7/8 Kompakte 500-W-Netzteile im Test : Aerocool, be quiet!, Chieftec und Xilence für unter 50 Euro

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Lautstärke

Viele aktuelle Netzteile sind insbesondere bei geringer Belastung derart leise, dass kein Unterschied in den Messdaten festgestellt werden kann, wenn der Umgebungsschall nicht gedämpft wird. ComputerBase nutzt daher eine professionelle Messeinrichtung des Lehrstuhls für Prozessmaschinen und Anlagentechnik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Die niedrigste Drehzahl bei geringer Auslastung kann das Performance A+ 530W verzeichnen, sodass dessen Lüfter nicht wahrgenommen werden kann. Bei den anderen Netzteilen kommen zu den höheren Drehzahlen auch Nebengeräusche wie ein leichtes Lüfterschleifen des Xpredator 500W oder Lüfterrattern des System Power 8 500W und des Force CPS-500S hinzu. Subjektiv kann das Geräusch des Xpredator 500W und des System Power 8 500W gerade noch als angenehm gewertet werden.

Mit einer moderaten Last von 260 W dreht der Lüfter des Force CPS-500S bereits deutlich auf, was sich in der Lautstärke hörbar ausdrückt. Die anderen Netzteile bleiben hingegen unverändert leise.

Schalldruckpegelmessung
Angaben in dB(A)
  • Last 1 = 100 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      17,7
    • Xilence Performance A+ 530W
      18,0
    • Aerocool Xpredator 500W
      19,2
    • Chieftec Force CPS-500S
      19,2
    • be quiet! S8 500W
      20,5
  • Last 2 = 260 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      17,7
    • Xilence Performance A+ 530W
      19,1
    • Aerocool Xpredator 500W
      19,2
    • be quiet! S8 500W
      20,4
    • Chieftec Force CPS-500S
      23,4
  • Last 3 = 400 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      17,7
    • be quiet! S8 500W
      24,8
    • Xilence Performance A+ 530W
      24,8
    • Aerocool Xpredator 500W
      31,7
    • Chieftec Force CPS-500S
      34,2
  • Last 4:
    • Akustiklabor-Referenz
      17,7
    • Xilence Performance A+ 530W
      29,0
      Hinweis: Last 4.2 = 500 W
    • be quiet! S8 500W
      29,8
      Hinweis: Last 4.2 = 500 W
    • Aerocool Xpredator 500W
      36,1
      Hinweis: Last 4.2 = 500 W
    • Chieftec Force CPS-500S
      38,5
      Hinweis: Last 4.2 = 500 W

Mit Last 3 lässt sich eine nur geringfügige Steigung in der Lüfterkurve des System Power 8 500W und des Performance A+ 530W feststellen. Der Ventilator ist nun gut wahrnehmbar, wobei das Geräusch als noch als angenehm interpretiert werden kann. Der Lüfter des Xpredator 500W macht sich klar bemerkbar, das Geräusch wird aber diesmal von den Luftverwirbelungen übertönt. Am meisten Krach macht allerdings das Force CPS-500S, das mit Luftrauschen lautstark auffällt.

Bei nahezu Volllast sind die Differenzen untereinander zu denen der vorhergehenden Laststufe identisch. Negative Kritik muss insbesondere an das Xpredator 500W und das Force CPS-500S gerichtet werden, wobei sich ersteres eher störend laut und letzteres sogar sehr laut bemerkbar macht.

Hersteller Aerocool be quiet! Chieftec Xilence
Subjektive
Wahrnehmung
Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik
Last 1 o + o o + + ++ +
Last 2 o + o o o + + +
Last 3 + o + + o +
Last 4 + o + –– + o +

Performance A+ 530W mit geringster Lautstärke trotz Maximaldrehzahl des Lüfters

Das Performance A+ 530W kann selbst für die sehr hohe Auslastung mit einer vergleichsweise geringen Lautstärke überzeugen. Besorgniserregend kann allerdings die Tatsache interpretiert werden, dass der Lüfter dabei auf maximaler Drehzahl läuft. Wird das Netzteil im PC so eingebaut, dass es kühle Luft von außen ansaugt, kann mit sommerlichen Raumtemperaturen wie im Test von etwa 25 °C womöglich noch für eine adäquate Kühlung gesorgt werden. Für höhere Temperaturen wie sie auftreten, wenn das Netzteil zusätzlich das PC-Gehäuse entlüftet, kann eine Überhitzung nicht ausgeschlossen werden.

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