5/6 Honor 5C & Sony Xperia XA im Test : 100 Euro günstiger und trotzdem besser

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Patt bei den Kameras

Beide Testkandidaten sind mit einem 13-Megapixel-Sensor und einer lichtstarken f/2.0-Optik ausgestattet. Bilder werden im unter Smartphones weitverbreiteten Format 4:3 aufgenommen. Ein kleiner LED-Blitz ist jeweils unmittelbar neben der Kamera in der Rückseite eingelassen und soll etwas Licht in die Dunkelheit der Nacht bringen.

Sony Xperia XA und Honor 5C
Sony Xperia XA und Honor 5C

Das Honor 5C ist schärfer, das Sony Xperia XA ist rauschärmer

In der Vollbildansicht betrachtet liegen beide Smartphones in etwa gleichauf, was die Bildschärfe anbelangt. Werden die Fotos allerdings in der 100-Prozent-Ansicht begutachtet, sind besonders die feineren Details wie beispielsweise das Mauerwerk eines Gebäudes beim Honor 5C etwas feiner aufgelöst. Dafür weist das Sony Xperia XA am Tag grundsätzlich ein wesentlich geringeres Rauschsignal auf.

Schon nach dem Betrachten der ersten Bilder fällt auf, dass beide Kontrahenten starke Unterschiede in der Farbwiedergabe aufweisen. Während die Farbbalance beim Sony Xperia XA insgesamt sehr ausgewogen und stimmig ist, weichen beim Honor 5C einige Farben leicht ab. Als Beispiel hierfür ist das eigentliche Himmelblau zu nennen, welches vom 5C oft türkis interpretiert wird. Außerdem fällt der Weißabgleich beim Honor 5C gerne zu warm aus, wie anhand vieler Aufnahmen zu erkennen ist.

Schatten werden vom Honor 5C besser aufgehellt

Hinsichtlich des Dynamikumfangs liegen beide Smartphones in etwa gleichauf, wobei es das Honor 5C schafft, Schatten nachträglich besser aufzuhellen als das Sony Xperia XA. Dies kommt dem Bildeindruck oft sehr zugute (Vergleich Bild 12 und 13 in der Bildstrecke).

Sony Xperia XA & Honor 5C im Test – Kamera

Bei Kunstlicht und generell geringerer Lichtausbeute als am Tag unter freiem Himmel hat das Honor 5C hinsichtlich des Detail-Rausch-Verhältnisses die Nase leicht vorne. Kleinere Details sind besser zu erkennen als beim Konkurrenten, denn das Sony Xperia XA glättet das Rauschsignal sehr stark und verschlingt damit auch unausweichlich kleinere Feinheiten.

Dafür gelingt dem Sony Xperia XA wiederum der Weißabgleich bei Kunstlicht etwas besser als dem Honor 5C. Aussagen, die zum Verhalten im Kunstlicht getroffen wurden, gelten auch für Fotos, die in der Nacht entstehen. Lediglich die Ausprägung der Symptome verstärkt sich.

Beide Smartphones haben ihre Vor- und Nachteile

Ein klarer Sieger geht aus der Disziplin „Wer hat die bessere Kamera?“ nicht hervor, denn beide Smartphones haben Vorteile, die für sie, und Nachteile, die gegen sie sprechen. Die größten Unterschiede liegen jedoch in der Farbabstimmung, die beim Sony Xperia XA wesentlich neutraler ausfällt als die des Honor 5C. Dafür hat letzteres Smartphone einen besser optimierten internen Bildnachbearbeitungsalgorithmus zu bieten, was beispielsweise das nachträgliche Aufhellen von zu dunklen Bildpartien betrifft.

Dual-SIM oder 5-GHz-WLAN

Im Hinblick auf die Anschlussausstattung warten beide Modelle mit gewohnter Standardkost auf. Käufer erhalten WLAN nach n-Standard, Bluetooth 4.1 sowie A-GPS und GLONASS. Wie beim 5X fehlt auch dem 5C die Unterstützung für Netzwerke mit 5 GHz, die beim Xperia XA zu finden ist. Das 5C bietet darüber hinaus einen Hybridschacht für Dual-SIM. Demzufolge können Nutzer allerdings nur eine zweite SIM-Karte einsetzen, wenn auf eine Erweiterung des Speichers per microSD verzichtet wird. Das 5C bietet zudem auch schnelleres LTE nach Cat. 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream, während das Xperia XA nach Cat. 4 nur die Hälfte an Downstream bietet.

Beide Smartphones hinterlassen einen zuverlässigen Eindruck bei Telefonaten, mobilem Internet und Ortungsdiensten. Im Zusammenspiel mit dem Mobilfunknetz erfassen beide Modelle zügig den eigenen Standort. Zu Einschränkungen kam es nur vereinzelt bei bekannten Problemfeldern wie U-Bahn-Schächten und schnellen Autobahnfahrten. Getestet wurden die Smartphones im Netz von O2 im Ruhrgebiet und im Rheinland.

Akku mit Grips und kurzer Laufzeit

Obwohl die Smartphones ähnlich groß sind, fallen die Unterschiede bei der Nennladung der Akkus groß aus. Honor steckt 3.000 mAh in das 5C, während das Xperia XA nur 2.300 mAh von Sony spendiert bekommt.

Eine Besonderheit des Energiespeichers im Sony Xperia XA ist der Einsatz der Qnovo-Technologie. Diese steckt in allen Akkus der Xperia-X-Serie und soll durch Überwachung der Akkuzellen eine längere Lebensdauer von bis zu 800 Zyklen ohne Leistungsverlust bieten. Dazu soll der Akku schneller an die Belastung angepasst laden und auch die Akkulaufzeit verlängert werden.

Mit 5,2 zu 5,0 Zoll ist das Display des chinesischen Modells hingegen nur geringfügig größer. Zwar ist die Display-Auflösung des Xperia XA geringer, die starken Unterschiede zwischen den Akkulaufzeiten können so allerdings nicht kompensiert werden.

Große Unterschiede bei der Laufzeit

Im Video-Dauertest erreicht das Sony mit einem Wert von knapp unter sechs Stunden eines der niedrigsten Ergebnisse der aktuellen Messung. Mit rund siebeneinhalb Stunden kann das Honor deutlich vorbeiziehen, auch wenn sich das Smartphone selbst hier nur im Mittelfeld platziert. Gleiches gilt für die Laufzeit im PCMark: Beim Xperia XA stehen fast fünf Stunden – und somit wieder einer der niedrigsten Werte – auf der Uhr. Mit rund acht Stunden schafft das 5C hingegen den Sprung ins oberen Drittel.

Ähnliche Erfahrungen zeigen sich auch im Alltag. Gerade mit etwas anspruchsvollerem Pensum verliert das Xperia XA zügig Prozente, bei Nutzung der hohen Helligkeit verstärkt sich dies erwartungsgemäß. Bei der intensiven Nutzung von Instant Messaging, dem Abgleich mehrerer E-Mail-Konten, aktiviertem WLAN und Ortungsdiensten sowie einigen Telefonaten kommt das Xperia XA über den Tag. Sony wirbt aber mit zwei Tagen im Stamina-Modus; ohne zurückhaltendere Nutzung und Energiesparfunktion ist dies aber schwer zu erreichen. Das 5C hat am Ende eines Tages deutlich mehr Ladung übrig und schafft den zweiten Tag wesentlich eher.

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