Fortnite, LOL, PUBG & Co.: Einsteiger-Grafikkarten, APUs und IGPs im Benchmark 3/3

Wolfgang Andermahr 130 Kommentare

Die geringere Qualität: Wie groß ist der Verlust

Die eingesetzten Grafikkarten, IGPs und APUs lassen nicht im Ansatz die maximale Detailstufe zu. Doch die Frage ist: Wie viel Qualität geht überhaupt verloren, wenn die Grafik reduziert werden? Die Redaktion hat von allen Testspielen vier verschiedene Screenshots erstellt. Diese vergleichen die maximal mögliche Qualität in 3.840 × 2.160 (die sich auch nach dem Herunterladen nur auf einem Ultra-HD-Monitor so richtig zeigt), die im Test der High-End-Grafikkarten genutzten Einstellungen in 1.920 × 1.080, die im Test der Mainstream-Grafikkarten genutzten Einstellungen sowie die in diesem Test genutzten Einstellungen miteinander.

In einigen Spielen muss die Grafik massiv reduziert werden

Anders als bei den Mittelklasse-Grafikkarten ist bei den in CPUs integrierten Grafiklösungen oft eine Reduzierung der Bildqualität nötig, die auch in den beliebten Spielen sofort sichtbar ist. So verschwinden zum Beispiel in DOTA 2 viele Details und die Grafik wird generell unscharf. In Fortnite gehen auf größerer Entfernung diverse Objekte verloren, zudem gibt es kaum noch Schatten und die Beleuchtung verschlechtert sich massiv. Und PUBG wird zum Flimmerparadies, da die dargestellte Auflösung Full HD intern nur mit 70 Prozent weniger Pixeln gerendert wird.

Fortnite, Overwatch, PUBG und co. – Die Bildqualität

Es gibt aber auch Spiele, in denen die angepasste Detailstufe zwar schlechter aussieht. Doch sind die Unterschiede nicht groß genug, um der Optik den Charme zu nehmen. Das gilt für GTA V, Overwatch und Rainbow Six Siege sowie World of Warcraft. Auch bei League of Legends werden die Unterschiede sofort sichtbar. Doch stört das beim Spielen nicht.

In zwei Spielen macht es sogar kaum einen Unterschied, ob für Full HD eine APU oder eine Mittelklasse-Grafikkarte im Rechner steckt. Counter-Strike: GO sowie World of Tanks müssen einzig Einbußen bei der Kantenglättung hinnehmen. Die restlichen Details müssen nicht weiter reduziert werden.

Fazit

Auch wenn Spiele wie Counter-Strike: GO, DOTA 2 und World of Tanks keinen schnellen Rechner benötigen, ein gewisses Maß an Leistung muss trotzdem in der GPU stecken – selbst für Full HD und (weniger bis) stark reduzierte Grafikdetails. Die in Intel-CPUs integrierte Grafikeinheit erweist sich selbst auf einem Core i5-8400 also quasi durchweg zu langsam. Nur in League of Legends passt es, alle anderen Titel ruckeln aber meist stark.

Raven Ridge schafft sie alle – außer PUBG

Mit den neuen APUs von AMD, Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G (Test), lassen sich dagegen fast alle Spiele bei reduzierten Details flüssig wiedergeben. Fortnite, Overwatch, GTA V und Co. laufen zwar nicht immer mit 60 FPS und mehr, spielbar sind die Titel aber alle. Nur in PUBG sind flüssige Frameraten nicht zu erzielen. Auch bei reduzierter Auflösung und damit einer schier hässlichen Grafik nicht.

Die Konkurrenz für die AMD-APUs sind nicht die Intel-IGPs, sondern ein kleiner Intel-Prozessor mit einer diskreten Grafikkarte. Vor allem die Kombination aus einem Pentium G4560 und einer GeForce GT 1030 ist etwas schneller als der Ryzen 5 2400G – aber auch teurer. Und die CPU-Leistung fällt signifikant niedriger aus.

Preis-Leistungs-Sieger: Ryzen 3 2200G

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich hat am Ende daher der Ryzen 3 2200G. Die CPU-Performance ist hoch, die GPU-Leistung meistens ausreichend. Eine gleichwertige oder gar bessere Alternative zum Preis von 90 Euro gibt es nicht.

Wer mehr Spieleleistung zum höheren Preis sucht, der sollte dann aber nicht zum Ryzen 5 2400G, sondern zum Pentium G4560 mit der GeForce GT 1030 greifen. Die Kombination ist in den meisten Spiele schneller, für PUBG reicht es aber immer noch nur mit Einschränkungen. Von allen anderen Konstellationen sollten im Niedrig-Preisbereich abgesehen werden.

Der nächstgrößere Schritt wäre nur mit einer diskreten Grafikkarte wie der GeForce GTX 1050 zu erreichen. Doch dann kostet alleine die Grafikkarte mehr als eine Mischung aus günstiger CPU und GPU.

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