The Last Guardian im Test: Die Kunst der Illusion 4/4

Max Doll 41 Kommentare

Fazit

The Last Guardian ist ein ungewöhnliches Spiel mit ungewöhnlichem Personal, das kunstvoll einen Blick in faszinierende Welten erlaubt. Das gelingt, die enttäuschenden Bildwiederholraten einmal ausgenommen, mit Bravour: Team Ico schafft etwas Neues, das in einer einzigartigen Erfahrung kulminiert.

Das gelingt dem Spiel durch seine Darstellungsqualität. Organisch eingefügte, gut gemachte Rätsel, der Begleiter, der nicht nur eine Mischung aus Hund, Katze und Vogel ist, sondern auch aus Tamagochi, Kiste, Leiter und Beschützer, wirkt illusionär real-lebendig. Die indirekte Kommunikation, das Einlassen auf ein fremdes Wesen, das der eigentliche Star in einem Fantasy-Wunderland wird, machen einen guten Teil des Reizes auch – auch wenn die Wegfindung einen Streich spielen und zum umständlichen Rangieren des Federtieres zwingen kann. Der staunende Blick weicht trotzdem nur selten.

Wie früher, aber gut

The Last Guardian ist ein Spiel von damals: Technisch auf der letzen noch erträglichen Rille, aber eben auch so großartig, so faszinierend, dass man diese durchaus erheblichen Schwächen hinzunehmen bereit wird. Ein Resultat der fast zehn Jahre währenden Entwicklung? Mit Sicherheit. Und dennoch hat sich die dabei an den Tag gelegte Beharrlichkeit ausgezahlt, was Spieler für das Warten am Ende belohnt. Wer Abenteuer mag und ein wenig Geduld an den Tag legen kann, sollte unbedingt mit Trico auf eine erinnernswerte Reise gehen.

Kopier- & Jugendschutz

The Last Guardian ist in Europa seit dem 9. Dezember 2016 für die PlayStation 4 im Handel erhältlich. Eine Kontobindung ist nur beim Kauf im PlayStation-Store gegeben.

Die USK hat eine Jugendfreigabe „ab 12 Jahren“ erteilt.

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