kryoM.2 evo und micro: Neue Kühler für M.2-SSDs von Aqua Computer

Thomas Böhm 22 Kommentare
kryoM.2 evo und micro: Neue Kühler für M.2-SSDs von Aqua Computer
Bild: Aqua Computer

Schnelle PCIe-SSDs sind vermehrt im kompakten M.2-Format erhältlich. Bei anhaltender Last ist es bei derartigen Modellen in der Vergangenheit wiederholt zu hitzebedingter Drosselung gekommen. Das Angebot an Passivkühlern für die Massenspeicher wächst mit den kryoM.2 evo und kryoM.2 micro von Aqua Computer.

Geschwindigkeit macht heiß

In Form von platzsparenden M.2-Steckkarten mit PCIe-Schnittstelle wird mittlerweile schneller Massenspeicher mit Übertragungsraten jenseits von 2.000 MB/s angeboten. Doch diese Geschwindigkeit hat mitunter ihren Preis: Bei lange anhaltender Last beginnen manche SSDs wie die Patriot Hellfire im Test stark zu drosseln. Einflussfaktoren können die Position der M.2-Schnittstelle auf dem Mainboard, die Gehäuse- oder die Grafikkarten-Kühlung sein, wie der Artikel Samsung SSD 950 Pro: Temperatur und Leistung im Schlagabtausch gezeigt hat.

Eine Marktlücke für neue Kühlkörper

Auch wenn synthetische Dauerlasten im Alltag die Seltenheit darstellen, haben Hersteller eine Marktlücke gewittert und mit passenden Produkten gefüllt: Von exotischen SSD-Wasserkühlern abgesehen, gibt es von Alphacool einen Nachrüstkühler für M.2-SSDs. Ähnliches bietet auch MSI mit dem M.2 Shield an.

Aqua Computer hatte bislang eine PCIe-Steckkarte im Portfolio, welche eine M.2-SSD aufnehmen sowie mit einem Kühler versehen konnte. Die kryoM.2 getaufte Kühllösung wird nun um den Nachfolger kryoM.2 evo sowie die Neuvorstellung kryoM.2 micro ergänzt.

Im Jahr 2017 leuchten auch SSDs

Die kryoM.2 evo ist wie der Vorgänger kryoM.2 ebenfalls eine Steckkarte mit PCIe 3.0 x4. Neben dem noch größeren Aluminium-Kühlkörper erhält die „evo“ zusätzlich einen Passivkühler für die Rückseite der SSD sowie eine LED-Beleuchtung. Die Steckkarte leuchtet in Orange, wobei die LEDs wahlweise dauerhaft leuchten, deaktiviert werden können oder in Abhängigkeit von der momentanen SSD-Aktivität strahlen.

Die kryoM.2 micro hingegen arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie der Alphacool HDX-M.2-Kühler: Ein Aluminium-Blech wird auf die mit einem Wärmeleitpad versehene M.2-Steckkarte gelegt und über Halteklammern fixiert. Im Gegensatz zur Lösung von Alphacool verzichtet Aqua Computer auf die Kühlung der SSD-Rückseite, ergänzt die kryoM.2 micro dafür um Kühlrippen, welche die Oberfläche des Passivkühlers erhöhen.

Kühlung für 10 bis 35 Euro

Die kompakte kryoM.2 micro ist laut Hersteller ab sofort für 9,90 Euro verfügbar. Die neue Steckkarten-Variante kryoM.2 evo soll ab Anfang April zu einem Preis von 34,90 Euro erhältlich sein. Dabei wird der Vorgänger nicht beerbt: Die kryoM.2-Steckkarte mit Passivkühler steht weiterhin zu einem Preis von 29,90 Euro zur Verfügung.

M.2-SSD-Kühlung im Test

ComputerBase testet aktuell verschiedene M.2-SSD-Kühler. Mit einer Veröffentlichung der Testergebnisse ist in Kürze zu rechnen.