Maestro und Solo:2 im Test: Ixion setzt für Multiroom-Hi-Fi auf das Stromkabel statt Funk

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Michael Schäfer 42 Kommentare

Der Teufel liegt im Detail

Dem Musikfreund bieten sich zwei Möglichkeiten zur Bedienung des Multiroom-Systems: Zum einen über das bereits genannte, im Maestro integrierte Display oder – vermeintlich – bequemer vom heimischen Sofa aus. Aber beide Systeme offenbaren ebenfalls gravierende Mängel. So werden am Maestro Eingaben vom Touchscreen nicht immer richtig erkannt, selbst nach einer durchgeführten Selbstkalibrierung des Displays. Auch weitere kleine Fehler stören den Musikgenuss, etwa beim Vor- oder Zurückgespulen über die Zeitleiste, bei dem das System das jeweilige Stück oftmals wieder von vorne abspielt.

Viele dieser Fehler lassen sich auch auf die App für Mobilgeräte übertragen, welche der Hersteller für Android und iOS zur Verfügung stellt. Die App macht auf beiden Systemen einen eher unfertigen Eindruck und scheint darüber hinaus in erster Linie für die Smartphone-Nutzung ausgelegt zu sein. Das würde die unscharfen Android-Icons und die großen Zwischenräume bei iOS erklären. Darüber hinaus unterstützt die App keinen Landscape-Modus, der die Nutzung gerade auf größeren Tablets verbessert hätte.

Die mobile Ixion-App auf dem Fire HD 8
Die mobile Ixion-App auf dem Fire HD 8

Schwere Bedienung

Unter Android ist die App in weiten Teilen nur schwer bedienbar. Dies ist zumindest der Eindruck, der während der Testzeit auf einem Fire 7, Fire 8 HD und Nexus 5 gewonnen werden konnte. Oft reagiert das System träge, Eingaben werden erneut nicht immer oder oftmals nur mit großer Verzögerung ausgeführt. Außerdem funktioniert die Synchronisation zwischen den einzelnen Android-Geräten häufig nicht zuverlässig, so dass die Bedienung nicht einfach auf einem anderen Endgerät fortgesetzt werden kann.

Nichts für Grobmotoriker

Aufgrund der kleinen Bedienelemente lassen sich auf einem Smartphone oder einem kleinen Tablet die abgespielten Stücke nur sehr schwer vorspulen oder die Lautstärke genau einstellen. Oftmals wird beim Loslösen des Fingers vom Bildschirm noch eine Eingabe ausgelöst und das Stück springt an eine ganz andere Stelle oder die Lautstärke erhöht sich plötzlich drastisch. Darüber hinaus ließ sich im Test nur auf dem Nexus 5 der Player auf das komplette Display vergrößern, auch wenn das abgebildete Cover klein blieb. Ein Verhalten, das auch bei der Bedienung am Lautsprecher selbst zu beobachten ist.

Neben den Problemen in Sachen Bedienung hat das System zudem mit wiederkehrenden WLAN-Verbindungsabbrüchen zu kämpfen.

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