RGB-LED-Speicher im Test: Leuchtender RAM von Ballistix, Corsair & G.Skill im Vergleich 2/2

Christoph Käsbauer 152 Kommentare

Leistung

In Bezug auf die Leistung befinden sich alle Testkandidaten in einem sehr ähnlichen Bereich, der den Äquivalenten ohne RGB-Beleuchtung in nichts nach steht. Da es sich bei RGB-Produkten tendenziell um teurere Varianten handelt, sind in den Produktaufstellungen der Hersteller auch eher leistungsfähige Arbeitsspeicher vertreten.

Da ein direkter Vergleich der Testkandidaten aufgrund der unterschiedlichen Spezifikationen nicht möglich ist, hat die Redaktion nur beispielhaft die Leistung in verschiedenen gängigen Benchmarks ermittelt, mithilfe derer sich die Leistung des Arbeitsspeichers gut einschätzen lässt. Sofern ein XMP-Profil vorhanden war, wurde die SPD-Geschwindigkeit mit der XMP-Geschwindigkeit verglichen.

Das Testsystem bestand aus einem Gigabyte Aorus X370 Gaming K5 mit AMD Ryzen 7 1700 Prozessor sowie einer Aorus Radeon RX 580 8GB. Zum Vergleich wurde G.Skill Flare X ohne RGB-LED verwendet. Die Leistung der Arbeitsspeicher wurde indirekt über CPU-, GPU- und einer Kombination aus CPU+GPU-Last gemessen.

Hersteller Bezeichnung Timings SPD – Clockspeed XMP – Clock Speed
G.Skill Flare X (Non-RGB) CL14-14-14-34 2400 Mhz 3200 Mhz
G.Skill Trident Z RGB CL16-18-18-38 2133 Mhz 3200 Mhz
Corsair Vengeance RGB CL16-18-18-36 2133 Mhz 3200 Mhz
Ballistix Tactical Tracer RGB CL16-18-18-38 2666 Mhz -

Die Ergebnisse spiegeln die Erwartungshaltung wieder. Bei Modellen, die XMP unterstützen, kann eine Leistungssteigerung von 1,5 bis 3,0 Prozent in Cinebench R15 (CPU) erzielt werden, bei Last auf der GPU sind es 5,0 bis 8,0 Prozent. In Unigine Valley und Rise of the Tomb Raider Werten gibt es hingegen nur leichte Unterschiede.

Fazit

RGB-LED-RAM kann gefallen, muss er aber nicht – das ist am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Dabei kann auch das konkrete gewählte Modell den Unterschied machen, denn die Varianten von Corsair, Ballistix und G.Skill unterscheiden sich optisch doch deutlich voneinander. Das fängt beim Design der Heatspreader an und setzt sich auch über die Beleuchtung fort. Den besten Eindruck hinterlässt der Speicher von G.Skill, der pro Modul in unterschiedlichen Farben leuchten kann und keine Lichthöfe erkennen lässt.

Leistungstechnisch gibt es keinerlei Vor-oder Nachteile gegenüber nicht beleuchtetem Speicher und preislich ist der Aufschlag mit etwa 10 Prozent vertretbar. Ein Problem könnte hingegen die Kompatibilität mit den restlichen Komponenten im eigenen PC bereiten. Diesem Thema wird sich ComputerBase in einem weiteren Artikel widmen.

Den von Mindfactory.de öffentlich kommunizierten Verkaufszahlen nach liegt der Anteil der RGB-Varianten am Gesamtabsatz bei ca. 10 Prozent. Das Angebot selbst besteht allerdings mittlerweile aus circa einem Dittel beleuchtetem gegen zwei Drittel unbeleuchtetem RAM. Die meisten Kunden greifen also auch weiterhin nach RAM-Riegeln ohne diese Funktion.

Hat dein System eine aktive RGB-LED-Beleuchtung?
  • Ja, aber eher zufällig durch die Komponenten
    32,5 %
  • Ja, ich habe es auch mit diesem Ziel zusammengestellt
    18,6 %
  • Nein
    48,9 %

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