ThinkPad X1 Carbon G6 im Test: Lenovos fast perfektes Business-Notebook

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Nicolas La Rocco 136 Kommentare

Tastatur, Touchpad und Trackpoint

Lenovo verbaut die schon von der fünften Generation bekannte Tastatur mit leicht konkaven Tasten, die ein sehr gutes Tippgefühl hinterlassen – auch im neuen ThinkPad X1. Auf dem Notebook sind ohne Einschränkungen mehrere Artikel für ComputerBase entstanden. Den stärksten Widerstand bieten die Tasten gleich zum Start, danach folgen knapp 2 Millimeter Hub, bevor die Taste fast eben im Gehäuse sitzt. Lenovos Tastaturlayout ist übersichtlich und klar gekennzeichnet. Anders als bei Dell sind unten links die Fn- und Strg-Taste vertauscht. Dies lässt sich in den Einstellungen des Notebooks aber auf den von anderen Herstellern bekannten Standard verstellen.

Das Touchpad ist mit 10 × 5,6 cm etwas kleiner als beim aktuellen Dell XPS 13, an der leicht aufgerauten Oberflächenbeschaffenheit und den daraus resultierenden Gleiteigenschaften gibt es aber nichts zu meckern. Befehle mit dem Mauszeiger und Windows-Gesten wurden im Test fast immer korrekt erkannt und durchgeführt.

Wer lieber mit dem Trackpoint von Lenovo arbeiten möchte, hat diese Option beim neuen X1 Carbon weiterhin. Der rote Trackpoint mit seinen feinen Noppen sitzt wie gewohnt zwischen den Tasten G, H und B und wird durch drei Maustasten unterhalb der Leertaste unterstützt. Es ist aber durchaus auch die Bedienung über Touchpad und die eigentlich zum Trackpoint gehörenden Maustasten möglich. Nur Trackpoint und Touchpad vertragen sich beim Mauszeiger naturgemäß nicht.

ThinkShutter versperrt die Sicht

Rechts neben dem Touchpad sitzt der Fingerabdrucksensor für die biometrische Authentifizierung mittels Windows Hello unter Windows 10. Alternativ ist die biometrische Anmeldung über eine für Windows Hello geeignete IR-Kamera der Frontkamera möglich. Die lässt sich allerdings nur dann bestellen, wenn auf den neuen ThinkShutter verzichtet wird. Dahinter verbirgt sich ein mechanischer Verschluss der Frontkamera, der sich von links nach rechts über die Linse schieben lässt. Der Mechanismus wird nur für die normale Frontkamera und nicht für das größere Modul mit Frontkamera und IR-Kamera für Windows Hello angeboten.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet unzuverlässig

Der von Lenovo verbaute Fingerabdrucksensor ist abseits der ansonsten sehr guten Eingabegeräte eine im wahrsten Sinne des Wortes kleine Enttäuschung. Die Sensorfläche ist zu gering. Im Alltag ist die Erkennungsquote zu niedrig und die Erkennung selbst zudem vergleichsweise langsam. Das Prozedere ist unterm Strich zwar nach wie vor schneller als die Eingabe eines langen Passwortes oder einer PIN, Dell oder auch Huawei verbauen aber deutlich bessere Sensoren. Beim X1 Carbon muss der Finger sehr präzise in der Mitte des Sensors aufgelegt werden, doch selbst dann ist die zuverlässige Anmeldung nicht immer beim ersten Versuch möglich.

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