten präsentiert sich der einfarbige Tower sehr unscheinbar. Während die Seitenteile nach außen hin bis auf die Abziehhilfen ohne weitere Zusatzfunktion bleiben, ist an der Front lediglich eine Öffnung in Form von dicht beieinander liegenden Kunststofflamellen im oberen Bereich zu erkennen, wodurch die Frontlüfter Frischluft beziehen. 5,25"-Laufwerke finden im Phanteks Eclipse P400S keine Verwendungsmöglichkeit.

Am Heck wird ein 120-mm-Lüfter mitgeliefert, der sich dank Langlöchern nachträglich in der Höhe anpassen lässt. Abgesehen von sieben Erweiterungs-Slots und der rückwärtigen Aufnahme eines klassischen ATX-Netzteils kommt auch die Rückseite des Eclipse P400S ohne weitere besondere Merkmale aus.

Im Versatz zwischen Front und Topcover hat Phanteks drei kleine Druckknöpfe eingelassen, die der Einstellung der LED-Frontbeleuchtung und der Regulierung der dreistufigen Lüftersteuerung dienen. Der rechte Knopf entpuppt sich als Reset-Schalter für den Computer. Ein länglicher abgerundeter Startknopf ist hingegen im vorderen Bereich des Deckels eingelassen und wird im Betrieb am Rand weiß beleuchtet. Das restliche Panel setzt sich aus zwei USB-3.0-Anschlüssen und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Sound-Ein- und Mikrofonausgang zusammen.

Ähnlich wie beim Fractal Design Define R5 kommen auch beim Phanteks Eclipse P400S zwei Dämmplatten zum Einsatz, die im Gegensatz zum Define R5 über jeweils vier Magnete Halt am Topcover des Gehäuses finden. Wer einen oder zwei 120- oder 140-mm-Ventilatoren im Deckel verbauen möchte, muss diese Dämmungen entfernen, allerdings nicht auf Staubfilter verzichten. Phanteks legt hierfür zwei ebenfalls quadratische Mesh-Staubfilter bei, die alternativ angebracht werden können.

Mit einem leichten Ruck lässt sich die gesamte Frontpartie vom Stahlkorpus trennen. Das Innere des Covers ist mit schallabsorbierendem Material ausgekleidet und verfügt über feine Nylon-Staubfilter, die sich leicht entnehmen und reinigen lassen. Ein vorinstallierter 120-mm-Frontlüfter sorgt für die nötige Kühlung des Midi-Towers und kann durch ein weiteres Exemplar mit einer Rahmenbreite von 120 oder 140 mm ergänzt werden. Zwar ist auch ein dritter Ventilator dieser Größe realisierbar, hierzu muss jedoch zunächst ein Teil der Trennwand im Innenraum ausgebaut werden.

Im Boden des Eclipse P400S ist ein weiterer Nylon-Staubfilter zu finden, der sich nach hinten herausziehen lässt und ausschließlich als Schutz vor Staub im Netzteil dient. Über vier rechteckige Gummisohlen wird das Phanteks Eclipse P400S zusätzlich entkoppelt.

Sehr gut verarbeitet und ausreichend verwindungssteif

Die Verarbeitungsqualität des Phanteks Eclipse P400S ist sehr gut. Nirgendwo am Gehäuse finden sich ungleichmäßige Spaltmaße, sämtliche Materialübergänge sind bündig. Etwas enttäuschend ist jedoch die generelle Wandstärke von gerade einmal 0,8 mm. Zumindest den beiden Seitenteilen hätte etwas mehr Material wie bei anderen Gehäusen in dieser Preisklasse gutgetan, um die Verwindungssteifigkeit zu erhöhen.

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