„It's show time“: Apple lädt zur Präsentation des Netflix-Konkurrenten

Jan-Frederik Timm 134 Kommentare
„It's show time“: Apple lädt zur Präsentation des Netflix-Konkurrenten
Bild: Apple

Apple hat den bereits spekulierten Termin für die nächste PR-Veranstaltung offiziell bestätigt: Am 25. März wird es auf einem Event mit dem Motto „It's show time“ aller Voraussicht nach um Apples TV-Streaming-Service gehen. Aber auch neue AirPods, ein neues Einsteiger-iPad und die Ladematte AirPower könnten vorgestellt werden.

Dass Apple ein Konkurrenzangebot zu Netflix und Amazon Prime Video noch im 1. Halbjahr zumindest für die USA vorstellen wird, darüber gab es bereits im Herbst 2018 Gerüchte. Das gewählte Motto ist dabei nicht neu: Im Jahr 2006 zierte „It's Showtime“ die Einladungen zur Veranstaltung, auf dem Apple (i)TV vorgestellt wurde.

Fernsehstationen mit Abonnements

Der neue Service soll sich den Gerüchten zufolge wie bei Amazon Prime Video und Netflix auf Serien und Filme beziehen, die entweder von Apple selbst nur für diesen Dienst produziert oder deren Lizenzen von Drittanbietern hinzugekauft werden, darüber hinaus aber auch ausgewählte Fernsehinhalte von TV-Stationen und Kabelnetzbetreibern bieten, für die Nutzer ein Abonnement abschließen können. Wie üblich wird sich dieses Angebot jedoch je nach Land stark unterscheiden und die Sender können das eigene Angebot entsprechend ihrer Lizenzrechte regional ausgewählt anbieten.

Hardware-Bindung statt Offenheit

Gleichzeitig könnte Apple den Dienst selbst aber auch auf bestimmte Geräte beschränken, so dass der Absatz von Apple TV und iPad (Pro) angekurbelt wird. Die Bindung an Hardware von Apple wäre ein weiterer Unterschied zu Netflix und Amazon Prime Video, die ihr Angebot auf möglichst vielen Plattformen und über Apps anbieten, um möglichst viele Kunden zu erreichen. Als ein Schritt in diese Richtung dürfte die Kooperation mit Samsung bei Smart-TVs angesehen werden. Seit Anfang 2019 gibt es iTunes für Videoinhalte auf allen Geräten der Jahrgänge 2018 und 2019.

Eigene Inhalte kostenlos für Apple-Kunden

Apple soll allein in diesem Jahr bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar in Eigenproduktionen für den geplanten Video-Streaming-Dienst investieren, um bereits zum Start mit eigenen Inhalten aufwarten und Kunden für sich gewinnen zu können. Unter anderem US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey soll dafür unter Vertrag genommen worden sein. Diese Eigenproduktionen sollen für Käufer geeigneter Apple-Geräte dann allerdings auch kostenlos angeboten werden.

Neue Hardware – oder auch nicht

Mittlerweile überfällig sind die 2. Generation der drahtlosen Kopfhörer AirPods, ein schon länger in der Gerüchteküche gehandeltes günstigeres iPad (mini) und die bereits im Jahr 2017 vorgestellte drahtlose Ladematte AirPower. Dass Apple diesen Produkten zugestehen wird, der Vorstellung eines Streaming-TV-Angebotes Aufmerksamkeit zu rauben, darf allerdings bezweifelt werden.