NZXT H700i im Test: Kontrastreicher Midi-Tower mit Empfehlung

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Carsten Lissack 109 Kommentare

Praktische Erfahrungen

Wie bei Midi-Towern üblich, ist das Bundle aus Mainboard, Prozessor, CPU-Kühler und RAM binnen weniger Minuten im H700i verbaut. Selbiges gilt für die Stromversorgung, auch wenn diese zunächst mit dem Bracket zu verbinden ist.

Die Kabelführungen sind eine Bereicherung

Wirklich gut gelöst ist das Verlegen diverser Kabelstränge. Dank der vielen gut durchdachten und geschickt platzierten Kabelführungen gelingt dies sehr sorgfältig und sauber. So gut manche Lösung der Konkurrenz auch sein mag, die von NZXT ist zurzeit die beste.

Ansonsten bleiben nur noch die Festplatten, die ebenfalls schnell mit den entsprechenden Brackets verschraubt sind. Fraglich ist, ob NZXT eine zusätzliche Entkopplung für 3,5"-Festplatten für nicht notwendig erachtet oder schlicht vergessen hat. Fakt ist jedoch, dass auch moderne 3,5"-HDDs bei mangelnder Entkopplung immer noch zum Teil starke und auf Dauer störende Resonanzen verursachen können.

In das NZXT H700i passen CPU-Kühler bis zu einer theoretischen Höhe von 188 mm hinein. Grafikkarten dürfen bei in der Front eingebauten Lüftern maximal 410 mm tief ausfallen. Die Länge des Netzteils wird primär durch die beiden davor verbauten modularen Festplattenkäfige limitiert. Diese Begrenzung lässt sich jedoch im Zweifelsfall durch den Ausbau der Käfige beheben. Hinter dem Mainboardtray sind stellenweise bis zu 30 mm und damit ausreichend Platz für das Verlegen von Kabeln gegeben.

Kompatibilität von Radiatoren

Insgesamt drei Radiatoren lassen sich in das NZXT H700i verbauen. Dazu zählen ein 140 mm großer Heck- sowie jeweils ein 360 mm großer Triple-Wärmetauscher im Deckel und in der Front.

NZXT H700i – Maximale Radiatorausstattung
NZXT H700i – Maximale Radiatorausstattung

Besonders das 360-mm-Modell in der Front darf deutlich tiefer als die klassischen 30 mm ausfallen. Im NZXT H700i sind bis zu 70 mm inklusive Lüfter kein Problem. Selbiges gilt für den gleich großen Wärmetauscher im Deckel, dessen Lüfter sich übrigens auf der anderen Seite des Brackets verbauen lassen.

NZXT H700i – In der Front passen tiefere Exemplare problemlos hinein
NZXT H700i – In der Front passen tiefere Exemplare problemlos hinein
NZXT H700i – Auch der Radiator im Deckel darf tiefer ausfallen
NZXT H700i – Auch der Radiator im Deckel darf tiefer ausfallen

Dieser wird höchstens durch den 140 mm großen Single-Heckradiator eingeschränkt. Diese Limitierung kann jedoch durch den Umstieg auf ein kleineres 120-mm-Single-Modell oder den Verzicht auf einen Kühler am Heck behoben werden.

NZXT H700i – Allerdings wird er durch einen optionalen Wärmetauscher am Heck stark eingeschränkt
NZXT H700i – Allerdings wird er durch einen optionalen Wärmetauscher am Heck stark eingeschränkt
NZXT H700i – Die Lüfter können an der anderen Seite des Brackets installiert werden
NZXT H700i – Die Lüfter können an der anderen Seite des Brackets installiert werden

Unterm Strich bietet das NZXT H700i also genügend Platz und Spielraum für größere interne Wasserkühlungen. Durch die mitgelieferten RGB-LEDs, das Aufnahme-Bracket für einen Ausgleichsbehälter und das große Glasseitenteil lädt es sogar förmlich dazu ein.

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