Core i7-8700 und i5-8600K im Test: Alle Coffee-Lake-CPUs, „Auto OC“ und DDR4-4000 analysiert 5/6

Volker Rißka 239 Kommentare

Preis-Leistungs-Verhältnis (Anwendungen)

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Streudiagramm zeigt, wo mehr fürs Geld geboten wird. Dies bezieht sich in dem Fall auf Anwendungen, dem primären Einsatzgebiet der Prozessoren mit den meisten Kernen und Threads.

UVP und Handelspreise weichen bei Coffee Lake und insbesondere den Sechskern-Prozessoren vor dem Hintergrund der schlechten Verfügbarkeit ab Lager deutlich voneinander ab, das Diagramm ist nur eine Momentaufnahme, die sich stündlich ändern kann. Der Core i5-8400 landet mit knapp 210 Euro (lieferbare Tray-Version) im Vergleich der CPUs von Intel dennoch weit vorn, nur der kleinste Vierkerner der neuen Generation kann ihn noch übertrumpfen. Doch mit 30 oder 40 Euro über dem UVP sind die Core i5 teuer und die AMD-Prozessoren wieder im Geschäft, sie sind seit Markteinführung stetig im Preis gefallen. Ryzen 5 ist und bleibt deshalb eine Alternative.

Konnte Intel bisher nur im Einstieg mit dem Pentium in Sachen Preis/Leistung überzeugen, gelingt dies mit der neuen Generation in deutlich mehr Bereichen. Eine derart aggressive Preispolitik hätte es zehn Monate nach dem Start von Kaby Lake ohne AMD Ryzen sicher nicht gegeben. Die neuen Vierkern-Prozessoren beginnen nun bei 113 Euro (lieferbar). Der Core i3-8100 liegt damit auf dem Preis-Leistungs-Niveau des Verkaufsschlagers Pentium G4560.

Preis-Leistungs-Verhältnis (Spiele)

Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen zeigt ein ähnliches Bild. Sehr hohe Leistung kostet etwas, der Intel Core i5-8400 schnürt ab Werk das interessanteste Gesamtpaket – und das trotz eines um 20 Prozent höheren Preises gegenüber der UVP. Auch der Core i3 mit seinen nun vier Kernen kann rein auf die Leistung für kleines Geld bezogen mithalten. Allerdings zeigt sich beim Blick in die Detail-Diagramme, dass ihm hier und da doch schon mal die Puste ausgehen kann. Eine sichere Basis für die Zukunft sind lediglich vier Threads nicht mehr.

In den beiden Extremen festigt sich das Bild: In der HD-Auflösung von nur 720p wird die CPU mehr gefordert, die Intel-Prozessoren können ihren Vorsprung noch weiter ausbauen. Bei UHD hingegen wird die Grafikkarte der limitierende Faktor, die CPUs rücken näher zusammen.

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