Razer Blade 15 (2018) im Test: Extremes Notebook mit Max-Q, auch bei der CPU 2/3

Jan-Frederik Timm et al. 55 Kommentare

Leistung Anwendungen

Mit dem Handicap von 10 Watt auf den Verbrauch kann sich der Sechskern-Prozessor Core i7-8750H im Razer Blade 15 nicht von den schnellsten und ungedrosselten mobilen Vierkern-CPUs der letzten Generation absetzen. Der unter Dauerlast nur auf 45 Watt gebremste Core i7-8750H ist um ca. 30 Prozent schneller.

Das gilt nicht nur für Cinebench R15, sondern auch für andere Programme wie POV-Ray oder den x265 HD Benchmark. Der immer mit maximalem Turbotakt agierende Vierkern-Prozessor Intel Core i7-8809G („Kaby Lake-G“) erreicht jeweils ein etwas besseres Resultat.

Leistung Spiele

Mit der GeForce GTX 1070 Max-Q und dem Core i7-8750H platziert sich das Notebook im Durchschnitt über die getesteten AAA-Spiele genau zwischen GeForce GTX 1060 und GeForce GTX 1070 für den Desktop-PC (jeweils Founders Edition). Die 14 Prozent Rückstand auf die GeForce GTX 1070 Founders Edition passen dabei gut in das von Nvidia vorgegebene Korsett: Die mobile GeForce GTX 1070 darf maximal zehn Prozent, die Max-Q wiederum nochmals maximal 10 Prozent langsamer sein. 14 Prozent Rückstand liegen damit klar im grünen Bereich.

Leistung Laufwerke

Razer setzt (wie beispielsweise auch Lenovo im Carbon X1 G6 (Test)) auf die NVMe-SSD Samsung PM981, im Testmodell mit 512 GB Kapazität. Dabei handelt es sich um die OEM-Version der Samsung SSD 970 Pro (Test).

Doch während die SSD im Notebook von Lenovo auch in deren Leistungsregionen vorstößt, ist sie im Razer Blade 15 vergleichsweise langsam unterwegs – nur ca. 2.500 MB/s beim sequentiellen Lesen liegen 30 Prozent unter den Erwartungen. In anderen Benchmarks passen die Ergebnisse wiederum – auch unter Berücksichtigung der stärkeren CPU. Auch die Installation des aktuellen NVMe-Treibers von Samsung brachte in Bezug auf den Rückstand beim sequentiellen Lesen keine Abhilfe.

An den Temperaturen kann es dabei nicht gelegen haben. Die sind mit bis zu 75 °C unter Last zwar hoch und fallen auch im Leerlauf nicht unter 45 °C, gedrosselt wird die SSD aber erst ab 79 °C.

Die PCIe-SSD ist von Samsung
Die PCIe-SSD ist von Samsung

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