Nvidia-Grafikkarten im Test: GeForce GTX 480, 580, 680, 780, 980 und 1080 im Vergleich

Wolfgang Andermahr 204 Kommentare
Nvidia-Grafikkarten im Test: GeForce GTX 480, 580, 680, 780, 980 und 1080 im Vergleich

tl;dr: Die Grafikkarte ist die wichtigste Komponente in einem Spiele-PC. Aber wann lohnt es sich, eine ältere GPU aufzurüsten? ComputerBase vergleicht im Test Nvidias Oberklasse-Modelle der letzten acht Jahre, die GeForce GTX 480, 580, 680, 780, 980 sowie 1080, und gibt die Antwort.

Gaming-Grafikkarten von Nvidia seit 2010

Egal ob ein altes oder ein neues Spiel gestartet wird, in erster Linie entscheidet der 3D-Beschleuniger, ob es flüssig oder ruckelnd über den Monitor läuft. Und obwohl die Entwicklungssprünge mittlerweile in größeren Abständen vollzogen werden, sind die Fortschritte immer noch groß.

Das Dauerduell: AMD gegen Nvidia in der High-End-/Oberklasse

Großes Interesse genießt dabei die High-End- beziehungsweise die Oberklasse. Diese mag zwar nicht die höchsten Käuferzahlen haben, zeigt aber immer, was technisch möglich ist – und das interessiert die meisten Spieler. Darüber hinaus bilden sich viele fälschlicherweise ihre Meinung über günstigere Grafikkarten, indem sie vom Abschneiden der großen Ableger darauf schließen. AMD und Nvidia beharken sich in diesem Segment seit Jahren.

ComputerBase wird im Forum öfter danach gefragt, wie viel schneller eine moderne Grafikkarte im Vergleich zu einem drei, vier oder gar fünf Jahre alten Modell ist. Das sind Zeiträume, die sich in gewöhnlichen Produkttests oder der Grafikkarten-Rangliste nicht sinnvoll abbilden lassen. Von Zeit zu Zeit steht daher immer mal wieder ein großer Vergleich der Generationen an. Und nun ist es wieder so weit.

Der 4. und letzte Teil einer ganzen Serie

Die Artikelserie umfasst wie zuletzt die Benchmark-Serie zu beliebten Multiplayer-Titeln vier verschiedene Berichte umfassen. Zwei befassen sich mit den Mittelklasse-Modellen von AMD und Nvidia, zwei weitere mit den jeweiligen Oberklasse-Beschleunigern. Die ältesten Grafikkarten stammen aus dem Jahre 2009, die neuesten dagegen von 2017. Damit zeigen die Benchmarks, was sich in neun Jahren Entwicklungszeit getan hat.

Dieser und damit der vierte und letzte Teil der Serie umfasst die High-End- beziehungsweise Oberklasse-Produkte von Nvidia. Angefangen mit Nvidias erster DirectX-11-Grafikkarte aus dem Jahre 2010, der GeForce GTX 480, bis hin zur aktuellen GeForce GTX 1080 sind insgesamt sechs verschiedene Grafikkarten des Herstellers im Test vertreten. Bei den vier restlichen 3D-Beschleunigern handelt es sich um die GeForce GTX 580, GTX 680, GTX 780 und GTX 980.

Der erste Artikel hat sich mit den Mittelklasse-Grafikkarten von Nvidia beschäftigt, der zweite mit den direkten Gegenspielern von AMD. Der dritte Part handelt von AMDs High-End-Ablegern.

2 Auflösungen, 8 Spiele und 6 Nvidia-Grafikkarten

Alle Grafikkarten mussten ein Testfeld von insgesamt acht verschiedenen Spielen in den Auflösungen 1.920 × 1.080 sowie 3.840 × 2.160 über sich ergehen lassen. In allen vier Artikeln sind die Auflösungen und die Grafikdetails identisch, weshalb die Ergebnisse miteinander vergleichbar sind. Dieser und noch weitere Wünsche der ComputerBase-Leser wurden für den Artikel berücksichtigt.

