Samsung SSD 860 im Test: Pro und Evo mit 4 TB am Schnittstellenlimit 3/3

Daniel Albers et al. 159 Kommentare

Fazit

Die Samsung SSD 860 Serie ist das Produkt der kontinuierlichen Weiterentwicklung der SATA-SSDs von Samsung, die mittlerweile vorrangig durch die Entwicklung beim NAND getrieben wird. Wesentliche Fortschritte bei der Leistungsfähigkeit an der SATA-Schnittstelle sind hingegen nicht mehr möglich.

Immerhin kleine Vorteile gegenüber den Vorgängern deuten sich im Consistency Test an und die Crucial MX500 (Test) wird im Schnitt knapp geschlagen. Die Abstände sind in der Praxis allerdings nicht relevant.

Evo und Pro unterscheiden sich kaum noch

Der limitierende Faktor SATA führt ferner dazu, dass zwischen Pro und Evo bei der Leistung nur noch homöopathische Unterschiede existieren. Zumindest gilt dies für die Modelle mit viel Speicherplatz. Bei den kleinen Modellen könnte die Pro Vorteile bieten, wenn den Evo der Cache ausgeht. Durch die zeitliche Beschränkung der Garantie auf 5 Jahre wie bei der Evo nimmt Samsung der Pro ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Ihr bleiben damit im Endeffekt nur noch die doppelt so hohe garantierte Mindestschreibleistung (TBW), die innerhalb der Garantie abgedeckt ist, und das Wissen über den Unterschied beim verwendeten NAND.

Samsung SSD 860 Pro (links) und Evo zerlegt
Samsung SSD 860 Pro (links) und Evo zerlegt

860 Evo bereits auf dem Preisniveau der 850 Evo

Für den Privatanwender bleibt auch nach diesem Artikel die Kombination aus Preis, (gewünschter) Garantiedauer und eventuell Zusatzleistungen wie Software entscheidend, wenn es um die Anschaffung einer neuen SSD für das SATA-Interface geht. Der Leistung sollte hingegen wenig Beachtung beigemessen werden. Bei der 860 Evo stellen sich bereits Preise auf dem Niveau der 850 Evo ein, die 860 Pro ist hingegen noch zu teuer. Ab Lager verkauft wird sie im Vergleich zur Evo aber auch noch nicht.

Preise & Verfügbarkeit

4 Terabyte schneller SSD-Speicher bleibt auch Anfang 2018 ein teures Vergnügen. Für die Samsung 860 Evo nennt Samsung eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 1.560 Euro, was 39 Cent pro Gigabyte bedeutet. Die Samsung SSD 860 Pro dürfte noch teurer sein, aber einen Preis nannte der Hersteller vorab nicht.

Verfügbar ist drei Tage nach dem Markstart in Deutschland vorerst nur die 860 Evo. Sie unterbietet die UVP aber bei allen Modellen bereits deutlich, das Niveau der 850 Evo wird in den kleineren Klassen nur noch knapp verfehlt, das Topmodell liegt auf Augenhöhe. Die zur Veröffentlichung des Tests am 23. Januar ausgesprochene Empfehlung, Kunden sollten aktuell noch zur deutlich günstigeren Samsung SSD 850 Evo greifen, ist damit nicht mehr aktuell.

Die 860 Pro ist wiederum erst bei wenigen Händlern gelistet, deren Preisvorstellungen noch nahe an der UVP liegen. Wer auf den geringen Unterschied der Pro zur Evo abzielt, sollte in jedem Fall die ersten Tage nach Verfügbarkeit abwarten, denn auch hier ist mit schnell fallenden Preisen zu rechnen.

Samsung 860 Evo (2,5 Zoll)
250 GB 500 GB 1.000 GB 2.000 GB 4.000 GB
Preis (UVP) 109,99 € 189,99 € 369,99 € 729,99 € 1.559,99 €
Preis (Handel*) 88 € 170 € 316 € 598 € 1.282 €
Preis/GB (Handel) 0,35 € 0,34 € 0,32 € 0,30 € 0,32 €
Samsung 860 Pro
256 GB 512 GB 1.024 GB 2.048 GB 4.096 GB
Preis (UVP) 145,90 € 259,90 € 499,90 € 989,90 € unbekannt
Preis (Handel*) 140 € 249 € 449 € 889 € 1.899 €
Preis/GB (Handel) 0,55 € 0,49 € 0,44 € 0,43 € 0,46 €
*gerundet, Stand 26.01.2018

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