NZXT H700i im Test: Kontrastreicher Midi-Tower mit Empfehlung 3/4

Carsten Lissack 109 Kommentare

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden.

Lautstärke

Mit drei 120-mm-Frontlüftern und einem 140-mm-Exemplar an der Rückseite ausgestattet, erreicht das NZXT H700i eine Geräuschkulisse von durchschnittlich 31,3 Dezibel bei anliegenden 5 Volt. Der Midi-Tower darf somit auch subjektiv als flüsterleise, aber so gerade eben nicht als lautlos bezeichnet werden.

Ein etwas anderes Bild zeichnet sich ab, wenn die vier vorinstallierten Gehäuselüfter mit 12 Volt angesteuert werden. Zwar ist das NZXT H700i mit 36,9 Dezibel im Durchschnitt nicht übermäßig laut, aus der Stille eines Raumes ist es jetzt allerdings deutlich wahrzunehmen. Die nun erreichte Geräuschkulisse ist höchstens noch befriedigend.

Die Festplattenentkopplung für 3,5"-Festplatten gelingt dem NZXT H700i nur mittelmäßig bis gut. Zwar werden die meisten Resonanzen aufgrund des hohen Eigengewichts und der hohen Verwindungssteifigkeit insgesamt gut unterdrückt, bei Stille ist das Brummen der 3,5"-Testfestplatte jedoch trotzdem leicht aus dem System herauszuhören. Eine Festplattenentkopplung hätte hier sicher Abhilfe geschaffen.

Temperatur

Bei der Temperatur-Ermittlung zeigt das NZXT H700i, was in ihm steckt: Den Anfang macht wie immer die CCU, die im verbauten Testsystem zusammen mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost und einem Radiallüfter als Grafikkartenkühleinheit einen Wert von gerade einmal 46 °C erreicht, wenn alle im System verbauten Lüfter mit 12 Volt Spannung, also mit voller Umdrehungszahl betrieben werden.

Im selben Szenario fällt die Temperatur des Prozessors zusammen mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC und den beiden darauf verbauten Axiallüftern mit 50 °C etwas wärmer aus, bleibt jedoch ebenfalls sehr kühl. Selbiges gilt für die beiden Pixelbeschleuniger, die maximal 60 beziehungsweise 62 °C erreichen.

Auch bei Hauptplatine und 3,5"-Festplatte, die im Zusammenspiel mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC 34 bzw. 27 °C erreichen und mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost mit jeweils 32 bzw. 26 °C nochmals ein paar Grad Celsius kühler ausfallen, bewegen sich die Temperaturen völlig im grünen Bereich.

Denselben Test durchlaufend, jetzt allerdings mit auf 5 Volt reduzierter Spannung an jedem Lüfter, steigt die Prozessortemperatur in Kombination mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost um 4 °C auf 50 °C an. Deutlich kritischer fällt die Zunahme unter der Verwendung der Asus GTX 760 DirectCU II OC aus. Der Prozessor erreicht in diesem Szenario 62 °C, ist damit also um ganze 12 °C im Vergleich zum 12-Volt-Szenario angestiegen. Weiter kritisch ist das aber nicht, im Gegenteil. Ein Blick in die Tabelle zeigt, dass es sich hierbei um einen insgesamt sehr guten Wert handelt.

Während die Nvidia GTX 650 Ti Boost nun maximal 72 °C misst, erreicht die Asus GTX 760 DirectCU II OC 77 °C und ist damit nur unwesentlich wärmer als die durch einen Radiallüfter gekühlte Grafikkarte. Ähnlich geringfügige Unterschiede sind auch bei der Mainboard- und Festplattentemperatur zu verzeichnen. Während die Hauptplatine zusammen mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC 35 °C warm wird, erreicht die HDD eine Temperatur von maximal 30 °C im Test. Im Verbund mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost liegen die Werte um ein beziehungsweise zwei Grad Celsius darunter.

Wie bei so ziemlich allen Midi-Towern gilt auch für das NZXT H700i folgende Regel: Soll der Prozessor nicht unnötig von der Abwärme einer Grafikkarte mit Axiallüftern belastet werden, ist ein Pixelbeschleuniger mit einem Radiallüfter bei der Ausstattung vorzuziehen. Die maximal erreichte CPU-Temperatur von 62 °C ist wie so oft aber alles andere als kritisch, weshalb auch eine durch Axiallüfter gekühlte Grafikkarte ohne schlechtes Gewissen in das NZXT H700i verbaut werden kann.

Leistungsaufnahme

Die insgesamt vier verbauten Gehäuselüfter verbrauchen bei einer angelegten Spannung von 5 Volt zusammen 6,5 Watt. Das ergibt einen theoretischen Verbrauch von gerundet 1,6 Watt pro Ventilator, was ein unkritischer Wert ist.

