Intel Kaby Lake im Test: Elf Core i7, i5, i3, Pentium und Celeron im Vergleich 5/5

Volker Rißka 221 Kommentare

Fazit

Nach den übertaktbaren Topmodellen ihrer jeweiligen Serien Core i7-7700K, Core i5-7600K und Core i3-7350K, dem mit Hyper-Threading aufgewerteten Pentium G4560 und dem 35-Watt-Prozessor Core i7-7700T ergänzt dieser Test den Vergleich von CPUs für Desktop-PCs auf Basis von Intel Kaby Lake um die Standardmodelle Core i7-7700, Core i5-7400, -7500 und -7600 sowie Core i3-7100 und den günstigsten Prozessor der Serie, den Celeron G3930.

Kaby Lake: Evolution zum gleichen Preis

Grundsätzlich bleibt es dabei beim Fazit, dass Intel mit Kaby Lake für Desktop-PCs abermals nur einen kleinen Evolutionsschritt geht. Den größeren Leistungssprung gibt es bei den Modellen für Notebooks, darunter den bereits getesteten Core i7-7700HQ, Core i7-7820HK und Core i7-7500U.

Was in früheren Jahren letztlich ein „Speed Bump“ ohne neue Codenamen und neue Core-i-Generation geworden wäre, wird mit Kaby Lake im Jahr 2017 zum gleichen Preis wie zuvor verkauft – immerhin etwas, denn eine Selbstverständlichkeit ist auch das nicht. In der Mittelklasse stellt der Nachfolger damit in der Regel den eine Klasse höher angesiedelten Vorgänger zum niedrigeren Preis.

Der Pentium ist bis 150 Euro oft die beste Wahl

Der Test betätigt: Durch die Aufwertung des Pentium auf vier Threads wird für Kunden ohne akuten AVX-Bedarf nicht nur der Core i3 nahezu überflüssig, auch bedeutet der Griff zum günstigeren Celeron einen stärkeren Leistungsverlust als je zuvor. Hier sollte dreimal abgewogen werden, ob die Kosteneinsparung nicht mittelfristig zum Problem wird. ComputerBase rät, den Aufpreis von 15 Euro für den Pentium zu investieren.

Intel Kaby Lake im Test: Core i7, i5, i3, Pentium und Celeron im Vergleich
Intel Kaby Lake im Test: Core i7, i5, i3, Pentium und Celeron im Vergleich

Core i5 und Core i7 sind beide zukunftssicher

Bei der Differenzierung der Modellserien Core i5 und Core i7 hat sich hingegen quasi seit der Einführung von Sandy Bridge im Jahre 2011 nichts getan: Der Core i7 hat Hyper-Threading, der Core i5 nicht. Vier echte Kerne bieten beide.

Damit bleibt auch die Empfehlung in Grundzügen unverändert. Die hoch taktenden Core i5 und Core i7 werden beide für Jahre eine mehr als solide Basis darstellen. Da die Software-Optimierung immer hinter der Hardware zurück hängt, ist mit vier Kernen ohne Hyper-Threading bei hohem Takt auch in einigen Jahren noch nicht mit Problemen zu rechnen. Der Core i7 hat Vorteile in Anwendungen, die auf hohe Parallelität ausgelegt sind; die Topmodelle des Core i5 profitieren in anderen Anwendungen hingegen vom höheren Takt.

Langfristig werden mehr Kerne und mehr Threads von Vorteil sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Core i7 mit hohem Takt. Alle anderen wägen anhand der unzähligen Benchmarks im Test das aktuelle und das zukünftige Einsatzszenario ab und sparen.

Weitere Einzeltests zu Kaby Lake

Folgenden Kaby-Lake-Prozessoren hat sich ComputerBase bereits in separaten Tests ausführlich gewidmet:

Core i5 und Core i7 in diesem Test wurden vom Systemintegrator MIFCOM leihweise zur Verfügung gestellt.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.