Kingston SSD A1000 & KC1000 im Test: Einmal gut und einmal viel zu schnell zu heiß

Daniel Albers 59 Kommentare
Kingston SSD A1000 & KC1000 im Test: Einmal gut und einmal viel zu schnell zu heiß

tl;dr: Mit der Einsteigerlösung A1000 und der KC1000 für gehobenere Ansprüche ergänzt Kingston das Sortiment um NVMe-SSDs. Beide Modelle gibt es im M.2-Format mit den Kapazitäten 240 GB, 480 GB und 960 GB. Die A1000 wird ihrer Rolle im Test gerecht, die KC1000 läuft hingegen viel zu schnell viel zu heiß und drosselt.

Die Technik im Überblick

Beide M.2-Steckkarten sind 80 mm Lang, liegen also im Format 2280 vor. Die Bestückung des M.2-Moduls ist bei der KC1000 zweiseitig mit MLC-NAND und bei der A1000 einseitig mit TLC-3D-NAND bestückt. Die KC1000 ist außerdem mit einer optionalen PCIe-x4-Adapterkarte als KC1000H verfügbar.

Spezifikationen der A1000 und KC1000
A1000 KC1000
Interface PCIe 3.0 x2 PCIe 3.0 x4
Controller Phison PS5008-E8 Phison PS5007-E7
NAND 3D-TLC MLC
DRAM

Bei der KC1000 sind die Kapazitäten von 240 GB, 480 GB und 960 GB auffällig. Für SSDs, die auf MLC-NAND-Flash basieren, hält sie einen relativ großen Anteil für das Over-Provisioning zurück. Ebenfalls interessant: Auf dem PCB des M.2-Moduls der KC1000 sind zwei DRAM-Packages verlötet, deren Verwendung die Verdoppelung der Datenrate zwischen DRAM und SSD-Controller ermöglicht. Die beiden Eigenschaften sind Indizien für eine auf Geschwindigkeit optimierte SSD. Bei der A1000 ist hingegen die Verwendung eines im PC eher untypischen PCIe-3.0-x2-Interfaces die einzige Auffälligkeit.

Die beiden verwendeten Controller stammen von Phison. Die KC1000 nutzt den PS5007-E7, der acht Kanäle unterstützt, und die A1000 verwendet den Phison 5008-E8, der über vier Kanäle verfügt.

Die beiden Leihstellungen mit jeweils einer Kapazität von 480 GB verwenden NAND-Flash von Toshiba. Im Datenblatt für die Laufzeit der Produkte fest definiert ist das zwar nicht. Allerdings ist die Verwendung von Toshiba NAND-Flash auch in Zukunft wahrscheinlich, da Kingston eines der Unternehmen ist, welche Anteile am Toshiba NAND-Flash-Geschäft erworben haben.

A1000 mit schnellem SLC-Cache

Bei der A1000-Serie verwendet Kingston einen SLC-Cache. Details zur Größe (in Abhängigkeit zum SSD-Volumen) sind im Datenblatt nicht angegeben und eine Anfrage der Redaktion blieb bis zum Zeitpunkt dieses Artikels unbeantwortet. Die KC1000, die auf MLC basiert, verwendet keinen SLC-Cache. Unter Zuhilfenahme von HD Tach lässt sich für das Modell mit 480 GB aber schlussfolgern, dass dieses einen SLC-Cache von 25 GB aufweist

Garantie, Lieferumfang und Eckdaten

Der Lieferumfang geht mit der Zeit, in der (im harten Preiskampf) an Zubehör gespart wird. Neben der SSD liegen eine knappe Betriebsanleitung und ein Coupon mit der Seriennummer für Acronis True Image HD in der Verpackung. Mit Hilfe der Software, die durch die Migration der bestehenden Installation einen schnellen und unkomplizierten Start mit der SSD verspricht, soll der Wechsel so unkompliziert wie möglich gestaltet werden.

Für die Verwaltung der KC1000 inklusive Firmware-Updates und Secure Erase stellt Kingston das Tool SSD Manager zur Verfügung.

Beide Serien haben eine eingeschränkte Garantie von fünf Jahren. Sie endet, sobald der Zeitraum oder die maximal spezifizierte TBW überschritten wurde.

TBW und Garantie der A1000 und KC1000 im Vergleich
A1000
Speicherplatz 240 GB 480 GB 960 GB
TBW 150 TB 300 TB 600 TB
eingeschränkte Garantie 5 Jahre
KC1000
Speicherplatz 240 GB 480 GB 960 GB
TBW 300 TB 550 TB 1.000 TB
eingeschränkte Garantie 5 Jahre

Die TBW sind für Heimanwender allerdings generell nur ein grober Richtwert und eine Absicherung der Hersteller. SSDs sind meist sogar noch weitaus haltbarer, wie unabhängige Stichproben gezeigt haben.

Die Spezifikationen der A1000- und KC1000-Serie im Überblick

Kingston A1000 (240 GB) Kingston A1000 (480 GB) Kingston A1000 (960 GB) Kingston KC1000 (240 GB) Kingston KC1000 (480 GB) Kingston KC1000 (960 GB) Kingston KC1000(H) (240 GB) Kingston KC1000(H) (480 GB) Kingston KC1000(H) (960 GB)
Controller: Phison PS5008-E8, 4 NAND-Channel Phison PS5007-E7, 8 NAND-Channel
DRAM-Cache: ?
Speicherkapazität: 240 GB 480 GB 960 GB 240 GB 480 GB 960 GB 240 GB 480 GB 960 GB
Speicherchips: ? ? ? ?, ? ? ? ? MLC NAND, ?
Formfaktor: M.2 (80 mm) M.2 (80 mm)
Adapter: HHHL PCIe x4 Karte
Interface: PCIe 3.0 x2 PCIe 3.0 x4
seq. Lesen: 1.500 MB/s 2.700 MB/s
seq. Schreiben: 800 MB/s 900 MB/s 1.000 MB/s 900 MB/s 1.600 MB/s 900 MB/s 1.600 MB/s
4K Random Read: 100.000 IOPS 190.000 IOPS
4K Random Write: 80.000 IOPS 90.000 IOPS 100.000 IOPS 160.000 IOPS 165.000 IOPS 160.000 IOPS 165.000 IOPS
Leistungsaufnahme Aktivität (typ.): ?
Leistungsaufnahme Aktivität (max.): ?
Leistungsaufnahme Leerlauf: ?
Leistungsaufnahme DevSleep: ?
Leistungsaufnahme L1.2: ?
Funktionen: NVMe, NCQ, TRIM, SMART, Garbage Collection
Verschlüsselung: optional?
Total Bytes Written (TBW): 150 Terabyte 300 Terabyte 600 Terabyte 300 Terabyte 550 Terabyte 1.000 Terabyte 300 Terabyte 550 Terabyte 1.000 Terabyte
Garantie: 5 Jahre
Preis: ab 63 € ab 115 € ab 245 € ab 113 € ab 140 € ab 397 € ab 120 € ab 201 € ab 389 €
Preis je GB: € 0,26 € 0,24 € 0,26 € 0,47 € 0,29 € 0,41 € 0,50 € 0,42 € 0,41

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