MIFcom Silent SLI im Test: Leiser PC mit SLI und Broadwell-E für 5.000 Euro 3/4

Mahir Kulalic 196 Kommentare

Benchmarks mit Spielen und Anwendungen

Und wie schnell ist der MIFcom Silent SLI in Spielen und die CPU fordernden Anwendungen? ComputerBase hat eine Hand voll Benchmarks zu Rate gezogen, die Vergleichswerte enthalten, die mit dem aktuellen Testsystem für Grafikkarten respektive für Prozessoren erstellt worden sind.

Leistung in Spielen

Ashes of the Singularity war einer der ersten Titel mit großer Unterstützung für DirectX 12. Das Spiel kann in der DirectX-12-Version auch mit mehreren Grafikkarten betrieben werden, die Skalierung ist sehr gut.

Ashes of Singularity
API Preset Auflösung FPS GPU-Temperaturen/Takt
DX 12 Verrückt 1.920 × 1.080 88 GPU1: 77 °C/1.924 MHz
GPU2: 73 °C/1.886 MHz
DX 12 Extrem 2.560 × 1.440 90 GPU1: 78 °C/1.924 MHz
GPU2: 73 °C/1.886 MHz
DX 12 Extrem 3.840 × 2.160 65 GPU1: 77 °C/1.911 MHz
GPU2: 71 °C/1.886 MHz

Bei Grafikkarten-Temperaturen von knapp unter 80 Grad sowie konstant hohen Taktraten von bis zu 1.924 MHz auf einer GPU bringt der 5.300-Euro-PC in Full HD um die 90 FPS auf den Bildschirm, was für flüssigen Spielebetrieb mehr als genügt.

Anno 2205 bietet keine Unterstützung für DirectX 12, standardmäßig werden auch nicht mehrere Grafikkarten unterstützt. In den Foren von Nvidia und Steam häufen sich Fragen zum SLI-Support des Spiels. Einige Nutzer berichten nach der Installation von Profilen oder manuellen Änderungen über die Nvidia-Systemsteuerung von erhöhter Leistung, da im Anschluss die zweite Grafikkarte angesprochen werde.

Ein universelles Rezept gibt es dafür allerdings nicht und eigenständige Workarounds sind nicht in den Test eingeflossen. Damit kann das System in diesem Fall nicht von SLI profitieren.

Anno 2205
API Preset Auflösung FPS GPU-Temperaturen/Takt
DX 11 Ultrahoch, 4×MSAA
Shader-Qualität Sehr hoch
1.920 × 1.080 61 GPU1: 74 °C/1.924 MHz
GPU2: /
DX 11 Ultrahoch, 4×MSAA
Shader-Qualität Sehr hoch
2.560 × 1.440 44 GPU1: 78 °C/1.949 MHz
GPU2: /
DX 11 Hoch 3.840 × 2.160 37 GPU1: 75 °C/1.924 MHz
GPU2: /

EAs neuer Shooter Battlefield 1 spricht hingegen sofort beide Grafikkarten an. Dass das Spiel mit vergleichsweise moderaten Anforderungen gut aussieht und zumindest unter DirectX 11 überzeugt, hat ComputerBase bereits ausführlich getestet.

Battlefield 1
API Preset Auflösung FPS GPU-Temperaturen/Takt
DX 11 Ultra 1.920 × 1.080 187 GPU1: 72 °C/1.898 MHz
GPU2: 71 °C/1.898 MHz
DX 11 Ultra 2.560 × 1.440 153 GPU1: 76 °C/1.886 MHz
GPU2: 72 °C/1.886 MHz
DX 11 Ultra 3.840 × 2.160 86 GPU1: 78 °C/1.860 MHz
GPU2: 73 °C/1.860 MHz

Auch mit zwei Grafikkarten zeigt sich das Spiel stabil, grafisch ansprechend und gleichzeitig flüssig. Das Testsystem liefert in Full HD bei höchsten Details fast 200 FPS. Auch in UHD läuft Battlefield 1 noch mit 86 FPS, fordert dafür aber in kleinem Rahmen auch die Temperaturentwicklung der Grafikkarten.

The Division, der zweite Ubisoft-Titel im Test, kann ebenfalls mit mehreren Grafikkarten umgehen und profitiert somit auch in hohen Auflösungen von der Mehrleistung. In Full HD mit maximalen Details sowie aktivem SMAA und HBAO+ erreicht der Silent SLI 118 FPS im integrierten Benchmark des Spiels.

The Division
API Preset Auflösung FPS GPU-Temperaturen/Takt
DX 11 Maximale Details, SMAA 1X Ultra, HBAO+ 1.920 × 1.080 118 GPU1: 80 °C/1.886 MHz
GPU2: 75 °C/1.886 MHz
DX 11 Ultra 2.560 × 1.440 97 GPU1: 79 °C/1.873 MHz
GPU2: 74 °C/1.886 MHz
DX 11 Mittel 3.840 × 2.160 76 GPU1: 80 °C/1.835 MHz
GPU2: 74 °C/1.835 MHz

Höhere Auflösungen mit heruntergefahrenen Details bleiben im oberen zweistelligen FPS-Bereich, wodurch das Spielgeschehen flüssig über den Bildschirm wandert. Mit bis zu 80 Grad erreichen die GPUs in The Division die höchste Temperatur der fünf getesteten Spiele, die Taktraten sind in dem Fall aber keine Höchstwerte.

