Intel Optane SSD 905P: High-End-SSD kommt auch als extra langes M.2-Modul

Michael Günsch 17 Kommentare
Intel Optane SSD 905P: High-End-SSD kommt auch als extra langes M.2-Modul
Bild: Intel

Mit der Optane 905P hat Intel die Flaggschiff-SSD Optane 900P leicht überarbeitet. Zu den Formfaktoren AIC und 2,5 Zoll gesellt sich ein weiteres Format: Auf der Computex hat Intel die Optane 905P als M.2-Modul angekündigt.

In hoher Schlagzahl bringt Intel Produkte auf Basis des neuartigen Speichertyps 3D XPoint auf den Markt. Erst kürzlich war der Optane-DIMM alias Optane Persistent Memory ein Thema, der aber voraussichtlich erst im kommenden Jahr den Markt erreicht. Nun richtet sich das Augenmerk wieder auf das Segment Storage, das Intel bereits mit diversen Optane-SSDs bedient hat.

Der jüngste Neuzugang heißt Optane SSD 905P und ist eine für Enthusiasten und Workstations gedachte High-End-SSD, die als überarbeitete Fassung der erst letztes Jahr eingeführten Optane SSD 900P (Test) anzusehen ist. Zunächst war die Optane 905P als Add-In-Card (AIC) für den PCIe-Steckplatz und im 2,5-Zoll-Gehäuse mit U.2-Anschluss gestartet. Jetzt hat Intel auch eine M.2-Version enthüllt.

Intel Optane SSD 905P als langes M.2-Modul

Der Formfaktor lautet M.2-22110, was ein 11 cm langes Modul bedeutet. Damit ist die Optane 905P M.2 länger als die üblichen, 8 cm langen M.2-SSDs für Verbraucher und passt somit nicht mehr in jedes Notebook oder jeden Mainboard-Steckplatz. Die nutzbare Speicherkapazität soll laut Medienberichten bei 380 GB liegen. Der Controller ist mal mit und mal ohne Heatspreader zu sehen.

Die Ähnlichkeit zur Optane SSD DC P4801X für das Enterprise-Segment ist unverkennbar, die allerdings mit 375 GB angegeben wurde – die Differenz könnte dem Over-Provisioning oder einer Rundung geschuldet sein. In beiden Fällen sind drei Speicherbausteine auf der Vorderseite der M.2-Platine erkennbar. Die Verfügbarkeit der 905P im M.2-Format wurde für den Sommer in Aussicht gestellt.

Leistungsdaten unbekannt

Noch unbekannt sind die Leistungsdaten. Doch ist zu erwarten, dass die Durchsatzraten unterhalb der größeren Versionen liegen, die bis zu 2.600 MB/s erreichen sollen. Denn großflächige Kühlkörper besitzt die M.2-Version nicht. Eine Limitierung durch die Temperatur sei deshalb denkbar, führt AnandTech aus.

In Leistungs-Demo deklassiert die Intel 905P eine Intel 760P

Die eigentliche Stärke der Optane-SSDs sind aber nicht die sequenziellen Transferraten, sondern die niedrige Speicherlatenz, viele IOPS schon bei kleiner Befehlswarteschlange sowie eine konstant hohe Leistung unter Dauerlast. Zur Demonstration der Leistungsfähigkeit in der Praxis hat Intel auf zwei Systemen das gleiche Video enkodieren lassen. Ein System war mit einer Intel Optane SSD 905P bestückt, das andere mit einer Intel SSD 760P auf Basis von NAND-Flash. Während das Optane-System schon nach 17 Sekunden fertig war, war das 760P-System noch nicht einmal bei der Hälfte angelangt, berichtet Tom's Hardware.