Alphacool Eispumpe VPP755 im Test: Starke, sparsame und leise Pumpe mit Laing-D5-Genen 3/3

Thomas Böhm 107 Kommentare

Fazit

Alphacool steckt sich für die „Eispumpe“ VPP755 hohe Ziele. Dem Nachfolger der VPP655 werden vom Hersteller Verbesserungen in allen Bereichen zugeschrieben: Die Pumpe soll kleiner, leiser, stärker, optisch ansprechender, sparsamer und besser regelbar sein. Die meisten dieser Ziele werden von der Pumpe erreicht.

Alphacool VPP755: Pumpengehäuse aus Metall
Alphacool VPP755: Pumpengehäuse aus Metall

Stark, leise und weniger stromhungrig

Im Vergleichstest mit dem Vorgänger beweist die VPP755, dass die Optimierungen von Pumpenmechanik und Motor gelungen sind. Die „Eispumpe“ agiert bei gleicher Leistungsstufe leiser als eine klassische Laing D5 (Alphacool VPP655), nimmt dabei weniger Energie auf und ist sogar ein Wenig stärker. Vor allem der Wegfall des hochfrequenten Sirren einer herkömmlichen D5 ist bei der VPP755 eine Erwähnung wert – dadurch wirkt das Laufgeräusch subjektiv angenehmer.

Vorsicht bei sehr alten Pumpendeckeln

Käufer der VPP755 sollten darauf achten, keine sehr alten Deckel mit der Pumpe zu kombinieren: Alphacool gibt an, dass aufgrund einer Neuerung der Spezifikationen der Laing D5 alle Aufsätze, die nach 2011 hergestellt wurden, mit der VPP755 kompatibel sind. Im Test mit dem Watercool Heatkiller Tube als Pumpenaufsatz gab es keinerlei Undichtigkeiten, aber es verbleibt ein Spalt zwischen Halterahmen und Pumpendeckel. Die Maße stimmen also nicht exakt mit denen der VPP655 überein.

VPP655 mit Heatkiller Tube: Die Pumpe passt perfekt
VPP655 mit Heatkiller Tube: Die Pumpe passt perfekt
VPP755 mit Heatkiller Tube: Spalt zwischen Rahmen und Pumpendeckel
VPP755 mit Heatkiller Tube: Spalt zwischen Rahmen und Pumpendeckel

Echte PWM-Steuerung erst in der nächsten Revision

Die getestete VPP755 bietet keine echte Regelung per PWM, sondern lässt sich nur in fünf fest vorgegebenen Stufen einstellen. Für den üblichen Einsatz in einer Wasserkühlung ist eine variable Steuerung per Software zwar nicht unbedingt notwendig – dennoch ist der Verzicht auf eine stufenlose Leistungseinstellung bei der VPP755 schade: Durch eine feinere Justierung der Drehzahl lässt sich der individuelle Sweet-Spot ausloten, bei dem die Pumpe den besten Kompromiss aus Leistung und Lautstärke erreicht.

Aus diesem Grund wird Alphacool die Pumpe in Zukunft durch eine neue Revision mit echter PWM-Regelung ersetzen, so dass die VPP755 präzise von einem 4-Pin-Lüfteranschluss mit PWM-Funktion gesteuert werden kann. Alphacool gibt an, dass die neue Version voraussichtlich ab Januar 2017 verfügbar sein wird. Der Preis soll unverändert bleiben.

Eine teure, aber gelungene Pumpe

Die Alphacool VPP755 wandert für knapp 70 Euro über die virtuelle Ladentheke. Damit gehört sie zu den teureren Vertretern ihrer Zunft: Sie verlangt zusätzlich nach einem Deckel, sodass insgesamt mit über 100 Euro gerechnet werden kann. Dafür erhält der Käufer eine sehr kräftige und dennoch leise Pumpe, die sich individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Der Vorgänger VPP655 schlägt mit gut 60 Euro zu Buche, sodass der Aufpreis für die überarbeitete D5 weniger als 10 Euro beträgt. Das ist für die Vorteile der VPP755 gerechtfertigt. Wer den Kauf einer D5 plant, sollte sich die „Eispumpe“ auf jeden Fall genauer ansehen – insbesondere, sobald die neue Revision mit echter PWM-Steuerung erhältlich ist.

Viele Informationen zum Thema „Custom Wasserkühlung“ gibt es im aktuellen Überblick mit Tipps für Wakü-Einsteiger. Weitere Tests zu Wasserkühlungen gibt es im Archiv.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.