Das gilt auch für die Spieleauswahl: Mit Far Cry 5 sowie Kingdom Come: Deliverance sind zwei moderne AAA-Titel dabei. Rainbow Six Siege sowie The Witcher 3 vertreten dagegen eine ältere, aber immer noch beliebte Auswahl. Und mit Dota 2, Fortnite, Overwatch und World of Warcraft sind auch vier E-Sport-Spiele im Testfeld. Neben den Benchmarks ist die Leistungsaufnahme Bestandteil der Testreihen.

GeForce GTX 480, 580, 680, 780, 980 und 1080 im Vergleich

Die älteste Grafikkarte im Test, die GeForce GTX 480, stammt aus dem Jahre 2010, während das neueste Produkt, die GeForce GTX 1080, im Jahr 2016 erschienen ist. Nvidias nächste Grafikkarten-Generation wird unter dem Codenamen Turing bereits in Kürze erhältlich sein.

Von Fermi bis Pascal

Während die GeForce GTX 480 mit der neuen Fermi-Architektur aufwarten konnte, ist die GeForce GTX 580 schlussendlich nur eine leicht überarbeitete GTX 480. Erst mit der GeForce GTX 680, also mit Kepler, gab es wieder einen großen Fortschritt. Vor allem wurde die Energieeffizienz deutlich verbessert. Die GeForce GTX 780 war dann wieder nur ein Aufguss mit einer höheren Menge Ausführungseinheiten, während die GeForce GTX 980 wieder ein Schritt nach vorne gewesen ist: Maxwell verbesserte die Effizienz erneut deutlich, zudem wurde die Leistung pro Shader-Einheit massiv angehoben.

Grafikkarten-Generationenvergleich von Nvidias High-End-Klasse
Grafikkarten-Generationenvergleich von Nvidias High-End-Klasse

Alle zwei Generationen in der Regel ein großer Schritt

Die GeForce GTX 1080 und damit die Pascal-Generation ist grob gesehen nur ein verbesserter Maxwell. Allerdings hat Nvidia massiv an zwei Stellschrauben gedreht, sodass der aktuelle 3D-Beschleuniger deutlich schneller ist. Zum einen wurde erneut die Energieeffizienz stark verbessert, zum anderen erlaubt Pascal höhere Taktraten bis hin zu 2,0 GHz. Das erhöht die Performance spürbar.

Wichtigste Nvidia-Generationen im technischen Vergleich
GeForce GTX 480 GeForce GTX 680 GeForce GTX 980 GeForce GTX 1080
Erscheinungsdatum 27.03.2010 22.03.2012 19.09.2014 17.05.2016
Fertigungsprozess 40 nm 28 nm 28 nm 16 nm FinFET
Architektur Fermi Kepler Maxwell Pascal
Transistoren ca. 3,0 Mrd. ca. 3,54 Mrd. ca. 5,2 Mrd. ca. 7,2 Mrd.
Shader-Einheiten 480 1.536 2.048 2.560
GPU-Takt 700 MHz 1.006 MHz 1.240 MHz 1.785 MHz
Rechenleistung 1.345 GFLOPS 3.090 GFLOPS 5.079 GFLOPS 9.100 GFLOPS
Speichergröße 1.536 MB GDDR5 2.048 MB GDDR5 4.096 MB GDDR5 8.192 MB GDDR5X
Speichertakt 1.848 MHz 3.004 MHz 3.506 MHz 5.000 MHz
Speicherinterface 384 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 177.408 MB/s 192.256 MB/s 224.384 MB/s 320.000 MB/s

Die Grafikkarten im Test stammen von verschiedenen Herstellern. Bei manchen handelt es sich um das Referenzdesign, während andere von Board-Partnern stammen. Um die beste Vergleichbarkeit zu gewährleisten, arbeiten aber alle Grafikkarten im Test mit den von Nvidia vorgegebenen Referenztaktraten.

Die Testprobanden besser einordnen

Wer weitere Details über die einzelnen Modelle in Erfahrung bringen oder in Erinnerungen schwelgen möchte, dem seien die entsprechenden Tests zur Vorstellung der Produkte empfohlen.

Diese Artikel bieten sich allerdings auch als Ausgangspunkt für weitere Vergleiche an, um die hier behandelten Grafikkarten in Relation zu anderen Vertretern ihrer Zeit zu stellen.

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