Selbiges gilt für den Verbrauch bei voller Umdrehungszahl, also bei einer Spannung von 12 Volt: Hier beträgt der Verlust 10,4 Watt, was 2,6 Watt pro Lüfter ausmacht. Aus das ist ein vollkommen akzeptabler Wert, der weiterhin nicht in die Dimensionierung des Netzteils miteinbezogen werden muss.

80 Einträge
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • BitFenix Neos
      0,6
    • Deepcool Tristellar
      0,7
    • CoolerMaster MasterBox Lite 5
      0,8
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      0,8
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      0,9
    • Cooltek UMX1 Plus
      1,0
    • Silverstone Mammoth MM01
      1,0
    • Aerocool DS 230
      1,0
    • Raijintek Metis
      1,2
    • BitFenix Pandora
      1,2
    • Aerocool DS 200
      1,3
    • In Win 805
      1,3
    • Cooler Master Cosmos C700P
      1,3
    • Thermaltake Core X2
      1,4
    • Lian Li PC-Q17
      1,4
    • Thermaltake View 27 Gull-Wing
      1,4
    • Phanteks Enthoo Evolv
      1,5
    • Jonsbo UMX4
      1,5
    • BitFenix Shogun
      1,5
    • Fractal Design Meshify C
      1,5
    • Cooltek Antiphon Airflow
      1,6
    • Fractal Design Define R5
      1,6
    • Cooler Master MasterCase 5
      1,6
    • Enermax GraceFun
      1,6
    • Lian Li PC-O6S
      1,7
    • Fractal Design Define S
      1,7
    • Chieftec GP-01B
      1,7
    • Fractal Design Define Mini C
      1,7
    • be quiet! Silent Base 800
      1,8
    • Nanoxia CoolForce 2
      1,8
    • Corsair Obsidian 500D
      1,8
    • Phanteks Eclipse P400S
      1,9
    • Antec P380
      2,1
    • Lian Li PC-O9
      2,1
    • Silverstone Raven RV05
      2,3
    • Fractal Design Define R6
      2,4
    • NZXT Manta
      2,5
    • LEPA Lenyx
      2,7
    • Corsair Crystal 460X RGB
      2,8
    • NZXT Noctis 450
      2,9
    • Aerocool XPredator II
      3,2
    • Antec Signature S10
      3,5
    • Cougar Panzer Evo
      3,7
    • anidées AI-Crystal
      3,8
    • NZXT H700i
      6,5
    • Deepcool New Ark 90
      7,6
  • 12 Volt:
    • BitFenix Neos
      1,3
    • Deepcool Tristellar
      1,4
    • CoolerMaster MasterBox Lite 5
      1,9
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      2,0
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      2,0
    • Cooler Master Cosmos C700P
      2,4
    • BitFenix Pandora
      2,5
    • Cooltek UMX1 Plus
      2,6
    • Aerocool DS 230
      2,7
    • Lian Li PC-Q17
      2,8
    • Thermaltake View 27 Gull-Wing
      2,8
    • Fractal Design Define Mini C
      2,8
    • Raijintek Metis
      2,9
    • In Win 805
      3,2
    • Aerocool DS 200
      3,4
    • Lian Li PC-O6S
      3,4
    • Cooler Master MasterCase 5
      3,6
    • Fractal Design Meshify C
      3,6
    • Thermaltake Core X2
      4,0
    • Enermax GraceFun
      4,0
    • Phanteks Enthoo Evolv
      4,1
    • Fractal Design Define R5
      4,1
    • Fractal Design Define S
      4,1
    • Cooltek Antiphon Airflow
      4,5
    • Corsair Obsidian 500D
      4,5
    • Chieftec GP-01B
      4,7
    • BitFenix Shogun
      4,7
    • be quiet! Silent Base 800
      4,8
    • Phanteks Eclipse P400S
      4,8
    • Jonsbo UMX4
      5,1
    • Nanoxia CoolForce 2
      5,9
    • Lian Li PC-O9
      6,2
    • Fractal Design Define R6
      6,2
    • Silverstone Raven RV05
      6,8
    • Antec P380
      7,3
    • Antec Signature S10
      7,3
    • NZXT Manta
      7,8
    • Corsair Crystal 460X RGB
      8,4
    • Cougar Panzer Evo
      9,5
    • NZXT Noctis 450
      10,4
    • NZXT H700i
      10,4
    • LEPA Lenyx
      10,5
    • Aerocool XPredator II
      10,9
    • Deepcool New Ark 90
      14,4
    • anidées AI-Crystal
      14,8
    • Silverstone Mammoth MM01
      29,7

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