Cosmos C700P im Test: Cooler Masters Big Tower hat Ausstrahlung 2/3

Carsten Lissack 65 Kommentare

Praktische Erfahrungen

Zwar ist es beim Cosmos C700P möglich, den Mainboardtray komplett auszubauen und später mitsamt der darauf verschraubten Hauptplatine wieder einzusetzen. Der Einbau ist wie bei fast jedem anderen Gehäuse aber auch so natürlich problemlos realisierbar, da zu allen Seiten genügend Platz vorhanden ist. Später folgen dann noch die anderen Komponenten wie Grafikkarte, Netzteil und Festplatten. Alles lässt sich schnell und mühelos im Big Tower einbauen. Dank der geräumigen Rückseite stehen hinter dem Mainboardtray bis zu 33 mm Platz zur Verfügung. Das ist besonders für Freunde von Wasserkühlungen von Vorteil, wenn Schläuche auch entlang der Rückseite verlegt werden sollen.

Cooler Master Cosmos C700P – Testsystem
Cooler Master Cosmos C700P – Testsystem
Cooler Master Cosmos C700P – Testsystem

Platz ist in einem Big Tower selten ein ernsthaftes Problem. Demnach passen CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 198 mm in das Cosmos C700P hinein. Grafikkarten dürfen nicht länger als 320 mm ausfallen, wenn sich auf der selben Höhe ein 3,5"-Festplattenträger befindet. Ansonsten beträgt die maximale Länge 495 mm, bis die Lüfter an der Front erreicht werden. Die Länge des Netzteils ist unbeschränkt.

Kompatibilität von Radiatoren

Im Auslieferungszustand nimmt das Cooler Master Cosmos C700P drei Radiatoren auf. Während in der Front Exemplare bis zu einer Länge von 420 mm verbaut werden können, lässt sich im Deckel immerhin ein 360-mm-Triple-Wärmetauscher unterbringen. Im Heck ist anschließend noch Platz für einen 140-mm-Single-Radiator. Zwar bestünde auch die Möglichkeit, im Boden einen 280-mm-Dual-Wärmetauscher einzubauen, Cooler Master liefert das hierzu benötigte Bracket allerdings nur gegen Aufpreis von 6,99 Euro.

Cooler Master Cosmos C700P – Vollausstattung mit Radiatoren

Cooler Master behauptet in der beiliegenden Anleitung zwar, dass ein 140-mm-Exemplar im Heck verbaut werden kann, doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Damit die Montage möglich ist, muss zunächst ein 140-mm-Lüfter mit der Rückseite des Gehäuses verschraubt werden. Davor kommt dann der entsprechende Wärmetauscher. Je nachdem, wie die Wasserkühlung angelegt werden soll, muss dies berücksichtigt werden. Schöner wäre es definitiv gewesen, wenn der Radiator auch direkt an die Rückwand passen würde. Hier hat Cooler Master jedoch 2 bis 3 mm zu viel gespart.

Cooler Master Cosmos C700P – Im Heck soll laut Hersteller ein 140-mm-Radiator passen, was nicht der Fall ist
Cooler Master Cosmos C700P – Der Frontradiator darf ruhig dicker ausfallen
Cooler Master Cosmos C700P – Selbiges gilt für den Wärmetauscher im Deckel

Der Radiator in der Front hingegen passt hervorragend in das Gehäuse. Auch tiefere 60-mm-Modelle passen hier problemlos. Diese Aussage trifft auch auf den Wärmetauscher im Deckel zu. Zudem kommt es zu keinen Platzproblemen bei montiertem Heckradiator.

Cooler Master Cosmos C700P – Auch bis zum Radiator am Heck ist noch viel Platz

Das Cooler Master Cosmos C700P ist damit sehr gut für eine große interne Wasserkühlung geeignet. Vorteilhaft für die Kühlung ist weiterhin, dass größere Radiatoren mit 60 mm Tiefe problemlos in alle Bereiche hineinpassen. Unverständlich ist, dass der Hersteller an einem Bracket im Boden für eine weitere Montagemöglichkeit spart. Auch hier ist es unverschämt, dem Käufer die Kosten eines Artikels aufzuzwingen, der in der Fertigung wahrscheinlich nicht mehr als 1 Euro kostet.

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