3/4 Acer Switch Alpha 12 im Test : Sehr hohe Taktraten trotz passiver Kühlung

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IPS-Display im Format 3:2

Acer verbaut ein 12,0 Zoll großes Panel mit IPS-Technologie und einer Auflösung von 2.160 × 1.440 Pixeln – das Seitenverhältnis beträgt auch hier 3:2. Das ergibt eine Pixeldichte von 216 ppi, die auch Huawei MateBook und Samsung Galaxy TabPro S bieten. Microsoft kommt bei den 12,3 Zoll des Surface Pro 4 auf 267 ppi. Die Ausleuchtung des Displays bei maximaler Helligkeit ist homogen.

Gute Ausleuchtung des Display
Gute Ausleuchtung des Display

Bei der maximalen und der minimalen Helligkeit liegt das Acer Switch Alpha 12 hingegen nur am Ende des Testfeldes, der Kontrast fällt mit nur knapp über 700:1 vergleichsweise schlecht aus. Weil das Display aber über stabile Blickwinkel verfügt und kein Versatz zur Glasabdeckung zu sehen ist, überzeugt die Darstellung im Alltag trotzdem. Bei farbenfrohen Bildern und beim Arbeiten im Freien bieten andere Geräte trotzdem das bessere Bild.

Rechts ist dicker als links

Während die gegenüberliegenden Rahmen um das Display bei anderen Vertretern der Geräteklasse gleich breit sind, ist der rechte Rand beim Acer Switch Alpha 12 im Notebook-Modus dicker. Das hat im Alltag keinen Nachteil, fällt Betrachtern des eingeschalteten Gerätes aber immer wieder auf.

Die im Rahmen integrierten Stereolautsprecher sind nicht die Ursache für dieses Design: Sie sitzen links und rechts neben der Kamera am oberen Rand des Displays. Sie sorgen allerdings dafür, dass der das Display-Glas einfassende Rahmen an dieser Stelle etwas dicker ist. Beim Surface Pro 4 gibt es diese Abweichung vom Einheitsdesign an allen vier Kanten ebenfalls nicht.

Peripherie und Windows Hello

Jedes Acer Switch Alpha 12 kommt mit einer Anstecktastatur daher. Ihre Oberfläche, das längliche Touchpad und die Möglichkeit, sie leicht aufzustellen, erinnern an Microsofts Type Cover. Das bietet allerdings ein noch breiteres Touchpad und optional einen Fingerabdruckscanner – im Lieferumfang enthalten ist es bei Microsoft hingegen nicht. Im freien Handel fallen nochmals knapp 85 Euro an.

Genau andersherum verhält es sich mit dem Digitizer (Stift): Er ist bei Microsoft Teil des Lieferumfangs, bei Acer kostet er 35 Euro extra. Zum Test zur Verfügung stand er nicht, eine Bewertung fällt aus diesem Grund aus. Mit 256 zu 1.024 bietet er allerdings nur ein Viertel der Druckstufen von Microsofts aktuellem Surface Pen – und das ist für professionelle Zeichner durchaus entscheidend.

Die Tastatur von Acer ist etwas dicker und schwerer als die von Microsoft, der Tastenhub beträgt 1,4 mm. Im leicht angewinkelten Modus wackelt Acers dickere Tastatur noch weniger, das gefällt. In Sachen Tippgefühl und Tippgeräusch geben sich beide Varianten hingegen kaum etwas. Auch das Touchpad ist bei beiden präzise zu bedienen, die Version von Microsoft bietet allerdings einen noch etwas geringeren Widerstand beim Wischen.

Keine Tastaturbeleuchtung

Was der Tastatur von Acer fehlt, ist die Tastenbeleuchtung. Acer hat eine alternative Version angekündigt, im Handel ist sie bisher aber nicht.

USB Typ C und WiGig

Auch das Acer Switch Alpha 12 ist ein spärlich mit Anschlüssen ausgestattetes 2-in-1-Gerät. Neben USB Typ A (USB 3.0) und USB Typ C (USB 3.0) stehen lediglich eine 3,5-mm-Klinke-Buchse und ein microSD-Karten-Slot zur Verfügung. Geladen wird über einen proprietären Anschluss, dessen Stecker dünn und fragil wirkt. Eine Variante mit Mobilfunkmodem gibt es wie bei Microsoft nicht.

Monitore finden per Adapter Anschluss

Ein externer Bildschirm kann per USB Typ C an das Acer Switch Alpha 12 angeschlossen werden. Der USB-Typ-C-Anschluss unterstützt den Alternate Mode mit DisplayPort, über einen entsprechenden Adapter lässt sich das 2 in 1 somit schnell und bequem an einen großen Monitor anschließen und wird zum vollwertigen Office-Arbeitsgerät. Microsoft bietet beim Surface Pro 4 kein USB Typ C, dafür aber einen Mini DisplayPort.

Wer kabellos agieren möchte, für den lautet Acers Lösung WiGig respektive WLAN 802.11 ad. Acer hat das 2-in-1-Gerät mit dem schnellen Kurzstreckenfunk ausgerüstet und gleichzeitig eine drahtlose Dockingstation angekündigt. WLAN-ad arbeitet im 60-GHz-Band und ist ausschließlich für die schnelle Übertragung auf der Kurzstrecke vorgesehen.

Das Acer WiGig Dock hat eine Bandbreite zum Switch Alpha 12 von 4,6 Gbit/s und erweitert das Tablet um Anschlüsse für USB 3.1 Typ C, USB Typ A, DisplayPort, HDMI, VGA und Ethernet. Das Dock von Acer gibt es bisher nicht zu kaufen, ein erster Eintrag im Handel nennt einen Preis von 299 Euro. Dell bietet eine solche Dockingstation bereits seit einem Jahr an. Der Preis: 320 Euro.

Acer Switch Alpha Surface Pro 4
USB Typ A 1 × (USB 3.0) 1 × (USB 3.0)
USB Typ C 1 × (USB 3.0*)
Mini DisplayPort 1 ×
microSD 1 × 1 ×
* Unterstützt Alternate Modes

USB Typ C macht Probleme

Nicht ohne Probleme ging der Anschluss nach USB Typ C aus dem Test: Die externe HDD Seagate innov8 wollte über diesen Anschluss partout nicht anlaufen. Mit einer 2,5-Zoll-Festplatte gab es hingegen keine Probleme.

In der Tat benötigt die externe Lösung von Seagate mit 8 TB zum Anlaufen der 3,5 Zoll großen Festplatte viel Strom, ein integrierter Akku soll die an einem USB-Typ-C-Anschluss mit 7,5 Watt Leistung fehlende Energie aber beisteuern. Bisher funktionierte das in der Redaktion auch ausnahmslos, beim Acer Switch Alpha 12 hingegen nicht. Die LED der Seagate innov8 blinkt rot, was eine zu geringe Stromversorgung signalisieren soll. Acer erklärt, der Stecker sei standardkonform ausgeführt. Das Verhalten könne aus diesem Grund nicht nachvollzogen werden.

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