5/6 Samsung SSD 960 Pro im Test : Schneller als das Testsystem erlaubt

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Detailbetrachtungen

Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Samsung 960 Pro 512 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 2655 2605 2469 -7 %
Sequenzielles Schreiben 2127 2036 1997 -6 %
4K Lesen 53 52 53 0 %
4K Schreiben 179 171 171 -4 %
4K 64Thrd Lesen 1174 1219 1237 +5 %
4K 64Thrd Schreiben 993 897 908 -9 %
Werte in MB/s

Im simulierten Extremfall ist mit einem leichten Leistungsverlust bei der 960 Pro mit 512 GByte zu rechnen. Allerdings bewegt sich die Leistung auch dann noch auf höchstem Niveau. Die 2-TB-Version verliert etwas mehr an Leistung, ist dann aber ebenfalls noch sehr schnell.

AS SSD – Samsung 960 Pro 2.048 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 2620 2595 2383 -9 %
Sequenzielles Schreiben 2132 2119 1894 -11 %
4K Lesen 53 53 52 -2 %
4K Schreiben 179 171 169 -6 %
4K 64Thrd Lesen 1908 2016 1893 -1 %
4K 64Thrd Schreiben 1003 895 863 -14 %
Werte in MB/s

Leistungsbeständigkeit

Im Consistency Test des PCMark 8 reicht es nicht ganz für die Spitze. Die 960 Pro mit 512 GB liefert zwar in den Phasen mit hoher Belastung (Degradation, Steady State) eine konstantere Leistung als die gleichgroße 950 Pro, liegt in den Erholungsphasen aber zurück. Die Ergebnisse des größeren Modells werden nachgereicht.

Update: Die Resultate mit der 960 Pro 2 TB liegen jetzt vor. Erwartungsgemäß fällt die Leistung nochmals höher als bei dem kleineren Modell aus. Bemerkenswert ist die Leistungsentwicklung: In den ersten Phasen werden mit über 600 MB/s neue Höchstwerte im Testfeld erzielt. Danach erfolgt der stufenweise Abstieg bis sich die Leistung im Steady State auf das Niveau von 950 Pro und 960 Pro 512 GB begibt. In den Erholungsphasen kann auch das 2-TB-Modell die 950 Pro nicht einholen.

Lange Zeit blieb die Intel SSD 750 in diesem Test unerreicht, doch jetzt hat sie in der Samsung 960 Pro ihren Meister gefunden. Die 960 Pro mit 2 TByte kann das Anfangsniveau von hohen 140.000 IOPS noch länger halten und liefert auch danach bessere Werte als die Intel-SSD. Die kleinere 960 Pro erreicht anfangs sogar fast 150.000 IOPS, kann dieses Niveau aber nur eine Minute halten. Nach dem starken Einbruch steigt die Leistung wieder auf über 30.000 IOPS an und ist damit sogar höher als beim großen Modell. Die technische Verwandtschaft zur Samsung SM961 wird am nahezu identischen Verlauf des Graphen deutlich.

Maximale IOPS unter Idealbedingungen

Schon die SM961 konnte die Herstellerangaben zu den maximalen IOPS übertreffen, das gleiche gilt für die 960 Pro. Das 2-TB-Modell erreichte unter Idealbedingungen (sekundäres leeres Laufwerk, 4 Worker á 32 I/Os, 4K random) 550.000 IOPS beim wahlfreien Lesen und 390.000 beim wahlfreien Schreiben. Das 512-GB-Modell übertrifft den Herstellerwert mit 335.000 IOPS lesend nur knapp, schreibend mit 380.000 IOPS aber deutlicher.

960 Pro 2 TB 960 Pro 512 GB
Herstellerangabe (max.) 4K Lesen 440.000 330.000
4K Schreiben 360.000 330.000
Im Test (max.) 4K Lesen 550.000 335.000
4K Schreiben 390.000 380.000

Ratings

Wenig überraschend aber dennoch eindrucksvoll setzt sich die Samsung 960 Pro an die Spitze des Leistungsratings und ist in Form des 2-TB-Modells die neue Referenz auf ComputerBase. Die 960 Pro mit 512 GByte ist insgesamt nur zwei Prozent langsamer als ihr großer Bruder aber neun Prozent schneller als der direkte Vorgänger 950 Pro 512 GB.

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