Nvidia GeForce GTX 1050 (Ti) im Test: Mittelklasse-GPU mit 2, 3 und 4 GB Speicher im Vergleich

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Wolfgang Andermahr 105 Kommentare

Übertaktbarkeit

Die Gigabyte GeForce GTX 1050 3 GB Windforce OC lässt sich nur bedingt übertakten, da die Grafikkarte auch bei den Standard-Taktraten ins nicht veränderbare „Power Target“ läuft. Etwas mehr Performance lässt sich aber dennoch aus dem 3D-Beschleuniger kitzeln.

So lässt die GP107-GPU ein Plus von 154 MHz zu. In Spielen arbeitet die Grafikkarte dann mit maximal 1.873 MHz. Der Micron-Speicher verträgt zusätzliche 200 MHz, was in 3.700 MHz resultiert. Eine noch höhere Frequenz wird mit einem schwarzen Bildschirm quittiert. In Spielen lässt sich die Performance durch das Übertakten um fünf bis elf Prozent erhöhen.

Übertaktbarkeit
  • Assassin's Creed Origins:
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Übertaktet (1.572/3.700)
      31,4
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Standard (1.392/)
      28,3
  • F1 2017:
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Übertaktet (1.572/3.700)
      34,2
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Standard (1.392/)
      32,6
  • Wolfenstein 2:
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Übertaktet (1.572/3.700)
      33,5
    • Gigabyte GTX 1050 3 GB – Standard (1.392/)
      32,0

Preis und Verfügbarkeit

Die GeForce GTX 1050 3 GB ist derzeit noch nicht lieferbar und kaum gelistet. Die Gigabyte GeForce GTX 1050 3 GB WindForce OC ist ab 173 Euro bei ersten Händlern zu finden, die restlichen Listungen nennen sehr ähnliche Preise. In den nächsten Tagen sollte sich die Situation bessern – wann genau, ist aber unklar. Zudem muss der Preis noch deutlich runtergehen, denn für die veranschlagten 173 Euro erhält man derzeit auch eine bessere GeForce GTX 1050 Ti.

Fazit

Mit einem Modell zwischen GeForce GTX 1050 Ti und GeForce GTX 1060 hätte Nvidia vielen Kunden sicherlich einen größeren Wunsch erfüllt als mit einer weiteren GeForce GTX 1050 in der Nische zwischen den beiden bekannten Modellen, zumal die GeForce GTX 1050 Ti mit 4 GB aufgrund des größten Grafikspeichers die klare Empfehlung innerhalb der Serie bleibt.

Denn die GeForce GTX 1050 3 GB hat gegenüber der GeForce GTX 1050 mit 2 GB zwar einen deutlichen Vorteil, bleibt in aktuellen Spielen unter Full HD aber nicht gänzlich von der Speicherproblematik bei höchsten Texturdetails verschont. Sie steht zwar deutlich besser da als die Variante mit 2 GB, der meistens nur die niedrigste Detailstufe bleibt. Trotzdem sollten Spieler nur bei großem preislichen Unterschied das neue Modell als Alternative zur GeForce GTX 1050 Ti in Betracht ziehen. Die ersten Listungen sehen sie noch auf Augenhöhe mit der 170 Euro teuren Ti. Die GeForce GTX 1050 mit 2 GB kostet 135 Euro.

GTX 1050 Ti (oben), GTX 1050 3 GB (Mitte) und GTX 1050 (unten)
GTX 1050 Ti (oben), GTX 1050 3 GB (Mitte) und GTX 1050 (unten)

Das Gigabyte-Modell arbeitet im Alltag perfekt

Die konkrete Umsetzung von Gigabyte mit der GeForce GTX 1050 3 GB Windforce OC lässt sich als unspektakulär spektakulär bezeichnen. Die Grafikkarte ist sehr klein, gehört im Betrieb aber zu den ganz großen. Das Mehr an Takt trägt nicht dazu bei, doch der Dual-Slot-Kühler arbeitet nahezu perfekt und ist selbst nach einer langen Spiele-Session fast unhörbar. Die Energieeffizienz der Grafikkarte ist in allen Lebenslagen sehr gut, die Temperaturen sind sehr niedrig und die Grafikkarte kommt ohne für die Einstiegsklasse unnötige Spielereien daher.

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