3/3 Corsair Lapdog im Test : Couch-Gaming-Auflage für Maus und Tastatur

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Fazit

Zwar bringt der Lapdog die Präzision und das Spielgefühl von Desktop-Peripherie auf die Couch, nicht aber den Komfort, der üblicherweise mit dieser Spielposition assoziiert wird. Schwer, klobig, im Wohnzimmer kaum gescheit unterzubringen und ohne zusätzliche Armauflage von fragwürdiger Ergonomie: Corsair zeigt auf, was passiert, wenn beim Couch-Gaming nur an den Schreibtisch, aber nicht genug an das Sofa und dessen Umgebung gedacht wird, und beweist, dass sich Desktop-Hardware zumindest nicht dergestalt sinnvoll auf dem Schoß verwenden lässt.

Besondere Freude bereitet der Einsatz des Lapdog deshalb nicht. Die Unbeweglichkeit des Körpers im Einsatz, das schnell unbequeme Gewicht und die wärmende Nebenwirkung werden zudem kombiniert mit einem gleitfreudigen Mauspad, das zuverlässig dafür sorgt, dass der Nager seiner angedachten Position zu entfliehen versucht. Damit wird Corsairs Gaming Control Center viel zu anstrengend, um wirklich entspannt mit Maus und Tastatur auf dem Sofa spielen zu können oder zu wollen. Im Versuch, kompromisslos zu sein, ist der Lapdog selbst ein zu schlechter Kompromiss auf der Couch.

Corsair Lapdog im Test

Für das Gebotene zu teuer

Dass Corsair alleine für die Auflage bereits 130 Euro verlangt, der eigentliche Preis mit der nötigen mechanischen Tastatur des Unternehmens aber sogar doppelt so hoch ausfällt, ist der letzte Nagel im Sarg der Idee: Für etwas, das bei längeren Sitzungen unbequem und grundsätzlich ergonomisch fragwürdig ist, erscheint das bei Weitem zu viel Geld.

Bessere Alternative: der Steam Controller

Hier sind andere Kompromisslösungen nicht nur günstiger, sondern konzeptionell insgesamt besser aufgestellt. Dazu zählen neben dem Razer Turret und potenziell dem Roccat Sova auch der deutlich billigere Steam Controller sowie das einfache Xbox-Gamepad.

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