5/5 Apple Watch Series 2 im Test : Ohne iPhone selbstbewusst

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Fazit

Die Apple Watch Series 2 stellt im Alltag einen deutlichen Fortschritt dar. Schwachstellen des Vorgängers wie die zu geringe Leistung und das zu dunkle Display geht die Neuauflage konsequent an. Im Ergebnis ist das Display unter direkter Sonneneinstrahlung jetzt auch beim kurzen Blick auf die Uhr ablesbar, Apps laden rund doppelt so schnell und die Bedienung geht insgesamt sicht- und spürbar flüssiger von der Hand. Ganz ohne Hänger kommen aber auch Käufer der neuen Uhr nicht über den Tag: So flüssig die letzten x Wechsel vom Zifferblatt auf den Home Screen auch waren, der Wechsel x+1 stockt dann doch.

Mehr Möglichkeiten

Mehr Möglichkeiten bietet die Series 2 dem Anwender durch das integrierte GPS und das gegen Wasser besser abgedichtete Gehäuse. Die Kombination aus beiden Neuerungen erlaubt es Trägern erstmals, geschwommene Strecken zu protokollieren. Allerdings kostet auf der Uhr aktives GPS viel Energie: Knapp vier Mal so viel verbrauchte die Series 2 dann im Test. Das deckt sich mit der laut Apple von 18 auf 5 Stunden reduzierten Laufzeit in diesem Modus.

Die Akkulaufzeit schwankt zwischen knapp zwei Tagen bei sehr moderater und gut einem Tag bei stärkerer Nutzung nativer Apps und einer halben Stunde internem GPS. Das geht in Ordnung, ausgiebig nur über die Uhr Strecken nachzuverfolgen oder die Navigation laufen zu lassen leert den Akku aber schnell früher. Wer das ohne iPhone macht, ist aber schon überdurchschnittlich gut beim Laufen unterwegs.

In Sachen Geschwindigkeit könnte Apple durch Optimierungen an watchOS weitere Fortschritte erzielen, denn wenn eine Animation einmal läuft, sollte das Stocken beim nächsten Mal eher auf die Software denn auf die Hardware zurück zu führen sein. Ein Einfluss des Arbeitsspeichers ist allerdings nicht restlos auszuschließen. Dass die neue Uhr einen knappen Millimeter höher und fast 15 Prozent schwerer ist, fällt im Alltag nicht auf.

watchOS fehlen noch Funktionen

Eindeutige Versäumnis in watchOS 3 sind die bisher nicht für die Sprache Deutsch umgesetzte Möglichkeit Texte per Handschrifterkennung einzelner Buchstaben einzugeben und ein Verzicht auf die Möglichkeit zur Synchronisation von Podcasts. Die seit Jahren als separate App für iOS angebotene Funktion bleibt gerade unterwegs ohne iPhone eine oft vermisste Option.

Welche Version kaufen?

In Summe wiegen die Neuerungen der Series 2 so schwer, dass ComputerBase beim Neukauf grundsätzlich den Griff zur Neuauflage empfiehlt. Bei der Geschwindigkeit liegt die Apple Watch Series 1 zwar gleich auf, allein das deutlich hellere Display macht im Alltag aber einen großen Unterschied. Für bestimmte Interessensgruppen (Edelstahl, GPS, Wasserdicht) führt in Zukunft eh kein Weg daran vorbei. Die Series 2 ist eben eine typische 2. Generation von Apple.

Apple Watch Apple Watch Series 1 Apple Watch Series 2
Apple S2
OLED mit 1.000 cd/m²
Wasserdicht (5 atm)
GPS
Edelstahl / Edition
USB-Netzteil
Preis ab 229 Euro ab 319 Euro ab 419 Euro

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