OnePlus 3T im Test: Flagship-Killer-Killer 5/6

Nicolas La Rocco 414 Kommentare

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Das Testgerät läuft mit OxygenOS 3.5.3, das seit dem 23. November als OTA-Update angeboten wird. Zum Zeitpunkt des Tests war vorbildlich das aktuelle Android-Sicherheitspatchlevel von November auf dem Smartphone aufgespielt. Mittlerweile gibt es von Google jedoch bereits einen Dezember-Patch, der das OnePlus 3T noch nicht erreicht hat. Android Nougat soll noch vor Ende des Jahres für das OnePlus 3T und auch das OnePlus 3 in finaler Version zum Download angeboten werden. Für das OnePlus 3 können interessierte Nutzer bereits eine offene Beta installieren.

OnePlus 3T unklem Theme für OxygenOS aktiviert
OnePlus 3T unklem Theme für OxygenOS aktiviert

Viele Optionen sind nicht sofort sichtbar

OxygenOS ist allgemein betrachtet stark an das sogenannte Stock-Android von Google angelehnt. Es gibt auf den ersten Blick nur kleinere optische Veränderungen, ansonsten fühlt sich das Betriebssystem zunächst aber sehr Nexus-ähnlich an. Die großen Veränderungen oder besser gesagt Optionen für den Nutzer stecken hingegen unter der Haube respektive in den Einstellungen und Untermenüs des Smartphones.

So lässt sich etwa festlegen, ob die kapazitiven Tasten unterhalb des Displays oder doch lieber die On-Screen-Tasten für Android verwendet werden sollen. Darüber hinaus lässt sich bestimmen, welche Aktionen bei langem Halten oder mehrmaligem Drücken dieser Tasten ausgeführt werden sollen, zum Beispiel das Starten der Kamera.

Sonderfunktionen von OxygenOS für Tasten, Gesten und Display
Sonderfunktionen von OxygenOS für Tasten, Gesten und Display

Lass es Farben regnen!

In den Optionen für das Display gibt es zudem mehrere Menüs für optische Anpassungen am Betriebssystem. Neben der im Testbschnitt Display beschriebenen Bildschirmkalibrierung findet sich unter „System“ der Punkt „Thema“, der den Wechsel zwischen dem Standard-Design von Android sowie einer speziellen hellen und dunklen Variante erlaubt. Insbesondere das dunkle Theme mit vielen schwarzen Menüs kommt in Kombination mit dem OLED-Display des OnePlus 3T sehr gut zur Geltung.

Für den letzten optischen Feinschliff gibt es dann noch die Wahl zwischen acht Akzentfarben und vier Schriftgrößen. Selbst für die LED-Benachrichtigungen lassen sich acht Farben für insgesamt vier Funktionen anwenden.

Aktuelle Konnektivität

Zu den Einstellungen von OxygenOS zählt auch die Konfiguration der bis zu zwei möglichen SIM-Karten im Nano-Format. Für jede SIM-Karte lässt sich festlegen, unter welchem Namen diese im System angezeigt werden soll, ob Daten-Roaming mit der Karte erlaubt ist und wie die APNs heißen. Darüber hinaus lässt sich für Anrufe, Messaging und Datenverbindungen eine bevorzugte SIM-Karte wählen. Das erlaubt es Nutzern, einen günstigen reinen Datentarif mit einer anderen günstigen SIM-Karte nur für Telefonate zu kombinieren.

LTE Cat. 6 und WLAN-ac

Für die LTE-Datenanbindung wird Cat. 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und bis zu 50 Mbit/s im Upstream unterstützt. In den Berliner Stadtgebieten Tempelhof, Mitte und Prenzlauer Berg war der maximale Upstream während des Tests häufig abrufbar, während im Downstream nicht mehr als 150 Mbit/s möglich waren, was allerdings nicht OnePlus 3T liegt, da auch andere Testgeräte in Berlin am Maximum scheitern.

WLAN wird vom OnePlus 3T bis hoch zum ac-Standard sowie mit 2,4 und 5 GHz unterstützt. In Verbindung mit einem Access Point des Typs ASRock AC2600 auf eine Entfernung von rund zehn Metern durch zwei Trockenbauwände konnte bei der Übertragung einer 1 GByte großen Datei eine Geschwindigkeit von etwa 17 MB/s erreicht werden. In Verbindung mit einem im selben Zimmer des OnePlus 3T aufgestellten Asus RT-AC68 konnten knapp 37 MB/s erreicht werden.

Zur vollständigen Konnektivität des OnePlus 3T zählen außerdem Bluetooth 4.2, NFC sowie A-GPS, GLONASS und BeiDou für die Standortbestimmung.

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