Das fünfte Spiel ist The Witcher 3, das ebenfalls von den beiden Grafikkarten profitiert und auch in UHD mit hohen Details mit über 60 FPS spielbar ist. In niedrigeren Auflösungen sorgen die beiden GTX 1070 für nochmals mehr Bilder pro Sekunde, Temperaturen und Taktraten müssen dabei nicht an die Grenzen gehen.

The Witcher 3
API Preset Auflösung FPS GPU-Temperaturen/Takt
DX 11 Maximale Details, kein HairWorks 1.920 × 1.080 112 GPU1: 75 °C/1.848 MHz
GPU2: 73 °C/1.848 MHz
DX 11 Maximale Details, kein HairWorks 2.560 × 1.440 90 GPU1: 76 °C/1.860 MHz
GPU2: 71 °C/1.860 MHz
DX 11 Hoch, kein HairWorks 3.840 × 2.160 66 GPU1: 77 °C/1.797 MHz
GPU2: 73 °C/1.797 MHz

Leistung in Anwendungen

Zur Messung der CPU-Leistung wurde der Cinebench R15 herangezogen. Dort erreicht der Intel Core i7-6900K mit Werten von 164 im Single- und 1.549 im Multi-Core-Durchgang die erwarteten Ergebnisse – kein Wunder, zum temperaturbedingten Drosseln der Taktraten kommt es nicht; es liegt immer der jeweils maximal mögliche Turbo-Takt an.

42 Einträge
Cinebench R15
Angaben in Punkten
  • Multi-Core-Test:
    • Intel Core i7-6950X
      1.788
    • MIFcom Silent SLI
      1.549
    • Intel Core i7-5960X
      1.324
    • Intel Core i7-6800K
      1.096
    • Intel Core i7-5930K
      1.077
    • Intel Core i7-5820K
      1.022
    • Intel Core i7-6700K
      886
    • Intel Core i7-4790K
      873
    • Intel Xeon E3-1230 v5
      788
    • Intel Xeon E3-1231 v3
      719
    • Intel Core i7-3770K
      667
    • AMD FX-8370
      635
    • AMD FX-8350
      633
    • Intel Core i7-2600K
      614
    • Intel Core i5-6600K
      602
    • Intel Core i5-4690K
      568
    • Intel Core i5-5675C
      561
    • Intel Core i5-6500
      550
    • AMD FX-8370e
      523
    • Intel Core i5-2500K
      458
    • AMD FX-6300
      417
    • Intel Core i3-4330
      350
    • AMD A10-7890K
      336
    • AMD Athlon X4 880K
      327
    • Intel Core i3-6100
      321
    • AMD A10-7870K
      318
    • AMD A10-7860K
      295
    • Intel Pentium G4400
      273
    • Intel Pentium G3440
      246
    • Intel Celeron G3900
      227
    • Intel Celeron G1840
      207
  • Single-Core-Test:
    • Intel Core i7-6700K
      181
    • Intel Core i7-4790K
      173
    • Intel Core i7-6950X
      165
    • Intel Core i5-6600K
      165
    • MIFcom Silent SLI
      164
    • Intel Xeon E3-1230 v5
      161
    • Intel Core i7-6800K
      154
    • Intel Core i3-6100
      154
    • Intel Core i5-6500
      151
    • Intel Xeon E3-1231 v3
      149
    • Intel Core i7-5930K
      147
    • Intel Core i5-5675C
      145
    • Intel Core i5-4690K
      145
    • Intel Core i7-5820K
      141
    • Intel Core i7-5960X
      139
    • Intel Core i7-3770K
      139
    • Intel Core i3-4330
      139
    • Intel Pentium G4400
      137
    • Intel Pentium G3440
      128
    • Intel Core i5-2500K
      126
    • Intel Core i7-2600K
      119
    • Intel Celeron G3900
      113
    • Intel Celeron G1840
      107
    • AMD FX-8370
      102
    • AMD FX-8370e
      99
    • AMD A10-7890K
      96
    • AMD FX-6300
      95
    • AMD Athlon X4 880K
      95
    • AMD FX-8350
      93
    • AMD A10-7870K
      92
    • AMD A10-7860K
      88

Die Single-Core-Leistung im Cinebench liegt somit auf dem Niveau vom i7-6950X. Die Multi-Core-Leistung ist aufgrund der 8 Kerne und 16 Threads ebenfalls sehr hoch und wird von den bisher bei ComputerBase getesteten CPUs nur vom Core i7-6950X mit zehn Kernen überboten.

SSD und HDD

Mit nur zwei Datenträgern ist das Testmodell vergleichsweise schwach karg. Als Systemplatte dient eine über NVMe angebundene Samsung 950 Pro, die dank der hohen Schreib- und Leseraten den alltäglichen Umgang spürbar beschleunigt. Weil Samsung das Produkt zwischenzeitig nicht mehr vertreibt, wird in Zukunft die Samsung SM961 verbaut, die nochmals schneller ist. Ohne Aufpreis soll es die doppelte Kapazität von 1 TByte geben.

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