Nvidia Titan RTX im Test: Das Turing-Topmodell im High-End-PC von Mifcom

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Wolfgang Andermahr 161 Kommentare

Lautstärke & Kühlung

Die Titan RTX lässt wie die Founders Edition der GeForce RTX 2080, der GeForce RTX 2080 Ti und der GeForce RTX 2070 beide Lüfter im Leerlauf mit 1.500 Umdrehungen in der Minute agieren – eine Eigenschaft der Turing-Founders-Editions, die bis heute Fragen aufwirft und bei der es sich nach aktuellem Stand nicht um einen Fehler handelt. Das ist gut zu hören und stört durchaus, vor allem in Anbetracht dessen, dass die meisten Partnerkarten sämtliche Lüfter bei niedrigen Temperaturen abstellen. Außerdem können beide Grafikkarten auch anders: Beim Booten des Rechners drehen die Lüfter deutlich langsamer, erst beim Initialisieren des Treibers werden sie laut. Manuell eingreifen können Anwender aber nicht.

Lautstärke – Windows-Desktop
Angaben in dB(A)
  • 3.840 × 2.160, 60 Hz:
    • AMD Radeon VII
      28,5
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      29,0
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      31,5
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      31,5
    • Nvidia Titan RTX
      31,5

Beim Spielen wird die Titan RTX mit 42,5 Dezibel dann mit 2.275 Umdrehungen in der Minute minimal lauter als die GeForce RTX 2080 Ti FE. Die Grafikkarte ist unter Last laut, stört aber noch nicht. Vor allem, da man nur das Luftrauschen hört und die Lüfter keine sonstigen Geräusche von sich geben. Wer eine leise Titan RTX haben möchte, muss den Kühler aber ersetzen – daran führt kein Weg vorbei.

Die Grafikkarte hat mit elektronischen Störgeräuschen zu kämpfen, die durchaus ziemlich penetrant sind. Aber diese treten erst bei mittleren dreistelligen Frameraten auf, sodass dies nur in seltenen Fällen ein Problem ist. Wer zum Beispiel mit einem FPS-Limit von 144 FPS spielt, wird davon wenig bis nichts zu hören bekommen. Auch bei 240 FPS halten sich die Störgeräusche in Grenzen, werden aber auffälliger.

Wie heiß werden die Grafikkarten?

Der Dual-Slot-Kühler hält die GPU-Temperatur der Titan RTX im Spielbetrieb auf 80 Grad Celsius. Damit ist die GPU noch 4 Grad vom Temperature-Limit entfernt und hat entsprechend kleinere Reserven übrig. Die Grafikkarte wird minimal 1 Grad Celsius wärmer als die GeForce RTX 2080 Ti FE. Auf der Kartenrückseite sind 71 Grad zu messen.

Messung der Leistungsaufnahme

Auf dem Windows-Desktop benötigt die Titan RTX mit 15 Watt genauso viel Energie wie die GeForce RTX 2080 Ti. Und auch bei der Wiedergabe eines UHD-Videos auf YouTube gibt es eine Punktlandung mit 33 Watt. Beide Messwerte sind vergleichsweise hoch, was schlussendlich zwar interessant, aber kaum von Bedeutung ist.

Der Stromhunger in Spielen

Nvidia gibt für die Titan RTX eine Leistungsaufnahme von 280 Watt an. Und mit 283 Watt landet die Grafikkarte im Durchschnitt auch genau dort. Damit benötigt der 3D-Beschleuniger in Spielen quasi gleich viel Energie wie die GeForce RTX 2080 Ti. Letztere hat zwar weniger Ausführungseinheiten, kompensiert das aber ein wenig über mehr Takt. Bei vollem Power-Target inklusive Übertaktung kommt die Titan RTX auf 318 Watt.

Performance pro Watt

Die Titan RTX benötigt zwar viel Energie, ist aber dennoch eine sehr energieeffiziente Grafikkarte. Denn abgesehen von der GeForce GTX 1660 Ti gibt es mit keinem Produkt mehr FPS pro Watt. Im Vergleich zur ebenso effizienten GeForce RTX 2080 Ti FE ist die Framerate pro Watt auf der Titan RTX noch einmal 5 Prozent besser. Auch übertaktet bleibt die Effizienz sehr gut und sinkt nur um 3 Prozent.

Performance pro Watt – 3.840 × 2.160
Angaben in Prozent
    • Nvidia Titan RTX
      100,0 %
    • Nvidia Titan RTX @ OC
      97,2 %
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      95,5 %
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      91,0 %
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE @ OC
      88,0 %
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      77,3 %
    • AMD Radeon VII
      68,8 %

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