4/5 Apple Watch Series 2 im Test : Ohne iPhone selbstbewusst

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Laden jede (zweite) Nacht

Apple selbst gibt für Series 1 und 2 dieselbe Akkulaufzeit wie für die erste Generation an: 18 Stunden. Damit soll ein Tag überstanden werden können. Zwischen 38 und 42 mm macht Apple keinen Unterschied.

Bekannt ist bisher, dass die Kapazität in der kleinen Version gegenüber der original Apple Watch um 32 Prozent von 0,78 auf 1,03 Wattstunden gestiegen ist. Die Kapazität in der 42-mm-Version ist hingegen ebenso unbekannt wie die in der neuen Serie 1. Möglich, dass auch diese Version einen größeren Akku für den schnelleren Prozessor aufweist. Möglich, dass das ohne GPS nicht von Nöten war.

Serie Modell Kapazität
Apple Watch 38 mm 0,78 Wh (205 mAh)
Apple Watch 42 mm 0,94 Wh (250 mAh)
Apple Watch Series 1 38 mm noch unbekannt
Apple Watch Series 1 42 mm noch unbekannt
Apple Watch Series 2 38 mm 1,03 Wh (273 mAh)
Apple Watch Series 2 42 mm noch unbekannt

Vier Mal mehr Verbrauch durch GPS

Durch Nutzung des GPS in der Uhr wird deren Verbrauch fast vervierfacht. Dieselben 10,5 Kilometer Fahrradfahren schlugen im Test dann mit angezeigten acht Prozent anstelle von zwei bis drei Prozent Verbrauch zu Buche. Apple selbst gibt 5 an Stelle von 18 Stunden Nutzung mit aktiviertem GPS an, das passt zum Testergebnis.

45 bis 65 Prozent Tagesverbrauch im Test

Im Test wurde die Apple Watch Series 2 in 42 mm nach vollständigem Laden täglich rund 16 Stunden getragen. Die Restkapazität beim Ablegen am Abend schwankte zwischen 35 und 55 Prozent. An Tagen mit höherem Verbrauch wurde die Uhr im Gegensatz zu den anderen Tagen zum Aufzeichnen von zwei Radtouren mit jeweils einer halben Stunde Dauer über Runkeeper (eine Strecke GPS iPhone SE, eine Strecke GPS Apple Watch Series 2) genutzt. Ansonsten wurden pro Tag fünf bis zehn Nachrichten über Siri diktiert, mehrere maximal einminütige Telefonate über die Uhr geführt und sehr häufig auf die Uhr gesehen. Auch die in den Videos abgebildeten Tests fielen unter dieselben Akkuladungen.

Details zum Akkustand 61 Prozent nach fast 15 Stunden am Arm
Details zum Akkustand 61 Prozent nach fast 15 Stunden am Arm

Ein Tag ist auch bei exzessiver Nutzung drin

Kombiniert mit einem Verbrauch von 6 Prozent über Nacht bedeutet das: Wer es darauf anlegt und die Nutzung nativer Apps sowie von GPS vermeidet, die Apple Watch also vorrangig als Anzeige für Benachrichtigungen, kurze Telefonate und den Versand von Nachrichten nutzt, kann die Uhr knapp zwei Tage und eine Nacht ohne nachzuladen nutzen. Auf der anderen Seite zwingt die Nutzung von ein bis zwei Stunden Tracking per GPS oder der häufigere Einsatz nativer Apps die Apple Watch Series 2 in 42 mm mit neuem Akku nicht innerhalb eines Tages in die Knie.

Geladen wird weiterhin induktiv
Geladen wird weiterhin induktiv

Die Uhr nagt am iPhone

Dabei nicht außer Acht gelassen werden darf, wie sehr die ununterbrochen mit dem iPhone verbundene Uhr an dessen Laufzeit nagt: Das im Test verwendete iPhone SE kommt ohne gekoppelte Smartwatch in der Regel mit über 40 Prozent Restkapazität über den Tag, mit verbundene Uhr waren es 20 bis 30 Prozent weniger.

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